Bischofszell–Waldschenke–Hauptwil–Hauptwiler Weiher–Wilen –Tobelmüli–Lütschwil–Eberschwil–Bischofszell

Die Hauptwiler Weiher – ein Klassiker

Für einen Velofahrer ist es die Tour de France, für einen Skilangläufer der «Engadiner». Für einen Wanderer könnte der Weg rund um die Hauptwiler Weiher der Klassiker sein.
04. April 2013, 09:04
Für einen Velofahrer ist es die Tour de France, für einen Skilangläufer der «Engadiner». Für einen Wanderer könnte der Weg rund um die Hauptwiler Weiher der Klassiker sein. Gerade im Frühjahr, wenn es irgendwann mal zu blühen beginnt, während weiter oben noch der Schnee glitzert, bietet die Schlaufe über den bewaldeten Bischofsbärg, den Hauptwiler Weihern entlang und hinunter zur Sitter reizvolle Kontraste. Die fünf Weiher wurden im 15. Jahrhundert für die Fischzucht vom Bischofszeller Pelagiusstift künstlich angelegt. Sie stehen unter Naturschutz. Schwimmen ist erlaubt, nicht jedoch herumkurven mit Booten. (th)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Bischofszell, Bahnhof Bischofszell Stadt
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 11,8 km
Gesamtaufstieg: 308 m
Gesamtabstieg:  308 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Waldschenke, täglich ab 10 Uhr, Löwen, Hauptwil, 071 420 95 63, Sommerbeizli «Zur Gemütlichkeit», Tobelmüli, 071 422 17 85, diverse in Bischofszell
Parkplätze: Beim Bahnhof Bischofszell Stadt
Öffentlicher Verkehr: Bahnlinie St. Gallen HB – Gossau – Weinfelden – Sulgen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000,Blatt 1074, Bischofszell
 
1 Wer sich in Bischofszell nicht so gut auskennt, stellt vielleicht überrascht fest, dass dieses Städtchen, am Zusammenfluss von Sitter und Thur gelegen, mehr als nur einen Bahnhof hat. Bischofszell Stadt nennt sich jener, der sich am nächsten zur Altstadt befindet. Und dort ist auch unser Ausgangspunkt.
 
2 Bei der Barriere auf der Nordostseite schreiten wir bergwärts, am Restaurant Eisenbahn vorbei, nicht zu übersehen durch den roten Anstrich. Der Wanderweg führt noch ein paar Meter auf dem Trottoir der Hauptstrasse Richtung Gossau entlang. Wie sie eine lange Linkskurve beschreibt, folgen wir dem Wanderweg (Steig) geradeaus hinauf. Auch bei der Kreuzung mit diversen Quartierstrassen folgen wir der Strassenbezeichnung «Steig». An der Verzweigung am Waldrand nun den Wanderweg einschlagen und nicht dem «Abendweg» folgen. Nun sind wir im Wald des Bischofsbärgs angelangt. Auf der Anhöhe dem Wegweiser «Industrielehrpfad» folgen. Verschiedene Wegweiser sind mit «Waldschenke» angeschrieben, auch jene für die Autos. Wer auf dem «Möhringerweg» geht, ist nicht schlecht beraten.
 
3 Am Waldrand taucht die bekannte Waldschenke auf, gelegen auf Bischofszeller Boden. Näher als die Stadt Bischofszell liegt das Dorf Hauptwil, das gleich angrenzt. Die Waldschenke mit Kinderspielplatz lädt zur Rast, sofern man nach gut einer halben Stunde Wanderung schon der Erholung bedarf.
 
4 Von der Waldschenke nimmt man das Kiessträsschen in Richtung Obstplantagen unter die Füsse. Hundert Meter ausserhalb des Waldes heisst es links dem Wanderweg folgen. Etwas weiter zuerst rechts und nach ein paar Metern wieder links abbiegen auf den Gonzenbachweg. Ein schmaler Weg führt nun Richtung Dorf Hauptwil. Der Blick über die weite Fläche bis hin zum Säntis ist überwältigend. In Hauptwil schreiten wir durch den Torturm, der in der Schweiz als einmalig gilt. Gleich daneben liegt das 1664 in nur einem Jahr von der Kaufmannsfamilie Gonzenbach erbaute Schloss. Bei der Kreuzung den Wegweiser «Hauptwiler Weiher» beachten und danach bei der Feuerwehr den ersten der fünf Hauptwiler Weiher auf der linken Seite umwandern.
 
5 Etwas abseits vom Weiher geht es hinauf zu einem bewaldeten Hügel, dann wieder hinunter zum nächsten Weiher. Alle fünf Weiher haben einen eigenen Namen: Hauptwiler Weiher, Gwandweiher, Hoorbacher Weiher, Rüütiweiher und Horber Weiher. Zum Gwandweiher führt eine steile Treppe hinunter. Über einen begrünten Wall wechseln wir auf die rechte Seite des Hoorbacher Weihers. Am Ende dieses Weihers dem Wegweiser Wilen-Gottshaus folgen. Überall gibt es hier Stellen zum Verweilen und Picknicken. Es geht nun etwas weg von den Gewässern wieder einen Weg hinauf. Oben beim Waldrand den Wanderweg mit Velofahrverbot einschlagen. Die beiden letzten Weiher passieren wir ebenfalls auf der rechten Seite.
 
6 Wir sind nun in Wilen angelangt. Vorne an der Autostrasse rechts abbiegen und nach der Käserei die Strasse linker Hand überqueren und auf dem Wanderweg weitergehen.

7 Das Strässlein führt nun ins Tal der Sitter. Im Wald gibt es einen U-Turn, und der malerische Weiler Tobelmüli wird sichtbar.
 
8 Nun folgen wir weiter der geteerten Strasse Richtung Bischofszell. Kurz vor Lütschwil gelangen wir an die Sitter, wo auf einem Park- und Rastplatz der Flusslauf einen Bogen beschreibt. Bei der Brücke vor Lütschwil verlassen wir die Strasse und gehen den Fussweg hinauf Richtung Waldrand. Abwärts geht es nach Eberswil, ehe noch ein Stück Weg bis Bischofszell auf der wenig befahrenen Strasse zurückzulegen ist. Nun streben wir durchs Quartier Stogge und danach dem Bahngeleise entlang dem Ausgangspunkt zu.
 
 

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