Die Vision einer friedlichen Welt am Fusse der Churfirsten

WALENSTADTBERG – SCHRINA-HOCHRUGG – PAXMAL – WALENSTADTBERG ⋅
21. Dezember 2011, 16:30
Das Paxmal hoch über dem Walensee ist keine Kultstätte, sondern soll nach dem Willen seines Erbauers Karl Bickel ein stiller, friedlicher Ort für innere Sammlung, Einkehr und Meditation sein. Seine Vision einer friedlichen Welt stellt Bickel an Mosaikwänden künstlerisch dar. Potenziert wird Bickels bildnerisches Werk durch die Einbettung seines Monuments in die monumentale Berglandschaft zwischen den steilen Südwänden der Churfirsten und dem unten im Tal gleissenden Walensee. Eine Wanderung, auf der dem oft hektischen Alltag entronnen werden kann.


     













Die Wanderung im Überblick

Start:und Ziel Walenstadtberg

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 7,5 km

Gesamtaufstieg: 550 m

Gesamtabstieg: 550 m

Ausrüstung: Wanderschuhe oder Winterschuhe

Gaststätten: Restaurant Wirtschaftberg, 081 710 25 36; Rugg-Beizli, Sa/So offen, 081 735 13 71 oder 079 454 45 35

Parkplätze: In Walenstadtberg

Öffentlicher Verkehr: Mit Bus 443 via Walenstadt bis Walenstadt alte Post

Kartenmaterial: Wanderkarte 1:25 000 Flumserberg-Walensee; Landeskarte 1:25 000 Blatt 1134 Walensee
 


1. Walenstadtberg, 800. Beim Hauptwegweiser die Richtung Knoblisbühl/Hochrugg wählen. Der Wanderweg führt zwischen zwei Häusern hindurch und steigt dem Waldrand entlang steil an.

2. Bergerwald, 939. Weiter der Richtung Knoblisbühl/Hochrugg folgen.

3. Reha-Klinik, 967. Auf der Flurstrasse geht´s Richtung Hochrugg stetig bergan. Im Winter, wenn genügend Schnee liegt, wird die 2400 Meter lange Strecke als Schlittelbahn genutzt. Die Route führt am Rugg-Beizli vorbei, das am Samstag und Sonntag geöffnet ist.
Das Rehabilitationszentrum Walenstadtberg fusionierte im September 2011 mit der Reha- Klinik Valens. Die beiden zusammengeführten Reha-Kliniken werden von einer Stiftung getragen und treten neu unter der Dachmarke Kliniken Valens auf. Das Rehabilitationszentrum Walenstadtberg wurde 1909 als Lungensanatorium gebaut; es beschäftigt heute 150 Mitarbeitende und behandelt rund 750 Patientinnen und Patienten pro Jahr.

4. Hochrugg, 1290. Richtung Paxmal führt der Weg um die Truppenunterkunft der Schweizer Armee herum.

5. Paxmal, 1289. Auf der selben Strecke geht´s zum Ausgangspunkt in Walenstadtberg zurück. Schlittler geniessen eine stiebende Abfahrt, Fussgänger kommen in den Genuss einer prächtigen Aussicht auf das Ostende des Walensee und ins Seeztal sowie auf Alvier, Gonzen und das gegenüberliegende Flumserberg.
Das Paxmal wurde von Karl Bickel (1886 – 1982) geschaffen. Nach einer Lithographenlehre betrieb Bickel in Zürich als erfolgreicher Geschäftsgrafiker ein eigenes Reklameatelier. Einen längeren Studienaufenthalt im italienischen Carrera, wo er sich Kenntnisse der Bildhauerei aneignete, musste er infolge einer Tuberkuloseerkrankung abbrechen. Die Genesungszeit in den Jahren 1913/14 im Sanatorium Walenstadtberg wurde zum Ursprung seines Lebenswerks, dem Paxmal, mit dem er seine Vision einer friedlichen Menschen gemeinschaft bildlich umsetzt. 1924 verlegte Bickel seinen Wohnsitz auf Schrina-Hochrugg und begann mit dem Bau des Paxmals, das er 25 Jahre später vollendete.
Karl Bickel war darauf bedacht, dass sich das Bauwerk harmonisch in die Natur mit der imposanten Bergkulisse einfügte. Deshalb verwendete für den Rohbau Kalksteinquader aus den rückliegenden Wänden des Churfistenmassivs und für die Deckplatten Tessiner Granit. Karl Bickel war Architekt, Bauführer und Bauherr in einer Person. Der berufliche Erfolg als freier Künstler schuf ihm die Voraussetzungen für die Schaffung des Werkes. Eine besondere Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit mit der Abeilung Druck und Wertzeichen der PTT-Generaldirektion in Bern, für die Bickel zahlreiche Briefmarken ge staltete. Als Dank für diese langjährige Anerkennung und Zusammenarbeit schenkte Bickel 1966 das Paxmal der eidgenössischen PTT-Verwaltung.


  
         
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