Beggingen–Luckenhalde–Hasenbuck–Zelgi–Randenturm–Schlossranden– Strickhof–Beggingen

Blicke in die Ferne und Fossilien in der Nähe

Es lohnt sich immer wieder, auch die Landschaft der Nachbarschaft unter die Wanderschuhe zu nehmen. Das Schaffhauserland mit seinen Aussichtstürmen bietet sich da an. Eine abwechslungsreiche Rundwanderung führt von Beggingen zum Randenturm mit seiner prächtigen Aussicht und wieder zurück nach Beggingen.
15. April 2015, 16:29
Aber Achtung, was bis zum Randenturm und der Ruine Burg Randen noch eine angenehme Tour ist mit Grillstellen und Pausenplätzen, die zum Rasten einladen, wird auf dem Rückweg zu einem schmalen steilen Pfad. Allerdings kann man am Wegrand immer wieder Fossilien finden. Auch dafür ist die Gegend bekannt. (bor)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Beggingen
Wanderzeit: 4 Stunden, Kinderwagen ungeeignet.
Weglänge: 12 km
Gesamtaufstieg: 472 m
Gesamtabstieg:  473 m
Ausrüstung: Trekking- oder Wanderschuhe
Gaststätten: Beggingen, Gasthaus Sonne, Telefon: 052 680 15 53, Waldwirtschaft Schlossranden beim Randenturm, Telefon: 079 933 04 78, geöffnet von Frühjahr bis Herbst.
Parkplätze: Beggingen, Dorfzentrum
Öffentlicher Verkehr: Bus, Linie 21
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1011, Blatt 1031, Schaffhausen 405T
 
1 Es lohnt sich, den Blick auf die Karte in Richtung Nordostschweiz zu werfen. Das Schaffhauserland bietet eine Fülle von interessanten Ausflügen. Gleich vier Aussichtstürme haben ihm auch den Spitznamen Turmland eingebracht. Eine Rundtour startet im Dorf Beggingen, das mit seinen 500 Einwohnern nur wenige Minuten von Schaffhausen entfernt liegt. Start und Ziel ist der Dorfplatz. Hier befindet sich nicht nur das Gasthaus Sonne, sondern auch eine öffentliche Kneipp-Gesundheitsanlage für die Arme, aufgestellt vom Kneipp-Verein Schaffhausen.
 
2 Der Weg folgt dem Wegweiser Luckenhalde. Am Dorfausgang steigt der Pfad an und quert einen Grashang. Ein ideales Gebiet für Drachen- und Segelflieger. Der Startplatz Lucken verfügt über eine Rampe. Hier herrscht an warmen Tagen mit Aufwind ein rechter Flugbetrieb.

3 Die Wanderung, die als Familienwanderung nur dann taugt, wenn der steile, teils ausgesetzte Abstieg vom Randenturm nach Strickhof oder die noch steilere Abkürzung direkt nach Beggingen berücksichtigt wird, bietet allerdings unterwegs viel an Unterhaltung. Immer wieder hört man neben dem Weg ein Klopfen von Stahl auf Stein. Dabei handelt es sich um Fossiliensucher, die im Kalkstein und an den sogenannten Aufschlüssen nach versteinerten Meerestieren und -pflanzen aus grauer Vorzeit suchen. Nicht selten wird man auch selbst fündig. Bei der Abzweigung zur Hasenbuckhütte des SAC kann man seine Schätze am Grillplatz bei einem Picknick bewundern. Gleich hinter dem Grillplatz befindet sich die Bienenköniginnen-Belegstelle Hasenbuck. Die Schaffhauser Imker sind sehr aktiv und bieten Personen und Gruppen, die sich für Bienen interessieren, die Möglichkeit an, einen Lehrbienenstand zu besuchen. Die Welt der Bienen wird so aus nächster Nähe erlebt. Ausserdem wird das Imkerhandwerk erklärt (Infos im Internet: www.bienen-sh.ch).
 
4 Mit der Zeit wird klar, warum im Schaffhauserland Aussichtstürme gebaut werden. Die Hügel der Randenlandschaft sind vielfach dicht von Wald bedeckt, was die Aussicht trübt. Doch immer wieder öffnet sich auch der Blick über die Vulkanlandschaft bis hin zum Hohentwiel oder weiter zum Säntismassiv. Im 19. Jahrhundert ist fast so etwas wie ein Wettbewerb im Turmbau entstanden. «Jede grössere Gemeinde, die etwas auf sich hielt, baute einen Turm», sagt Lokalhistoriker Willi Bächthold. Bevor aber der diesmal anvisierte Randenturm erreicht wird, tritt man aus dem Wald heraus zur Spielwiese Zelgli mit Feuerstelle. Wer diese und dann den Randenturm einfach und mit Kinderwagen erwandern will, kann den Parkplatz Mäserich anfahren, der von Hemmental aus erreicht werden kann. Immer wieder trifft man unterwegs auf den Schaffhauser Dichterpfad.
 
5 Der Höhepunkt im eigentlichen Sinne ist schliesslich der Schleitheimer Randenturm (896 Meter). Die Aussicht von oben ist atemberaubend, wenn das Wetter mitmacht. Der Turm steht direkt auf der Ruine Randenburg. Die Randenburg wurde um 1175 erbaut und im 15. Jahrhundert wieder verlassen. Sie steht hoch über Schleitheim auf einem Felssporn des Schlossrandens, der auf drei Seiten steil abfällt. Vor der Burgruine, von der nicht mehr viel zu sehen ist, befindet sich eine gemütliche Waldschenke.
 
6 Der Rückweg nach Beggingen führt entweder sehr steil direkt ins Dorf oder etwas weniger steil, dafür aber länger, über den Strickhof.
 
7 Am Ortseingang von Beggingen grüssen Lamas und andere Neuweltkameliden.
 
8 Durch das Dorf wandert man nun der Hauptstrasse entlang wieder ins Dorfzentrum zurück. (bor)
 
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