Kloster Fischingen–Hüttenstetten–Iddaburg–Lourdes Grotte–Brunwald– Gähwil

Auf den Spuren der heiligen Idda von Toggenburg

Vom Kloster Fischingen führt der Wanderweg 20 Minuten der Murg entlang, mal auf der Strasse nach Bütschwil, mal auf einem Uferpfad. An einem Wegweiser biegt er links ab – der Aufstieg beginnt. Ein Grossteil führt über einen alten Kreuzweg, die Stationen sind sehenswert.
20. Juli 2016, 15:45
Von der Wiese geht es in den Wald, und es wird immer steiler. Auf der Iddaburg angekommen, wartet unter anderem die Wallfahrtskirche auf einen Besuch. Der Abstieg nach Gähwil führt an einer im Wald versteckten Lourdesgrotte vorbei. Nach etwa 40 Minuten passiert der Weg die Strasse nach Gähwil. Von dort führt er auf den Hamberg und zweigt dann links ins Dorf ab. (cg)

 









 

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle des bekannten Klosters Fischingen und endet im Dorfkern von Gähwil.
Wanderzeit: 2 1⁄2 Stunden
Weglänge: 7,7 km
Gesamtaufstieg: 471 m
Gesamtabstieg: 346 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: Gasthaus Iddaburg auf der Iddaburg, 071931 12 12, Rössli Gähwil, 071931 12 64, Kloster Fischingen, 0719787220
Parkplätze: Gratis beim Kloster Fischingen
Öffentlicher Verkehr: Bus 734 von Wil zum Kloster Fischingen und Bus 732 von Gähwil Dorf nach Wil
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1093, Hörnli
1. Start: Fischingen
 
2. Kloster Fischingen Um 1138 wurde das Kloster Fischingen von Bischof Ulrich II. von Konstanz gegründet. Die Kirche des Klosters ist einen Besuch wert, doch hat der Ort noch viel mehr zu bieten, etwa selbstgebrautes Bier, das sich im Klostergarten geniessen lässt, der ab 7. August wieder täglich bis 17 Uhr geöffnet hat. Auch ldda von Toggenburg soll der Legende zufolge, nachdem sie den Sturz von der Zinne der ehemaligen Iddaburg überlebte, abgeschieden in der Nähe des Klosters gelebt haben. Die Wanderung folgt Iddas Spuren. Der erste Abschnitt über die Iddaburg nach Gähwil führt grösstenteils der Strasse nach Bütschwil entlang, die hinter dem Kloster links abzweigt. Nur während eines kleinen Abschnitts zweigt der Weg von der Strasse ab und folgt direkt dem Ufer der Murg, die parallel zur Strasse verläuft. Nach etwa zwanzig Minuten biegt der Wanderweg an einem Wanderwegweiser von der Strasse links ab, und der Aufstieg beginnt.

3. Hüttenstetten Der erste Aufstieg führt über ein kleines Strässchen zum Weiler Hüttenstetten, der auf 750 Metern liegt. Dort, beim Wegweiser, ist auch der Start des alten Kreuzweges, der bis zur Iddaburg führt und über den zu früheren Zeiten Prozessionen gingen. Der Weg biegt rechts ab und schlängelt sich über eine Wiese zum Waldrand. Das erste Haus auf der rechten Seite hat eine spannende Geschichte. Einst befand sich darin eine Stickerei, die aber in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts geschlossen und verkauft wurde. Die heutige Besitzerin baute die Stickerei dann sehenswert um und eine Scheune an.
 
4. Iddaburg Das kleine Strässchen endet am Waldrand, wo der Wanderweg auf einem Waldpfad weiterführt. Der eigentliche steile Aufstieg beginnt. Dank einiger Ruhebänke am Weg lässt sich dieser aber angenehm aufteilen. Wer die Iddaburg nicht besuchen will, kann diese auslassen, indem er direkt rechts auf den Weg nach Gähwil abbiegt. Alle anderen steigen weiter auf und gelangen nach etwa zwanzig Minuten auf die Iddaburg. Wer eine richtige Burg erwartet, wird leider enttäuscht. Diese zerfiel schon im Laufe des 14. Jahrhunderts. Ihre Überreste wurden später als Steinbruch für die Kirche in Gähwil verwendet. Trotzdem gibt es auf dem Plateau einiges zu entdecken: eine beliebte Wallfahrtskirche, das Gasthaus Iddaburg mit grosszügiger Terrasse, eine phänomenale Aussicht, die bis zum Bodensee reichen kann, und ein unscheinbares Schild. Dieses markiert die Stelle, wo der Legende zufolge Graf Heinrich von Toggenburg im Jähzorn seine Frau, die gütige Idda, von der Zinne stiess. Im Jahr 2011 führte die Bühne Thurtal die Legende als Theaterstück auf.
 
5. Lourdesgrotte Wenige Meter unterhalb der Iddaburg zweigt vom Wanderweg Richtung Gähwil ein kleiner Pfad links ab, der zu einer Lourdesgrotte führt. Ein Wallfahrtspriester liess diese Ende des 19. Jahrhunderts errichten. Die Grotte liegt nur wenige Meter vom Wanderweg entfernt, umgeben von Felsen und Bäumen. Sie ist ein besinnlicher Ort.
 
6.Brunwald Etwa zehn Minuten geht es noch den Waldweg entlang, dann kommt die Abzweigung nach Gähwil. Auf einer kleinen Strasse führt die Wanderung durch die üppigen Wiesen des Toggenburgs, vorbei an mancher Kuh und manch sehenswertem Bauernhaus und stösst dann beim Weiler Brunwald auf die Strasse nach Gähwil. Diese wird passiert. Ein letzter Aufstieg führt auf den Hamberg. Ein Waldstück verdeckt noch die Sicht auf Gähwil. Nach 10 Minuten biegen wir am Waldrand links ab, jetzt eröffnet sich die Sicht auf Gähwil. Gemütlich führt der Weg durch eine Wiese zum Dorfkern hinunter. Die Wanderung ist nicht kinderwagentauglich.
 
7. Ziel: Gähwil
 
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