Ebnat-Kappel – Krummenau – Nesslau

Der Thur entlang durchs Energietal Toggenburg

Trempel, Ebnat-Kappel (Marcel Steiner)
06. April 2011, 14:45
Wer meint, der Thurweg führe auf einem ebenen Uferweg von Ebnat-Kappel nach Nesslau, der sieht sich rasch getäuscht. Immer dort, wo die Thur ein paar Meter zur nächsten Talsohle hinunterstürzt, muss der enge Einschnitt umgangen werden. So führt der Wanderweg einige Male ein paar Dutzend Meter hinauf und anschliessend wieder ans Thurufer hinunter. Doch die Müh ist klein, und das Auf und Ab macht die Wanderung abwechslungsreich. Auf zahlreichen Tafeln des Projektes «energietal toggenburg» ist zudem viel Wissenswertes über die Bedeutung der Wasserkraft für die einheimische Energieversorgung zu erfahren.





















Die Wanderung im Überblick

Start: Ebnat-Kappel

Ziel: Nessalu

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 9,4 km

Gesamtaufstieg: 330 m

Gesamtabstieg: 200 m

Ausrüstung: Freizeitschuhe oder Leichtwanderschuhe

Gaststätten:In Ebnat-Kappel, Krummenau und Nesslau

Parkplätze: Beim Bahnhof Ebnat-Kappel

Öffentlicher Verkehr: Mit der Südostbahn nach Ebnat-Kappel

Kartenmaterial:Landeskarten 1:25 000 Blatt 2513 Toggenburg- Walensee oder Blatt 1114 Nesslau
 


1. Ebnat-Kappel, Bahnhof, 630. Beim Hauptwegweiser auf dem Bahnhofplatz dem Wegweiser Richtung Krummenau/Nesslau folgen. Der Thurweg ist mit einem grünen quadratischen Routenfeld mit der Nummer 24 signalisiert. In einer Unterführung geht‘s unter den Gleisen der Südostbahn hindurch, und vor der Brücke zweigt die Route links ab und folgt der Thur aufwärts.

2. Thurau-Mettlen, 632. Auf dem Thurweg geht’s geradeaus weiter.

3. Thurau, 637. Nach 250 Metern auf der Autostrasse zweigt der Wanderweg rechts ab und führt zum Wehr des Wasserkraftwerks Ebnat hinunter. Hier beginnt der Lehrpfad Wasserkraft des «energietals toggenburg», der auf die Bedeutung der heimischen Wasserkraft für die Energieversorgung hinweist. Das Projekt energietal toggenburg will die Energieeffizienz und die Energieproduktion im Toggenburg fördern. Die Mitglieder des 2009 gegründeten Vereins wollen das Toggenburg in 25 Jahren zur energieautarken Region machen.

4. Brandholz Brücke, 657. Der Weg führt weiter flussaufwärts und durchquert auf halbem Weg zum Bahnhof Krummenau ein kleines Hangflachmoor. Dieses ist so direkt an der Thur auf Ebnat-Kappler Boden einzigartig und verfügt über eine vielfältige und abwechslungsreiche Moorvegetation. Flachmoore, zu denen auch die Riedwiesen gehören, zeichnen sich durch ihre spezielle Ökologie aus. Im Gegensatz zu Hochmooren stehen Flachmoore in Kontakt mit mineralhaltigem Grund- und Hangwasser. Dieses ist etwas nährstoffreicher; deshalb ist auch die Vegetation produktiver und vielfältiger als in einem Hochmoor. Kurz vor dem Bahnhof Krummenau führt die Route über eine Treppe dem Druckrohr des Kraftwerks Trempel entlang. Die Wasserkraft wird hier seit 1850 genutzt. 2007 wurde eine Gesamterneuerung durchgeführt. Seither produzieren zwei Francis-Turbinen Strom für 2000 Haushaltungen.

5. Krummenau, Bahnhof, 713. Es geht geradeaus weiter.

6. Krummenau, 713. Dem Wegweiser Nesslau folgen. Bevor das Gleis der Südostbahn die Strasse in einem kleinen Viadukt überquert, führt der Wanderweg rechterhand durch den Campingplatz zur Thur hinunter, die auf einem Steg überquert wird. Nun rücken die Obertoggenburger Gipfel ins Blickfeld, links der Stockberg und der Neuenalpspitz, geradeaus die Churfirsten, rechts der Speer.

7. Bühler Brücke, 742. Die Route führt geradeaus Richtung Nesslau/Stein weiter.

8. Holz an der Thur, 749. Geradeaus weiter thuraufwärts wandern.

9. Punkt 749. Links Richtung Nesslau/Neu St. Johann abbiegen. Nach der Brücke führt die Route rechts auf einen Wiesenpfad.

10. Nesslau, Bahnhof, 759. Über offenes Wiesland wird das Ziel am Bahnhof Nesslau erreicht. Die Südostbahn bringt uns an den Ausgangspunkt in Ebnat-Kappel zurück.

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