Amden – Strichboden – um den Mattstock herum – Oberchäseren – Speer – Bütz – Wolzenalp – Rietbach – Krummenau

Aufstieg zum höchsten Nagelfluhberg

Mit der Sesselbahn geht es vonAmden hoch zum Strichboden, von dort führt ein angenehmer Weg rechts um den Mattstock und gewährt einen ungewohnten Ausblick auf den Säntis.
15. August 2013, 09:37
Mit der Sesselbahn geht es von Amden hoch zum Strichboden, von dort führt ein angenehmer Weg rechts um den Mattstock und gewährt einen ungewohnten Ausblick auf den Säntis. Der Pfad wird langsam steiler und führt zur Alp Oberchäseren, wo man sich vor dem Aufstieg stärken kann. Das Ziel – den Speer – hat man vonnun an praktisch immer vor Augen. DerWeg führt anKühen und Pferden vorbei, man hört die Murmeli pfeifen, und der Aufstieg zum höchsten Nagelfluhberg Europas wird immer strenger. Doch oben angekommen, belohnt das wunderschöne Panorama alleMühen. Vonnun an geht es bergab, und zwar bis nach Krummenau. (kar)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Amden, Krummenau
Wanderzeit: 7 Stunden
Weglänge: 18,9 km
Gesamtaufstieg: 1347 m
Gesamtabstieg:  1563 m
Ausrüstung: Gute Wanderschuhe, viel Wasser, Proviant
Gaststätten: Alp Oberchäseren, 055 611 11 71, Bergrest. Wolzenalp Rietbach 071 994 11 81
Parkplätze: In Amden wie Krummenau vorhanden
Öffentlicher Verkehr: Von Wattwil mit dem Zug nach Uznach, von dort mit dem Zug nach Ziegelbrücke, dann mit dem Bus nach Amden
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1114 Nesslau, 1134 Walensee
 
1 Für diese Wanderung plant man genügend Zeit ein, und so geht es früh morgens mit dem Zug ab St. Gallen nach Wattwil. Normalerweise würde dieser weiter bis nach Uznach fahren, wegen einer Tunnelsanierung übernimmt ein Bus vorübergehend die Strecke. Danach steigt man wieder in den Zug, fährt nach Ziegelbrücke und steigt dort in einen – an diesem Tag völlig überbelegten – Bus nach Amden.
 
2 Dort geht man bei der Haltestelle Post raus und gelangt dann in wenigen Minuten zur Sesselbahn Mattstock. In gemütlichem Tempo fährt man hoch und kann – noch ohne Eigenleistung – eine traumhafte Aussicht geniessen.
 
3 Beim Strichboden angekommen, beginnt die Wanderung ganz flach und führt rechts um den Mattstock herum. Auf dem von Grün umgebenen Weg kommt man in den Genuss einer ungewohnten Aussicht auf den Säntis.
 
4 Langsam wird der Pfad schmaler und steiler. Der Blick fällt auf die beeindruckenden Nagelfluh-Berge, und dann und wann hört man sogar die Murmeli pfeifen. Eine erste wohlverdiente Rast kann man sich in der Alp Oberchäseren gönnen. Das Lokal mit schöner Terrasse bietet Spezialitäten wie Älplermagronen, Meringue oder den Granaten-Kafi. Sogar die Kleinsten helfen im Familienbetrieb mit und servieren den Wanderern ihre Bestellungen. In der Alp, die an Weesen, Amden, Nesslau und Schänis angrenzt, könnte man sogar übernachten. Doch daran ist jetzt nicht zu denken. Der Speer kommt immer näher, der Gipfel des höchsten Nagelfluhbergs Europas ruft, und so bricht man gestärkt wieder auf.
 
5 Das Tagesziel Speer hat man von nun an praktisch immer vor Augen. Doch noch einige Schweissperlen müssen vergossen werden. Man geht an Kühen und Pferden vorbei, und der Aufstieg wird immer steiler und steiniger. Einige Schneefelder erschweren den Aufstieg dann noch zusätzlich.
 
6 Hat man die letzten anstrengenden Meter hinter sich gebracht – sie führen mehr oder weniger gerade zum Gipfel hinauf –, darf man sich auf dem Speer auf eines der Bänkli setzen und die phänomenale Aussicht geniessen. In Richtung Westen sieht man über die Linthebene den Zürichsee, nach Osten zeigt sich der Säntis, und im Süden sind die Glarneralpen zu sehen. Manchmal sollen sogar Steinböcke auf dem 1950 Meter hohen, alles überragenden Berg zugegen sein. Bei klarem Wetter kann man vom höchsten Nagelfluhberg Europas bis zum Bodensee sehen und entdeckt die Dampfwolke des Kernkraftwerks Gösgen. Wer sich sattgesehen hat, kann sich im Gipfelbuch eintragen und seine Bewunderung oder seine Eindrücke kundtun.
 
7 Irgendwann will man dann weiter, und so folgt der Abstieg, der anfangs noch identisch mit dem Aufstieg ist und dementsprechend steil ausfällt. Dem Wegweiser folgt man dann hinunter zur Alp Bütz.
 
8 Von dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Krummenau und gelangt dann zum Bergrestaurant Wolzenalp mit grosser Sonnenterrasse. Dort kann man einkehren oder barfuss über den Moorweg gehen.
 
9 Von hier geht es weiter zur Bergstation der Sesselbahn Rietbach. Ist man vor 17 Uhr da, kann man mit der Sesselbahn nach Krummenau fahren. Ist man allerdings zu spät, muss man das letzte Stück zu Fuss zurücklegen. Dieser Weg führt ziemlich exakt der Seilbahnstrecke entlang, und die letzten Meter haben es nach dem anstrengenden, aber eindrücklichen Tag in sich, weshalb man schimpfend beschliesst, nächstes Mal die Fahrtzeiten im Vorfeld nachzuschauen.
 
10 Irgendwann ist auch das letzte Stück geschafft, und man erreicht den Bahnhof von Krummenau. Dort kann man sich entweder im Restaurant oder am Selecta-Automaten für die Strapazen belohnen.
 

 
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