Brülisau–Schwendibach–Weissbad–Sonne–Sittertal–Hauptgasse Appenzell–Bahnhof Appenzell

Berauscht von Brülisau nach Appenzell

Die einfache Wanderung von Brülisau nach Appenzell ist zwar auf dem ersten Abschnitt nicht Kinderwagen tauglich, aber dennoch familienfreundlich.
27. September 2012, 08:20
Das Rauschen und Gurgeln des Brüelbachs und der Sitter prägen die Route ebenso wie die zahlreichen Stege und Brücken, die passiert werden. Unterwegs gibt es mehrere gut ausgestattete Feuerstellen und einen Spielplatz. Der Themenweg «Der Natur auf der Spur» lädt ein, Kleinstlebewesen zu entdecken oder Steinmannli zu bauen. Beim Hotel Hof Weissbad bietet sich ein Rundgang durch den Kräutergarten an, und zuletzt lädt die Hauptgasse in Appenzell zu einem Bummel.
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start: Talstation Brülisau
Ziel: Bahnhof Appenzell
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 7,7 km
Gesamtaufstieg: 150 m
Gesamtabstieg: 289 m
Ausrüstung: Trekkingschuhe
Gaststätten: Weissbad, Hotel Belvedere, 0717991106 (Mi und Do zu). Weissbad, Restaurant Loosmühle, 0717991113 (Mi bis So ganzer Tag und Mo bis 11.30 Uhr offen). Weissbad, Pizzeria Alpenhof, 0717970240 (Do zu).
Parkplätze: Talstation Brülisau
Öffentlicher Verkehr: Appenzeller Bahnen und Postauto bis Brülisau.
Kartenmaterial: Wanderkarte Appenzellerland 1:25000
 
1 Kurz nach der Kirche Brülisau liegt rechts der Hauptstrasse der Ausgangspunkt des Wanderweges «Der Natur auf der Spur». Informationstafeln am Wegrand laden ein, sich Gedanken zur Umgebung zu machen, zu spielen oder spannende Naturthemen zu entdecken. So wird die Wanderung für gross und klein zum Erlebnis. Beim Trainingstrail des Rad- und Mountainbikeclubs Appenzell gibt es am Horstbach eine Feuerstelle. Wenige Schritte weiter mündet der Brüelbach, dem wir bis Weissbad folgen. Der Pfad schlängelt sich durch den Wald, mal direkt dem Ufer entlang, mal oberhalb des Bachlaufs. Dank Stegen und Brücken wandert es sich bequem. Erste bunte Blätter deuten an, wie farbenprächtig das Laub von Weiden, Erlen, Bergahorn und Eschen im Herbst sein wird. Bald führt der Pfad den Waldrand entlang: Im Hintergrund türmt sich die Felswand der Alp Sigel. Die einzige stotzige Steigung ist nach knapp 70 Tritten überwunden – und oben gibt es erst noch ein Bänklein. Wer eine Pause braucht, sollte dennoch weiterwandern, denn hinter der nächsten Biegung lädt eine Bank mit Panoramablick vom Kamor bis hin zur Ebenalp zur Rast. Dazu rauscht weit unten im Chlustobel der Brüelbach. Über der nächsten Feuerstelle wacht eine kleine, weisse Madonna. Dann sind die ersten Häuser von Weissbad erreicht. Links erheben sich die Ebenalp und der Schäfler. Beim Hotel Belvedere geht es kurz der Strasse entlang.
 
2 Im Tal werden die Gleise der Appenzeller Bahnen und der Schwendibach überquert. Der Wegweiser zeigt Richtung Sonnenhalb, Unterrain und Appenzell. Der Hauptstrasse entlang geht es durch Weissbad. Beim Hotel Hof Weissbad schlendern wir durch eine Oase: Im öffentlich zugänglichen Garten gedeihen gegen 80 Heil-, Gewürz- und Küchenkräuter. Die Gastgeber verstehen die Anlage als Begegnungsort. Mit Lavendelduft in der Nase geht es auf dem «Kapellenweg » weiter Richtung Steinegg und Appenzell.
 
3 Nach dem Tennisplatz folgt der nächste Wegweiser. Wir überqueren den Wissbach und zweigen gleich nach der Brücke rechts ab. Der Weg führt nun über die Wiese in der Oberau. Hinter dem Wäldchen vereint sich der Wissbach mit den Wassern des Schwendi- und des Brüelbachs. Fortan fliesst das Gewässer unter dem Namen Sitter weiter.
 
4 Über eine Brücke gelangen wir ans andere Ufer des Flusses, wo wir uns nach links wenden und einige Meter zwischen Fluss und Strasse Richtung Forren wandern. Bald führt der Uferweg in den Wald und zum Waldspielplatz «Rapunzel» mit Feuerstellen. Der Weg schlängelt sich zwischen den Bäumen hindurch zur gedeckten Holzbrücke, die die Bezirke Rüte und Schwende verbindet. Unmittelbar dahinter zweigt der Weg rechts ab. Kurz vor dem Sittertal liegt ein weiterer Rastplatz mit zwei Feuerstellen.
 
5 Das Sittertal mit Strasse, Eisenbahnbrücke, Bahnübergang und Kapelle ist ein Knotenpunkt. Ehe der Wanderweg die Gleise überquert, geht es ein kleines Stück zurück Richtung Steinegg. Dann folgt der Sitterweg dem rechten Ufer. Die Blicke schweifen in die Ferne, wo auf einem markanten Hügel die Ruine der Burg Clanx thront. Zur Rechten steht in der Bleichi das stattliche Gebäude einer ehemaligen Mühle. Beim Werkhof Appenzell halten wir uns links, folgen der Sitter und erblicken bald die Kirche St. Mauritius von Appenzell. Wer mag, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und befolgt beim Kneippbrunnen die Anweisungen.
 
6 Wir schlendern durch die Hauptgasse von Appenzell. Hier locken eine Stärkung in einer Gaststätte oder ein Bummel durch die Läden.

7 Schliesslich marschieren wir über den Schmäuslemarkt und vorbei am ehemaligen Kloster zum Bahnhof.



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