Weesen–Stralegg-Vorderbetlis-Rinquelle–Seerenwald-Tscherüti– Quinten

Auf der Sonnenseite des Walensees

Diese Ostschweizer Wanderung vonWeesen nach Quinten erinnert an Ferien im Süden: Auf der Sonnenseite des Walenseeufers wachsen Palmen und reifen nebst Weintrauben auch Feigen und Kiwis.
25. Juli 2013, 09:44
Diese Ostschweizer Wanderung von Weesen nach Quinten erinnert an Ferien im Süden: Auf der Sonnenseite des Walenseeufers wachsen Palmen und reifen nebst Weintrauben auch Feigen und Kiwis. Der Weg führt erst flach am See entlang, steigt dann leicht an. Etwa in der Hälfte lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Aussichtsplattformbei der Rinquelle: Einer der Seerenbachfälle ist mit 305 MeternFallhöhe der höchste Wasserfall der Schweiz. Der Zielort Quinten kann nur zuFuss oder über den See erreicht werden –Autoverkehr gibt es in dem kleinen Dörfchen nicht. Zurück zum AusgangsortWeesen geht’s denn auch per Schiff. (lem)



 

 


 

 

Die Wanderung im Überblick

Start: Weesen
Ziel: Quinten
Wanderzeit: ca. 3,5 Stunden
Weglänge: 10,5 km
Gesamtaufstieg: 710 m
Gesamtabstieg:  711 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Weesen: Restaurant Burg Strahlegg, Telefon 055 611 11 82; Quinten: Restaurant Seehus, Telefon 081 738 16 64; Wirtschaft zur Schifflände, Telefon 081 738 14 60; Weinkeller Alte Post, Telefon 079 207 51 19
Parkplätze: Bei der Schiffsstation Weesen und an der Betliserstrasse
Öffentlicher Verkehr: Bus 650 bis zur Haltestelle Weesen, See
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 1134, Walensee
 
1 Ausgangspunkt dieser Wanderung sind die Parkplätze bei der Schiffsstation in Weesen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, steigt bei der Bushaltestelle Weesen See aus. Der Weg führt links am Ufer entlang, an der kantonalen Fischzuchtanlage vorbei ins Dörfchen hinein bis zur Hauptstrasse. Wir folgen ihr rechter Hand und biegen bei der Kreuzung mit der Betliserstrasse nach rechts ab. Wir folgen der asphaltierten Strasse direkt am See. Auch hier gibt es für Autofahrer mehrere Möglichkeiten zum Parkieren. Der Weg unterhalb grosser Felsvorsprünge wird dann zunehmend etwas enger und führt durch einige Tunnels.
 
2 Bei der nächsten Kreuzung folgen wir dem Schild links und dann geradeaus in Richtung Restaurant Burg Strahlegg. Von hier aus gibt’s einen herrlichen Ausblick über den Walensee. Im Garten des Restaurants wachsen Palmen. Nahe beim Restaurant ist die Burgruine Strahlegg eine Sehenswürdigkeit. Wir folgen unserer Route auf der Unteren Betliserstrasse weiter leicht aufwärts. Sie führt an kleinen Weilern und Kuhweiden vorbei.
 
3 Bei Vorderbetlis erreichen wir einen weiteren Weiler mit einer kleinen Kapelle. Von weitem ist das rauschende Wasser der Seerenbachfälle und der Rinquelle zu sehen und zu hören. Wir machen auf unserer Wanderung einen kleinen Abstecher zu dieser Natur- Sehenswürdigkeit. An einer Feuerstelle vorbei geht’s linker Hand in den Wald hinein. Nach weniger als zehn Minuten erreichen wir eine Aussichtsplattform. Die Seerenbachfälle bilden eine Kaskade von drei Wasserfällen mit einer Gesamthöhe von fast 600 Metern. In der mittleren Stufen befindet sich mit 305 Metern Fallhöhe der höchste Wasserfall der Schweiz. Zuunterst entspringt die Rinquelle.
 
4 Der Abstieg führt über einen steilen Waldweg. Wir überqueren den Seerenbach auf einer Brücke, von wo aus sich die Wasserfälle von unten nochmals bestaunen lassen. Nach wenigen Schritten sind wir wieder zurück auf dem ursprünglichen Wanderweg. Wir verlassen den Wald und gehen wieder aufwärts auf einem kleinen Pfad an blühenden Wiesen und Häusern vorbei. Nach eineinhalb Stunden Wanderzeit ist es Zeit für eine kurze Rast. Gelegenheit bietet sich bei einem der Häuser. Die Bewohner haben vor ihrem Garten Bänkli aufgestellt. Durstige Wanderer können bei einem Fässchen einen Becher mit Süssmost füllen.
 
5 Wir folgen dem leicht ansteigenden Pfad durch den Seerenwald - dabei eröffnet sich uns immer wieder der Blick auf den Walensee. Bei der nächsten Verzweigung wechseln wir auf den breiteren Kiesweg. Jetzt geht’s steiler aufwärts. Nach einer halben Stunde erreichen wir eine Grillstelle und einen schönen Aussichtspunkt. Es folgt eine weitere Verzweigung. Wir wählen den unteren Weg, der entlang des Steinbruchs steil nach unten führt. Streckenweise ist der Pfad mit Drahtseilen gesichert. Nach etwa einer halben Stunde Abstieg geht’s wieder geradeaus. Wir wandern auf einem breiteren Kiesweg.
 
6 Wir erreichen die Häusergruppe beim Punkt Tscherüti. Nach einem kurzen Waldstück folgen weitere Häuser. An den Rebhängen wachsen verschiedene Weintrauben-Sorten. Schon ist der Kirchturm des Dörfchens Quinten zu sehen.
 
7 Nach etwa dreieinhalb Stunden Wanderzeit sind wir im malerischen Quinten angekommen. Die Südlage unterhalb der Churfirsten beschert dem Dörfchen das ganze Jahr über ein mildes Klima. Am Wegrand blühen Lavendelbüsche, in den Gärten reifen Feigen und Kiwis. «Autoverkehr» ist hier ein Fremdwort. Zurück zum Ausgangsort der Wanderung geht’s entweder wieder zu Fuss oder mit dem Schiff. Von der Schiffsstation in Quinten legt in der Saison bis Oktober fünf bis sechs mal täglich ein Schiff in Richtung Weesen ab.
 

 
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