Heiden – Grub SG – Fünfländerblick – Wienacht Tobel – Rorschach

Den Bodensee immer im Blick

Spätwinterlicher Hochnebel ist zweifellos das falsche Wetter, um von Heiden über den Fünfländerblick an den Bodensee zu wandern. Denn die Tour besticht in erster Linie durch den immer wiederkehrenden Blick auf den Bodensee.
06. März 2014, 09:48
Ein paar Wochen noch, und die Wiesen des Appenzellerlandes werden ergrünen. Dann ist die richtige Zeit, um durch Hügel und Weiler, Wald und Wiese hinunter an den See zu wandern, um dort vielleicht die erste Glace des Jahres zu geniessen. Anstrengend ist der Weg nicht: Nur kurz geht es steil bergauf. Der anschliessende Abstieg erfolgt meist über sanft abfallende Wege und Wiesen. (sch)
 








 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Heiden Post, Bahnhof
Rorschach
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Weglänge: 8,6 km
Gesamtaufstieg: 215 m
Gesamtabstieg:  611 m
Ausrüstung: Trekking- oder Wanderschuhe
Gaststätten: Restaurant Hirschen, Grub SG: 071 891 18 12, Restaurant Treichli, Wienacht Tobel: 071 891 21 61, Schloss-Hotel Wartensee, Rorschacherberg: 071 858 73 73
Parkplätze: Evangelische Kirche Heiden, Kantonales Spital Heiden
Öffentlicher Verkehr: Postauto St.Gallen–Heiden, Zahnradbahn
Kartenmaterial: Landeskarte 1: 25000, Blatt Rorschach
 
1 Die Wanderung beginnt bei der Haltestelle Post Heiden, wo zahlreiche Wanderpfeile den Weg weisen: Demjenigen in Richtung Grub SG, Fünfländerblick, folgen. Der erste Abschnitt der Route führt an Hauptstrassen entlang aus dem Dorf hinaus. Ein erster Panoramablick auf den Bodensee eröffnet sich einem beim Dunant-Denkmal.
 
2 Von hier geht es, immer geradeaus, weiter bis zum Weiler Frauenrüti, wo der Wanderweg rechts abzweigt. Schnuckelige Bauernhäuser prägen das Ortsbild. Wo der Wanderweg wieder aus dem Weiler hinausführt, wird er zum Wiesenweg. An dessen Ende wartet das Tobel des Mattenbachs.
 
3 Mitten in einem Wald aus hohen Tannen ist man nun plötzlich. Der Weg schlängelt sich durch die Schlucht, hinunter zur Brücke über dem Mattenbach. Mit seiner Überquerung landet man im Kanton St.Gallen: Der Bach bildet die Grenze zu Appenzell Ausserrhoden. Vom tiefsten Punkt des Tobels führt der Weg hoch zu einer weiten Wiese.
 
4 Ins st.gallische Grub gelangt man querfeldein. Auf der Hauptstrasse angekommen, führt der Wanderweg nach links, durch den idyllischen Dorfkern. Grub liegt auf 815 Metern über Meer, eingebettet zwischen den bewaldeten Höhenzügen Kaien und Fünfländerblick. Gegen Osten öffnet sich das Tal und gibt bei gutem Wetter den Blick auf den Bodensee frei.
 
5 Beim Gasthaus Hirschen zweigt der Wanderweg rechts ab. Hier bietet sich die Gelegenheit für eine kleine Stärkung vor dem Aufstieg zum Fünfländerblick. Am Dorfausgang zeigt der Wanderpfeil wieder nach rechts: Ein schmaler Kiesweg führt am Waldrand entlang hoch zum Fünfländerblick.
 
6 Auf den letzten Metern steigt der Weg steil an. Dann ist der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Auf dem Hügelkamm angekommen, sticht die kleine «Maria Lourdes Kapelle» ins Auge. Sie wurde 1892 von der frommen Gruberin Klara Bischoff erbaut – als Dank für ihre wiedererlangte Gesundheit nach einer Pilgerreise nach Lourdes.
 
7 Der Fünfländerblick befindet sich rechts von der Kapelle. Hier gibt es eine Feuerstelle und Holzbänke, um den Blick auf den Bodensee und das Rheintal zu geniessen. Wer sich über die fünf Länder den Kopf zerbrochen hat, dem sei gesagt: Bis nach Italien sieht man von den Appenzeller Hügeln nicht: Der Aussichtspunkt verdankt seinen Namen den alten Ländern Vorarlberg, Bayern, Baden und Württemberg. Der Blick ist, ohne Nebel, trotzdem grandios.
 
8 Beim Fünfländerblick führt der Wanderweg weiter geradeaus, Richtung Wienacht. Den flach abfallenden Hügelkamm hinuntersteigend, kommt man dem in Blickrichtung liegenden Bodensee immer näher.
 
9 Aus dem Weiler Unterbilchen führt der Weg links hinaus. Er wird erst zum Kies-, dann zum Wiesenweg, der in einem Wäldchen mündet. Durch dieses geht’s hinunter zu Asylunterkunft Landegg. Gegenüber steigt man die Treppe hinab und gelangt über einen Kiesweg, der an einem Bächli entlangführt, nach Wienacht Tobel.
 
10 Hier führt der Wanderweg durch die Anlage des Hotels Seeblick. Mittendrin zweigt er links ab, steigt kurz an und führt dann dem Hang entlang. Durch Wiese und Wald gelangt man schliesslich zum Schloss-Hotel Wartensee in Rorschacherberg, das mit einer grossen Sonnenterrasse aufwartet. Der Bodensee liegt nun direkt unter einem.
 
11 Kommt man aus der Schlossanlage, biegt man rechts auf die Hauptstrasse ein. Der letzte Kilometer bis zum Rorschacher Hauptbahnhof führt wieder der Strasse entlang. Sie schlängelt sich den Hang hinunter und unter der Autobahnbrücke hindurch.
 
 
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