Weinfelden–Bussnang–Oberbussnang–Lanterswil–Wuppenau– Hosenruck–Nollen

Der Weg von Weinfelden auf den Nollen ist vermessen

Der Thurgauer Vermessungsweg führt vom Bahnhof Weinfelden bis auf den Nollen bei Wuppenau. 24 Informationstafeln geben Auskunft über das Handwerk der Vermessung.
06. Mai 2015, 16:56
Wer nach 14 Kilometern noch nicht genug hat, kann seinen Füssen auf dem Barfussweg um den Nollen etwas Gutes tun. (chf)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Weinfelden, Nollen
Wanderzeit: 4 Stunden
Weglänge: 14,1 km
Gesamtaufstieg: 752 m
Gesamtabstieg:  419 m
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk
Gaststätten: Weinfelden: Gasthof Eisenbahn (0716221060, So Ruhetag), Jack’s Caf´e (07162210 20); Bussnang: Wirtschaft zur Blumenau (0716200656, Sa Ruhetag); Oberbussnang: Restaurant Rössli (0716222252); Wuppenau: Restaurant Löwen (07194415 58, So Ruhetag); Hosenruck: Restaurant Nollen (07194415 15, Mai–September: Mo Ruhetag; Oktober–April: Mo/Di Ruhetag)
Parkplätze: Bahnhof Weinfelden
Öffentlicher Verkehr: Bahnverbindungen nach Weinfelden ab St.Gallen, Romanshorn, Kreuzlingen, Frauenfeld und Wil; Bus von Hosenruck nach Wil verkehrt mindestens stündlich, sonntagvormittags alle zwei Stunden
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1053 Frauenfeld, Blatt 1054 Weinfelden, Blatt 1073 Wil und Blatt 1074 Bischofszell
 
1 Der Thurgauer Vermessungsweg beginnt auf der Nordseite des Bahnhofs Weinfelden. Die erste von 24 Informationstafeln markiert den Start. Der 14 Kilometer lange Weg ist dem Thema Vermessung gewidmet und wurde 1999 zum 100jährigen Jubiläum des Vermessungsamtes Thurgau eröffnet. Er führt erst durch ein Wohn- und Industriequartier und überquert beim Ganggelisteg die Thur. Gleich links nach der Brücke gibt es eine öffentliche Feuerstelle. Hier trennt sich der Vermessungsweg vom Thurweg und verläuft hinauf nach Bussnang.
 
2 In Bussnang lädt die Wirtschaft zur Blumenau zum Verweilen ein. Aus dem Dorf heraus läuft man unter dem Eisenbahnviadukt hindurch. Ein Feldweg führt hinauf zu einem Aussichtspunkt, von welchem aus sich die Sicht bis nach Weinfelden erstreckt. Danach geht es wieder hinab, vorbei an Obstbäumen zum Weiler Oberbussnang.

3 Das Restaurant Rössli in Oberbussnang ist für etwa sieben Kilometer die letzte Möglichkeit, um einzukehren. Der Weg führt nun ein längeres Stück geradeaus auf einer Teerstrasse. Ab dem Schiessstand geht es auf einer Naturstrasse weiter und in den Wald hinein. Dieses Waldstück mit «Bollensteinen» ist als einzige Wegpassage ungeeignet für Kinderwagen, grundsätzlich aber machbar. Nach Verlassen des Waldes folgt eine Kreuzung, hier wird links abgebogen. Achtung: Dies ist die einzige Abbiegung, welche nicht explizit durch Wegweiser markiert ist. Beim Weiler Neuberg geht es an einer einsamen Strassenlaterne vorbei hoch zum Hof Warth. Danach ist eine Hauptstrasse zu überqueren, es folgt erneut ein schattenspendendes Waldstück. An dessen Ende befindet sich eine Jagdhütte mit Grillstelle, diese ist jedoch nicht öffentlich.
 
4 In Lanterswil angekommen, ist mehr als die Hälfte des Weges geschafft. Wieder geht es vorbei an einem Schiessstand und in ein anschliessendes Waldstück. Die Bäume reiben sich durch den Wind aneinander und geben ein sanftes Quietschgeräusch von sich. Danach wandelt sich die Naturstrasse zu einem gemütlichen Pfad. Der Blick wird frei auf eine Waldlichtung, neben der eine Bank zur Rast einlädt. Von hier aus führt der Weg stetig abwärts, bis in der Talsohle das Dörfchen Wuppenau erreicht ist.
 
5 Wer eine Stärkung vor dem Aufstieg auf den Nollen braucht, kann sich im Dorfmarkt oder im Gasthaus Löwen verpflegen. Nach der Durchquerung des Dorfkerns von Wuppenau geht es beim Pferdehof links den Hügel hinauf. Es folgt der Weiler Grub, von dem aus bei schönem Wetter die Sicht auf den Alpstein frei wird.
 
6 Die letzte Etappe vor dem Ziel führt durch das Dörfchen Hosenruck. Die Stimmung hier mutet an wie in einem Feriendorf. Von hier aus fährt mindestens stündlich ein Bus Richtung Bahnhof Wil. Doch der Abschluss des Vermessungsweges ist noch nicht erreicht.
 
7 Eine Allee führt zum höchsten Punkt der Wanderung: dem Nollen, auch «Rigi des Thurgaus» genannt. Hier steht das Restaurant gleichen Namens. Dahinter ist der Schlusspunkt der Wanderung von weitem zu erkennen: die weisse Vermessungspyramide. Nach 24 Informationstafeln zum Thema Vermessung ist eine Auszeit mit Blick auf Bodensee und Säntis redlich verdient. Wer seinen müden Füssen nun eine Erfrischung bieten will, kann noch den Barfussweg in Angriff nehmen, der sich in drei Varianten um den Nollen herum schlängelt.
 
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