Vögelinsegg–Birt–Oberer Horst–Waldegg–Egg–Unterer Brand– Ringelberg–St.Gallen Riethüsli

Der Schlittel-Klassiker

Wanderung vom 21.02.2013 (Julia Nehmiz)
Diese Wanderung ist zwar auch im Sommer schön – richtig herrlich ist sie aber an einem prächtigen Wintertag. Die Landschaft strahlt im weissen Glitzerkleid, schmale Pfade führen durch den Tiefschnee. Bergauf ist mühsame Zieharbeit – vor allem, wenn Kinder auf dem Schlitten sitzen–, bergab geht’s dafür umso schneller.
21. Februar 2013, 08:44
Diese Wanderung ist zwar auch im Sommer schön – richtig herrlich ist sie aber an einem prächtigen Wintertag. Die Landschaft strahlt im weissen Glitzerkleid, schmale Pfade führen durch den Tiefschnee. Bergauf ist mühsame Zieharbeit – vor allem, wenn Kinder auf dem Schlitten sitzen–, bergab geht’s dafür umso schneller. Genügend Beizen liegen am Wegrand, in denen man gemütlich die kalten Finger bei einem heissen Punsch wärmen kann. Und mit etwas Wetterglück kann man ein Panorama vom Bodensee bis zum Säntis geniessen. Die Strecke ist natürlich auch ohne Schlitten machbar – bergab dauert’s dann eben etwas länger. (miz)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: von Vögelinsegg nach St. Gallen Riethüsli
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 288 m
Gesamtabstieg:  490 m
Ausrüstung: Schlitten, festes Schuhwerk
Gaststätten: Birt, Bese-Beiz, 071 344 15 12; Waldegg, Restaurant Waldegg, 071 333 12 30; St.Georgen, Wirtschaft Unterer Brand, 071 222 29 34
Parkplätze: Vögelinsegg; Riethüsli; Waldegg
Öffentlicher Verkehr: mit S12 Vögelinsegg; ab St. Gallen Riethüsli mit Stadtbus 5 oder S11
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1095, Gais
 
1 Die S11 der Appenzeller Bahnen bringt Ausflügler nach Vögelinsegg und bietet eine erste Aussicht auf den Bodensee. In Vögelinsegg ausgestiegen, geht es auf der anderen Strassenseite dem gelben Wanderwegschild nach eine Treppe rauf: «Waldegg» ist bereits angeschrieben. Der Strasse nach links folgend, dann rechts den Berg hinauf. Speicher liegt einem bald zu Füssen, und bei klarer Sicht auch der Bodensee. Nebenan tummeln sich Skifahrer und Snowboarder am Skilift Vögelinsegg.
 
2 Der Weg bergauf zieht sich, wenn man jemanden auf dem Schlitten zieht. Doch bald lockt die Bese-Beiz zu einer ersten Rast. Am oberen Ende des Skilifts werden Ausflügler ab 14 Uhr bewirtet, dienstags und jeden ersten Sonntag im Monat ist die Beiz allerdings geschlossen – im März macht die Wirtin zudem kurz Ferien.
 
3 Wer nicht einkehrt, folgt weiter bergauf den Schildern «Waldegg». Bald führt der Weg in den Wald. Und wenn man Glück hat, ist schon jemand vor einem durch den Tiefschnee gestapft und hat eine Spur gelegt. Hat man im Wald die Wegkreuzung erreicht, so geht es nun erst mal gemütlich geradeaus. Zwischen den Bäumen blitzt der Säntis hervor.
 
4 Dann die erste Schlittelpassage – aber aufgepasst, wer nicht Beat Hefti heisst, sollte ordentlich die Hacken in den Schnee hauen, es geht steil bergab. Die erste Abfahrt endet am Oberen Horst. Von hier sind es laut Wegweiser noch 20 Minuten bis zur Waldegg.
 
5 Nach der Abfahrt ist vor der Abfahrt, jetzt heisst es also Schlitten raufziehen, dafür entschädigt das Alpsteinpanorama. Nach einem kurzen Waldstück folgt schon bald die Abfahrt zur Waldegg, wenn auf der sonnenbeschienenen Strasse noch genügend Schnee liegt.
 
6 Das Restaurant Waldegg bietet die zweite Gelegenheit zur Einkehr, und eine urchige dazu. Im «Schnugge Bock» speist man wie zu Grossmutters Zeiten, anstatt Pommes mit Ketchup gibt es Chäshörnli mit Apfelmus. Wer nicht einkehren mag, kann sich in der Holzofenbäckerei mit Zopf oder Gebäck eindecken. Und ein Besuch bei Ziegen und Schweinen lässt Kinderherzen höher schlagen.
 
7 Von der Waldegg könnte man den direkten Weg nach St.Georgen schlitteln, doch der Umweg über den Eggen-Höhenweg lohnt sich. Leicht bergauf, dann mehr oder weniger eben, geht es durch Wald und über schneebedeckte Wiesen. Aussichtspunkte laden zum Verweilen und Staunen. Das letzte Wegstück bis zum Schäflisegg kann man schlitteln.
 
8 Ab Schäflisegg folgt noch einmal eine rasante Abfahrt – hinunter zum Unteren Brand flitzt man auf der Strasse, man sollte also ein Auge auf den Verkehr haben. Nach rasanter Fahrt landet man im Brandtobel, von dort geht es etwas bergauf durch den Wald – in nur fünf Minuten erreicht man die Wirtschaft Unterer Brand.
 
9 Im Unteren Brand bietet sich die dritte Gelegenheit zur netten Einkehr – ausser donnerstags, da ist Ruhetag. Gestärkt packt man den letzten Aufstieg mit links.
 
10 Der Beschilderung Richtung Riethüsli folgend, geht es an einer Sternwarte vorbei, immer hinauf auf den Ringelberg. Oben angelangt, führt der Weg in den Wald hinein, und dann folgt die letzte Schlittelfahrt. Flott schlittelt man den Weg durch den Wald hinunter, die Bäume flitzen nur so an einem vorbei.
 
11 Wenn die Schlittenfahrt endet, ist auch fast schon die Bushaltestelle Riethüsli erreicht. Aus dem Wald kommend geht es rechts 200 Meter die Strasse hoch, an der Kreuzung links. Oder man steigt in die S11 an der Haltestelle Riethüsli (aus dem Wald kommend nach links durch eine Sackgasse zur Teufener Strasse). Und dann kann man die müden Beine in Bus oder Bahn von sich strecken. (miz)

 
 

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