Weisstannen–Unterlavtina–Wasserfallarena Batöni–Unterlavtina– Weisstannen

Dreifach donnert das Wasser hinab

Abgelegene Bergeinsamkeit, spektakuläre 80Meter hohe Wasserfälle, und das fast vor der Haustür. ImWeisstannental wartet die eindrückliche Wasserfallarena Batöni mit wildem Rauschen und mächtigen Felsen auf.
08. August 2013, 09:37
Abgelegene Bergeinsamkeit, spektakuläre 80 Meter hohe Wasserfälle, und das fast vor der Haustür. Im Weisstannental wartet die eindrückliche Wasserfallarena Batöni mit wildem Rauschen und mächtigen Felsen auf. Nebeneinander donnerndort drei hohe Wasserfälle die Felsen hinunter. Der Weg führt vom Dorf Weisstannen am Gufelbach entlang ins abgelegene Hochtal. Teils geht es steil bergauf, gilt es doch, 500 Höhenmeter zu überwinden. Unterwegs pfeifen Murmeltiere, murmelt der Bach, und mit etwas Glück erblickt man Gemsen oder gar einen Bartgeier. Und auch an einem Wochenende begegnet man fast keinen Wanderern. (miz)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Weisstannen
Wanderzeit: 3,5 Stunden
Weglänge: 9 km
Gesamtaufstieg: 675 m
Gesamtabstieg:  675 m
Ausrüstung: festes Schuhwerk
Gaststätten: Weisstannen, Hotel Gemse, Tel 081 723 1705; Weisstannen, Hotel Alpenhof, 081 723 17 63; Weisstannen, Museum Alte Post (Ap ´ero im Gewölbekeller), www.post-ab.ch;
Parkplätze: im Dorf Weisstannen
Öffentlicher Verkehr: Mit der SBB nach Mels oder Sargans, von dort mit dem Bus nach Weisstannen.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1155 Sargans, 1175 Vättis
 
1 Schon die Anreise ist eindrücklich. Weit hinten im Weisstannental, dort, wo sich Murmeltier und Bartgeier gute Nacht sagen, liegt das Dörfchen Weisstannen. Eine schmale Strasse windet sich von Mels hinauf, durch Wälder, über Brücken, an Wasserfällen vorbei. Wer nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist: im Dörfchen gibt es Parkiermöglichkeiten.
 
2 Ein Spaziergang durchs Dorf lohnt sich allemal, vorbei an der Kirche, an einer mächtigen Linde, hin zur Alten Post. Dort ist ein nettes Museum eingerichtet, ab und an werden Veranstaltungen durchgeführt, und ein Schild vor der Tür lockt zum Ap´ero in den Gewölbekeller (www.post-ab.ch). Hinter der Alten Post kann die liebevoll hergerichtete Alte Dorfsäge mit klapperndem Wasserrad besucht werden. (Anmeldung bei Othmar Tschirky 081 723 38 88), samt Flösserei, Grillstelle und Kinderspielplatz.
 
3 Ein erstes Mal überquert man nun den Gufelbach, dessen Lauf man auf dieser Wanderung bis zuhinterst nach Batöni folgt. An der Brücke viele Wegweiser, Batöni liegt auf dem Sardona-Welterbe-Weg 73 und ist ausgeschildert mit 1 Stunde und 50 Minuten. Zuerst geht es auf einer Asphaltstrasse entlang, links murmelt der Gufelbach, rechts weiden Schafe auf der Weide. Bald geht es steil in den Wald hinein, anstatt Asphalt hat man zuerst Schotter unter den Füssen, später läuft man bergauf auf einem Waldweg, der nach Regen recht matschig daherkommt.
 
4 Der Wald öffnet sich zu einer Lichtung, der Weg schlängelt sich über die steile Wiese, an deren Ende zwei mächtige Felsbrocken warten. Einige Wanderbeschreibungen sprechen gar von einem «Kraftort», die Energien der Steine seien ausserordentlich hoch, «aber nicht nur aufbauend. Die Energiequalitäten entsprechen denjenigen eines Kultplatzes. Stellen Sie sich zwischen die Steine und spüren Sie die Energie.» Auch wer sie nicht spürt, die Energie, kann den Weg über die Wiese zu den Felsblöcken geniessen. Hinter dem «Doppelstein» geht es wieder in den Wald hinein und meist bergauf.
 
5 Der Wald öffnet sich auf eine Weide, gemütlich erreicht man die Alphütte Unterlavtina (1308 Meter). Etwas mehr als die Hälfte des Hinwegs ist bereits geschafft, Batöni ist laut Wegweiser noch 50 Minuten entfernt. Gemütlich verläuft der Weg, bis man den nächsten Waldrand erreicht.
 
6 Dort warnt ein Schild vor «Rutschgefahr!!!». Geradeaus ist das Begehen «auf eigene Gefahr» – ein Pfeil zeigt nach links und weist einen «Bergweg» aus, auch weiss-rot-weiss markiert. Dieser erweist sich als ziemlich rutschig und matschig, zuvor sind wohl viele Kühe dort gelaufen. Doch droht auf diesem Weg keine Absturzgefahr. Es geht bergab und dann wieder bergauf, bis sich die beiden Wege wieder treffen. (Auf dem Rückweg sind wir den Rutschgefahr-Weg gegangen – er ist heikel, aber für trittsichere Schwindelfreie machbar).
 
7 Von hier an verläuft der Weg meist gemütlich, ohne grosse Steigungen. Die Bergwelt wird immer schroffer und eindrücklicher, von Ferne erblickt man den ersten der grossen Wasserfälle, Murmeltiere pfeifen, eines hoppelt über den Weg, am Hang oben äugt eine Gemse ins Tal.
 
8 In der Wasserfallarena Batöni steht man staunend vor den drei mächtigen Wasserfällen, wie sie im Felsenhalbrund tosend hinunterstürzen. Links der 81 Meter hohe Piltschinabachfall, in der Mitte der 86 Meter hohe Sässbachfall und rechts der 45 Meter hohe Muttenbachfall. Laut Wanderbeschrieb sind die Energien hier «hoch und aufbauend». Und so energetisch gestärkt nimmt man denselben Weg zurück leicht unter die Bergstiefel. In Weisstannen warten Gasthäuser mit Erfrischungen. (miz)
 

 
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