Heiden – Kaien – Rütegg – (St.Anton) – Oberegg – Löchli – Heiden

Bequem wandern überm Bodensee

Es sind drei Gründe, die den Kaien und die Wanderregion zwischen Heiden und Oberegg so beliebt machen. Erstens: die phantastische Seesicht. (Katja Fischer)
Es sind drei Gründe, die den Kaien und die Wanderregion zwischen Heiden und Oberegg so beliebt machen. Erstens: die phantastische Seesicht.
16. August 2012, 05:00
Zweitens: Die Tour kann überall begonnen, überall beendet und beliebig um eine Steigung erweitert werden. Drittens: Die Beschilderung des Gesundheitswegs, wie die Tour auf Tourismusdeutsch heisst, ist perfekt. Die Wanderkarte können Sie also getrost zu Hause lassen. Dass es auf dem Weg mehr als nur eine empfehlenswerte Beiz gibt, rundet die Sache schön ab. Kurz: Mit einer Wanderung rund um den Kaien, am besten mit Kind und Kegel, können Sie so schnell nichts falsch machen.
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Heiden
Wanderzeit: 2 oder 31⁄2 Stunden (mit oder ohne Postauto)
Weglänge: 6 1⁄2 oder 10 km
Gesamtaufstieg: 397 m oder 200 m
Gesamtabstieg: 397 m
Ausrüstung: Trekkingschuhe
Gaststätten: Am Kaien, Restaurant Rössli, 071 870 00 57, Mi geschlossen Oberegg, Wirtschaft Rütegg, 071 888 15 56, Di, Mi, Do geschlossen Heiden, Hotel Genossenschaft Linde, 071 898 34 00
Parkplätze: Heiden, Kirchplatz
Öffentlicher Verkehr: Postauto Heiden–St. Gallen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1075 und 1095
 
Nach Heiden kommen Nicht-Heidener mit der Bergbahn (im Sommer mit Frischluft-Aussichtsabteil) ab Rorschach oder mit dem Postauto ab St. Gallen (Linien 120 oder 121). Oder auch mit dem Auto, das man bequem und sonntags gebührenfrei hinter der Kirche abstellen kann. Ambitionierte beginnen die Wanderung schon in Heiden. Bummeln ein wenig durch das schöne Biedermeierdorf, bis sie bei der Skiliftstation die grünen Täfelchen des Gesundheitswegs entdecken. Diese führen entlang des plätschernden Gstaldenbaches innerhalb einer knappen Stunde via Heilbad Unterrechstein auf den Kaien. Alle anderen warten vor der Post in Heiden auf das Postauto und lassen sich innert weniger Minuten bequem auf den Kaien chauffieren.
 
Gleich hinter dem Gasthaus Rössli (mehr als «nur» eine Ausflugsbeiz) führt der grüne Wegweiser auf ein schmales Strässchen, aus dem hinter dem nächsten Gehöft ein Trampelpfad wird. Es folgt ein kleiner Aufstieg zur Langenegg. Die Hinweistafel rät einem dringend, auf diesem Wegstück barfuss zu wandern. Schon Kneipp hätte darauf geschworen – zur Abhärtung am besten bei Tau. Wir verzichten darauf und durchwandern gut beschuht die typische Appenzeller Hügellandschaft.
 
3 Beim Weiler Krönli biegt der Weg ein erstes Mal in den Wald ein. Dessen kühlender Schatten ist im Sommer eine Wohltat. Der Weg führt aber so am Waldrand entlang, dass die phantastische Aussicht auf Heiden, mit markantem Kirchturm im Vordergrund und dem Bodensee im Hintergrund, erhalten bleibt.
 
4 Bei der nächsten Wegkreuzung kurz vor Rütegg haben wir schon wieder die Qual der Wahl. Sollen wir doch noch hurtig den St.Anton erklimmen? Eine Stunde und rund 100 Höhenmeter müssten wir dafür einrechnen. Bei unstetigem Wetter empfiehlt sich auch die Abkürzung Richtung Rutlen, so umläuft man zwar das Dorf Oberegg, ist aber auch bedeutend schneller wieder in Heiden. 
Wir entscheiden uns für die klassische Variante und schlagen – immer den grünen Wegweisern folgend – einige schöne Hacken durch den Holzerswald. Dabei lernen wir an den Schautafeln des Gesundheitswegs allerlei Wissenswertes über Blutegel, Hagebutte und Lindenblüte.
 
Vor Oberegg führt das Weglein aus dem Wald hinaus und gibt den Blick frei auf Einfamilienhäuser und Kirchturm. Im Hintergrund glitzert nun nicht mehr der See, sondern breitet sich das Rheintal aus. Ist die Hauptstrasse in Oberegg erreicht, ist es ratsam, sofort scharf links abzubiegen und in die nächste Quartierstrasse rechts wieder einzubiegen. So kann man die Hauptstrasse elegant umlaufen, allerdings kreuzt man so auch kein Restaurant.
 
6 Ab Rutlen, einem Ortsteil von Oberegg, müssen wir einige hundert Meter entlang der Hauptstrasse Richtung Heiden marschieren. Kurz nach dem Restaurant Riethof in gleichnamigen Weiler führt der Weg dann links ab in den Wald.

Nach einem schönen Waldstück führt der Weg zum Löchli, an einem neu angelegten Weiher und einer Wassertrete vorbei. Beides lohnt einen Halt. Kinder verweilen beim Beobachten von allerlei Weiher- Lebewesen, und die Erwachsenen ziehen Schuhe und Strümpfe aus, um nach Kneipp’scher Anleitung die Füsse zu kühlen.

8 Über Langmoos nähern wir uns wieder Heiden zu. Von den neuen Einfamilienhäusern am Ortsrand wandern wir zu den alten Biedermeierhäusern im Ortskern. Dort warten allerlei Gastronomiebetriebe auf die durstigen und hungrigen Wandersleut. Wer noch Schnauf hat, kann den Heidener Kirchturm besteigen oder sich im Museum, zu Ehren des Roten-Kreuz-Gründers Henry Dunant, umschauen.

  • Es sind drei Gründe, die den Kaien und die Wanderregion zwischen Heiden und Oberegg so beliebt machen. Erstens: die phantastische Seesicht.
  • Es sind drei Gründe, die den Kaien und die Wanderregion zwischen Heiden und Oberegg so beliebt machen. Erstens: die phantastische Seesicht.
  • Es sind drei Gründe, die den Kaien und die Wanderregion zwischen Heiden und Oberegg so beliebt machen. Erstens: die phantastische Seesicht.

(Bilder: Katja Fischer)



 
 
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