Unterwasser–Iltios–Dunkelboden–Schwendiseen–Dunkelboden– Oberdorf–Wildhaus

Das singende, klingende Toggenburg

Zwischen Alt St.Johann und Wildhaus stehen entlang eines Panorama-Wanderweges 26 Klangskulpturen. DieKlangweg-Etappe Iltios–Oberdorf ist weder technisch noch konditionell anspruchsvoll und eignet sich auch bestens für Kinder und geländetaugliche Kinderwagen.
06. Juni 2013, 09:31
Zwischen Alt St.Johann und Wildhaus stehen entlang eines Panorama-Wanderweges 26 Klangskulpturen. DieKlangweg-Etappe Iltios–Oberdorf ist weder technisch noch konditionell anspruchsvoll und eignet sich auch bestens für Kinder und geländetaugliche Kinderwagen. Der Klangweg schlängelt sich unterhalb der Churfirsten entlang und bietet nebst dem Spielen und Experimentieren mit der eignen Stimme,mit Geräuschen und Klängen eine schöne Sicht auf Säntis und Schafberg bis nach Vorarlberg. Nach einem knappen Drittel lädt die beinahe luxuriös ausgestattete Grillstelle zum Verweilen ein. (lexi)



 

 

 

 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Unterwasser, Wildhaus
Wanderzeit mit Seilbahn: Reine Wanderzeit 21⁄4 Stunden, Wanderung mit Klangerfahrung 4 Stunden
Weglänge: 8 km
Gesamtaufstieg: 268 m
Gesamtabstieg:  379 m
Ausrüstung: Turnschuhe
Gaststätten: Berggasthaus Iltios, Berggasthaus Oberdorf, Kulturhotel Seegüetli beim Schwendisee
Parkplätze: Talstation Standseilbahn Unterwasser–Iltios
Öffentlicher Verkehr: Mit dem Postauto bis Unterwasser, Post
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1134 Walensee und Blatt 1135 Buchs
 
1 Mit dem Postauto bei der Haltestelle Unterwasser Post angekommen, ist die Klangweg-Etappe Iltios–Oberdorf nicht beschildert. Die Strasse kreuzen und zur Talstation der Iltiosbahn gehen, die nicht zu übersehen ist.
 
2 Die Fahrt mit der Standseilbahn dauert rund sieben Minuten und bringt einen auf 1350 m ü.M. Seit dem 18. Mai fährt sie bei guter Witterung bis zum 1. November täglich von 8.30 bis 17 Uhr. Oben angekommen, können sich die Kinder auf Rutschbahn oder Kletterwand austoben. Um dem Klangweg nach Oberdorf zu folgen, vom Restaurant her gesehen links abbiegen.
 
3 Nach einigen Minuten dem braunen Wegweiser nach rechts auf einen Kiesweg folgen. Bald folgt in einem alten Schopf die erste Toninstallation. Die 160 Saiten der «Klangmühle» sind alle auf den gleichen Ton gestimmt und somit gleichzeitig Spiel- und Resonanzsaiten. Das Halbdunkel in der Scheune, die Spinnweben an den Fenstern und die geheimnisvollen Klänge sorgen für eine fast gespenstische Stimmung. Wieder am Tageslicht, wird man mit dem Blick auf Säntis und Schafberg belohnt.
 
4 Nächster Halt ist beim «Schellenbaum». Auf der Informationstafel zu lesen ist, dass «die Früchte dieser besonderen Baumart frisch zubereitet einen feinen Alphornsalat» ergeben. Die Kuhschellen sind nach der Naturtonleiter gestimmt, die vor allem vom Alphorn her bekannt ist. Durch das Ziehen an den zu den Glocken gehörenden Seilen ein einfaches Kinderlied wie «Alli mini Äntli» spielen zu wollen, nimmt auch für Erwachsene einige Zeit in Anspruch. Durch das Entdecken des inneren Kindes, vergisst man beinahe das beeindruckende Panorama der Vorarlberger Berge zu würdigen.
 
5 Vorbei an den Felslöchern, die als Blas-, Schlag- oder Resonanzinstrumente gespielt werden können, schlängelt sich der Klangweg weiter. Die Wanderung eignet sich bestens für Kinder, ist weder technisch noch konditionell anspruchsvoll. Mit einem geländegängigen Kinderwagen ist er ebenfalls befahrbar.
 
6 Am Eingang eines idyllischen Waldstückes steht das «Heulvelo», auf dem man sich sportlich betätigen muss, um der am oberen Ende angebrachten Röhre Töne zu entlocken. Durch Variieren der Tretgeschwindigkeit verändern sich auch die Töne. Mystisch sind die «Pendelglocken», ein überdimensioniertes Windspiel, das sich zwischen den grünen Baumwipfeln versteckt.
 
7 Kurze Zeit später weisen flinke Eichhörnchen, majestätische Adler, grimmige Bären und kauzige Eulen –allesamt aus Baumstämmen geschnitzt– den Weg zum Rastplatz. Hier befinden sich zwei Feuerstellen, eine davon mit Rost. Neben den Holztischen und -bänken sind im überdachten Schöpfli Holz und Zeitungen zum Anfeuern vorhanden; einige Meter unterhalb steht ein Toi-Toi-WC.
 
8 Vom Dunkelboden aus führt der Weg talwärts in Richtung Schwendiseen. Die Erweiterung mit fünf Klanginstallationen wurde erst dieses Jahr realisiert. Die reine Wanderzeit beträgt eine halbe Stunde. Zurück beim Dunkelboden, folgt auf dem alten Toggenburger Höhenweg ein kurzer Anstieg und eine umso schönere Aussicht auf die Schwendiseen, je höher man kommt. Der Seen-Rundweg ist optional.
 
9 Vorbei an rauschenden Bächlein und farbigen Wiesen gelangt man zum «Treibjagdhorn». Der Erwachsene zögert und überlegt sich, wie viele Menschen wohl schon ihre Lippen am Mundstück hatten. Das innere Kind gewinnt jedoch erneut und es wird solange lautlos gepustet, bis den stählernen Schläuchen ein scheuer Ton entweicht.
 
10 Dem Weg bis zum Berggasthaus Oberdorf folgen. Von dort bringen einen Füsse oder Sesselbahn zurück ins Tal nach Wildhaus.
 

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