Berg–Weierste–Ward–Schlurhalde–Ottebärg–Alp–Altismoos– Schloss Berg

Die Seele baumeln lassen am Hang des Ottebärg

Diese Wanderung, oder besser dieser Spaziergang ist Erholung pur. Vom thurgauischen Berg geht es am Hang des Ottebärgs entlang. Stets hat man einen wunderbaren Blick auf das Thurtal. Am Horizont erheben sich die Alpengipfel. Sogar ein Blick auf den Obersee ist im Programm inbegriffen. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
06. Dezember 2012, 09:39
Wer Lust hat, kann den Rundweg beliebig verlängern, bis Weinfelden, bis zum Restaurant Stelzenhof auf dem Ottoberg oder sogar bis nach Kreuzlingen. Wer aber einfach mal die Seele baumeln lassen will, der geniesst mit oder ohne Hund gerade auch im Winter einfach mal die sanfte Thurtallandschaft mit Aussicht. (bor)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Berg, Schloss Berg, Schlossstrasse (Auto) oder Bahnhof Berg (ÖV)
Wanderzeit: circa 1,5 bis 2 Stunden
Weglänge: 5,4 km
Gesamtaufstieg: 150 m
Gesamtabstieg:  150 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, im Winter wasserdicht
Gaststätten: Schlosscafé im Schloss Berg. Diverse Restaurants in Berg.
Parkplätze: am Schloss Berg
Öffentlicher Verkehr: ab Bahnhof Berg Thurbo/SBB
Kartenmaterial: Landeskarte Weinfelden 1:25000 Blatt 1054, Thurgauer Wanderkarte 1:50000
 
1 Diese Genuss-Wanderung startet ab dem Schloss Berg. Wer allerdings per Bahn anreist, der muss den kurzen Weg durchs Dorf zum Schloss etwas früher unter Schusters Rappen nehmen. Der eigentliche Reiz der Rundtour besteht in der Aussicht über das Thurtal und vom Säntis bis zum Bodensee. Der Weg führt am Hang des Ottebärgs entlang und streift auch dessen Gipfel, zu dem allerdings kein bezeichneter Weg führt. Aber bewaldet und damit ohne Aussicht ist er tatsächlich nicht mehr als ein höchster Punkt im Gelände.
Genauso unaufgeregt verläuft eigentlich auch die Geschichte von Berg. Bis ins 18. Jahrhundert war die Geschichte Bergs aufs engste mit dem Schloss, dem Wahrzeichen des Dorfes, verbunden. Von den Schlossherren hing das Wohl der Bevölkerung ab, denn ihnen kam bis 1798 die Gerichtsbarkeit zu. Heute ist das Schloss ein modernes Alters- und Pflegeheim mit gemütlichem Schlosscafé.
Das Dorf Berg selbst wird als Berga erstmals am 4. April 796 in einer Urkunde der Abtei St. Gallen erwähnt. Allerdings vermuten Historiker auch, dass es sich dabei womöglich um das heutige Berg SG handelte. Gesichert ist die 1155 erste urkundliche Erwähnung von Berg im Thurgau. Berg war von Anfang an bis zum Untergang der alten Eidgenossenschaft 1798 ein hochstiftisches Lehen und wurde vom niederen Adel, der oft wechselte, verwaltet.
Die Gegend um Berg herum wurde schon sehr früh besiedelt. Das zeigen stein- und bronzezeitliche Siedlungsreste, welche nördlich von Berg, in Heimenlachen, gefunden wurden.
 
2 Nach dem Schloss Berg biegt der Weg leicht rechts den Hang hinauf ab. An der Kreuzung des kleinen Fahrweges halten wir uns links und gehen Richtung Osten, bis wir rechst am Hang oben den Hof Himmelrich sehen. Den lassen wir rechst liegen und gehen bis zur Wegkreuzung beim Weiler Weierste. Hier folgen wir der kleinen Strasse rechts nach Norden den Hang hinauf.
 
3 Unterhalb des Waldrandes biegt das Strässchen wieder rechts ab und folgt der Höhenlinie. Zwei Wegkreuzungen, deren Pfade nach Norden abbiegen, lassen wir wiederum rechts liegen und durchqueren das Gebiet Ward.
 
4 Schliesslich treffen wir auf die Fahrstrasse. Vor uns unterhalb des Strässchens liegt der Weiler Schlurhalde.
 
5 Den lassen wir aber links liegen und folgen dem Wanderweg Richtung Norden am Waldrand entlang. An der nächsten Abzweigung halten wir uns halb rechts und durchqueren den Wald Weierschwiler Bürgerholz. Hier in der Nähe war bei der grossen Ostschweizer Militärübung «Janus» im Jahr 2005 die «Zitadelle» der mobilen Führungsstaffel der Aufklärer auf 670 Metern Höhe eingerichtet. Immer wieder dient der wenig besiedelte Ottebärg dem Militär auch für kleinere Übungen.
 
6 Zurück auf dem Wanderweg geht es nach Norden. Wenn man den Wald verlässt sieht man schon in der Ferne die schwedische Flagge wehen. Sie signalisiert das Erreichen des einsam gelegenen Weilers Alp. Eigentlich ein guter Platz für eine heimelige Beiz. Hat man Alp geradeaus durchquert, dann beschreibt der Weg einen Bogen entlang auf der Höhe eines Tobels. Schliesslich gelangt man über eine Weide (Brugge) wieder auf den Wanderweg in Richtung Berg.

7 Gemütlich durch den Wald geht es leicht abfallend zurück. Beim Hof Altismoos lässt man den Forst hinter sich und wandert zurück zum Ausgangspunkt Schloss Berg. Der Rundweg eignet sich im übrigen gut für einen Sonntagnachmittagsausflug, gerade im Winter, wenn die Tage kurz sind. Er wird auch, aber nicht übermässig genutzt von Läufern, Nordic-Walkern und Velofahrern. (bor)



 

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