Parkplatz und Haltestelle Säga Triesen–Lawenaröfi und Lawenatobel– Balzers–Säga Triesen

Besuch bei den Brennern und Tobelhockern

Die Wanderung von Säga Triesen nach Balzers und zurück ist für alle vier Jahreszeiten geeignet. Von Frühjahr bis Herbst können Familien auch einen Abstecher von Säga zum Robinson-Spielplatz Triesen machen.
14. Januar 2015, 17:02
Vom Parkplatz führt der Weg in den Wald zunächst am Lawenakraftwerk und -museum vorbei zum sagenumwobenen Lawenatobel. Hier müssen bis zum Jüngsten Gericht die Seelen und die Nachfahren derer, die angebliche Hexen ausgeliefert haben, an Steinen verharren. Am Fuss der Mittagspitze geht es weiter zum Wäldle und nach Balzers. Entlang der Wiesen führt der Weg dann zurück wieder zum Ausgangspunkt. (bor)

 

 




 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Säga Triesen
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 7 km
Gesamtaufstieg: 210 m
Gesamtabstieg:  210 m
Ausrüstung: gutes Schuhwerk
Gaststätten: Triesen, Restaurant Alte Eiche, Di bis Fr 9.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 22.30 Uhr. Wochenende: 9.30 bis 22 Uhr durchgehend, Mo Ruhetag. Tel 00423 392 26 86, diverse Cafés und Restaurants in Balzers.
Parkplätze: Triesen Säga oder beim Lawenakraftwerk
Öffentlicher Verkehr: Liechtensteinmobil, Linie 11, Haltestelle Säga Triesen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000; Blatt 1155 Sargans
 
1 Die Wanderung von Säga Triesen nach Balzers und zurück ist für das ganze Jahr geeignet. In der Saison von Frühjahr bis Herbst ist der nahe dem Ausgangspunkt gelegene Robinson-Spielplatz Triesen ein beliebter Abstecher.
 
2 Wir folgen dem Weg zum Campingplatz mit dem Restaurant Alte Eiche zum Lawenakraftwerk (LKW). Hier gibt es auch ein kleines interessantes Museum für dessen Besuch man sich anmelden muss. (Tel 00423 23 60 11; E-mail: museumlawenaylkw.li). Das Museum befindet sich im hinteren Bereich des Kraftwerks Lawena mit einem eigenen Eingang. Es ist in drei Stockwerke aufgeteilt. Im Erdgeschoss ist die Empfangshalle (Vortragsraum), in welcher Filme vorgeführt, Sitzungen oder Podiumsdiskussionen sowie Ap´eros durchgeführt werden können. Auf der gleichen Ebene befindet sich auch die Kraftwerkzentrale Lawena, wo der Generator und die Schaltanlage aus dem Jahre 1926 besichtigt werden können. Im zweiten und im dritten Stockwerk ist eine Themenausstellung über elektrische Haushaltsgeräte und eine Sonderausstellung zu elektrischen Messgeräten untergebracht. Die Exponate reichen von 1910 bis in die heutige Zeit. Diese Themenausstellung befasst sich unter anderem mit der Geschichte der Bügeleisen, dem Kochherd, Waschmaschinen, Heizgeräten und Staubsaugern. Im dritten Stock ist auch eine Sonderausstellung über elektrische Messgeräte eingerichtet. Das Museum wird durch den Verein Pro Lawena Museum geführt. Campingplatz und Alte Eiche gehören zum ursprünglich bäuerlichen Anwesen mit dem Elternhaus des Triesner Unternehmers Engelbert Schurte. Sein Vater Otto und seine Mutter Maria Schurte haben vor 40 Jahren den damals ersten grossen Campingplatz in Liechtenstein gegründet.

3 Noch weiter zurück als die elektrische Energiegewinnung reichen die Sagen und Geschichten um den Lawenatobel. Noch heute redet man nicht gerne über Tobelhocker und Brenner. Schliesslich sind davon immer noch einige einheimische Familien betroffen. In Triesen erzählt man sich nämlich, dass die Tobelhocker aus dem Dorf zuerst ins Badtobel verbannt geworden sind. Da es aber die Triesner so nahe am Dorfe nicht mehr aushalten konnten, baten sie einen frommen Kapuziner, er solle sie vertreiben. Der fromme Mann kam und bannte sie hinaus ins Lawenatobel. Es soll eine schwere Arbeit gewesen sein, aber schliesslich war sie doch getan. Und seither ist das Lawenatobel der Ort, an dem sich die Tobelhocker aufhalten und zwar bis zum Jüngsten Gericht. Tobelhocker, auch Brenner genannt, sind nach Überlieferungen aus der Hexenverfolgungszeit jene Einwohner verschiedener Familien von Triesen und Triesenberg, welche durch eine wahrscheinlich einzigartige Umkehr der Hexenverfolgungsmotive symbolisch geächtet wurden. Die Seelen der Menschen, die die angeblichen Hexen angezeigt hatten, wurden tief in das Lawenatobel zwischen Triesen und Balzers verbannt. Die Brenner und Tobelhocker mussten im Lawenatobel auf Steinen an einem grossen Steintisch sitzen und in einer Steinhöhle schlafen, da ihr Herz auch hart wie Stein gewesen ist. (https://www.historicum. net/no.cache/persistent/artikel/ 1106/). Vorbei an den Gedenkstätten von Verunglückten verlässt man den unheimlichen und morbiden Ort.
 
4 Am Waldrand Runkeletsch öffnet sich der Blick auf das Rheintal und die Berge der gegenüberliegenden Schweiz.
 
5 Steil führt der Pfad unterhalb der Mittagspitze durchs Wäldle.
 
6 Schliesslich ist Balzers erreicht. Vorbei an modernen Unternehmen und dem Caf´e Dancing Roxy führt der Weg wieder zurück.
 
7 Über flache artenreiche Wiesen erreicht man schliesslich wieder den Ausgangsort.
 
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