Diepoldsau Widenmad Pumpwerk–Weidstrasse–Zoll Diepoldsau–Weidstrasse– Schmitter Zoll–Krummboali–Wiesenrain Zoll Widnau

Auf den Spuren Grüningers

Der flache und gut unterhaltene Weg führt vom südlichsten bis zum nördlichsten Punkt des Alten Rheins in Diepoldsau. Unterwegs nehmen wir das Naturschutzreservat in Augenschein und halten an der Paul-Grüninger-Brücke inne.
13. März 2014, 09:26
Diese Route entlang des alten Flussbetts ist für Geschichtsinteressierte sowie Tier- und Naturliebhaber gleichermassen interessant. Wer diesen Spaziergang auf sich nimmt, sollte für alle Fälle einen Ausweis mit sich tragen. Am Schmitter Zoll verlassen wir Diepoldsau und betreten Lustenauer Terrain. Über das im Sommer beliebte Badeparadies «Krummboali» gelangen wir in kurzer Zeit zum Zielort Widnau. (jmw)
 







 


Die Wanderung im Überblick

Start: Diepoldsau
Ziel: Widnau
Wanderzeit: 2 Stunden
Weglänge: 8,5 km
Gesamtaufstieg: 44 m
Gesamtabstieg:  42 m
Ausrüstung: je nach Wetter, robuste Turnschuhe reichen bei trockenem Wetter
Gaststätten: Kiosk am Rohr, Lustenau, Habsburg, Widnau (Tel. 071 722 21 56)
Parkplätze: Verschiedene Parkplatzmöglichkeiten entlang des Alten Rheins
Öffentlicher Verkehr: RTB Rheintal Bus bedient Diepoldsau und Widnau
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000 Blatt 1096; Diepoldsau
 
1 Die Wanderung beginnt dort, wo im Jahr 1923 der Rhein von der alten, ehemaligen Schlaufe in das begradigte Flussbett umgeleitet wurde. Zu diesem Punkt gelangen wir, in dem wir den Bus (Linie 303) von Heerbrugg aus nach Diepoldsau nehmen, im Dorfzentrum aussteigen und einen etwa halbstündigen Spaziergang zum südlichsten Punkt des Alten Rheins unternehmen. Dort angekommen betreten wir den Kiesweg, der dem alten Flusslauf entlangführt und folgen diesem gemächlich. Dank der gut unterhaltenen Route eignet sich dieser Wanderweg gut für Familien mit robusten Kinderwagen oder Velofahrer. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Hündeler und Reiter. Bereits nach etwa 100 Metern lädt die erste Bank zum Verweilen ein. Unser Blick führt südwärts zum Hohen Kasten, Säntis und Kamor. Doch nehmen wir uns auch Zeit, das Naturschutzreservat des Alten Rheins unter die Lupe zu nehmen. Wie uns verschiedene Informationstafeln entlang des Weges verraten, leben im ruhigen Gewässer vorwiegend Karpfen. Doch auch für jene, die anstatt nach unten ins Wasser lieber nach oben in die Luft schauen, ist diese Wanderung ein Geheimtip. Im Diepoldsauer Reservat leben Braunkehlchen, Flussseeschwalben, Pirolen oder Nachtigallen. Seerosen, Schwertlilien, Knabenkraut und Springkraut lassen das Herz jedes Botanikers höher schlagen.
 
2 Nach dieser kurzen Rast folgen wir dem Uferweg weiter bis zum Zollamt Diepoldsau. Dort angekommen, machen wir einen kurzen Abstecher Richtung Hohenems – Ausweis nicht vergessen – und betreten kurz nach dem Schweizer Zoll die Paul-Grüninger-Brücke. Diese wurde vor zwei Jahren, zum 40. Todestag des St.Galler Polizeihauptmanns, nach ihm benannt. Hier bietet sich Eltern die perfekte Gelegenheit, ihren Kindern von den Verdiensten Grüningers und seinem Wirken an der Grenze zu Österreich zu erzählen. Und wer weiss – vielleicht erinnern sich ältere Semester gar noch an die eine oder andere Erzählung ihrer eigenen Mütter und Väter. Nach dem Besuch auf der Brücke kehren wir um und biegen gleich nach dem Zoll rechts ab. Wir setzen den Spaziergang auf der Weidstrasse Richtung Norden fort. Das «Matz», das bei wärmeren Temperaturen Wasserratten ins kühle Nass lockt, rückt näher. Wem das Baden im Tümpel nicht ganz geheuer ist, dem bietet das Strandbad Diepoldsau eine willkommene Raststätte. Im Frühling lädt das Naturschutzgebiet zum Verweilen, verschiedene Feuerstellen zum Grillieren ein.
 
3 Nach knappen 30 Minuten gelangen wir zum Schmitter Zoll. Dort biegen wir rechts ab und betreten Österreicher Boden. Lange bleiben wir aber nicht auf der Rheinstrasse, sondern biegen wieder links ab. Wir folgen dem breiten Weg, der entlang des Flusses führt. Nach knappen 15 Minuten gelangen wir zum «Krummboali». Der Ort ist ein bei Vorarlbergern als auch bei Rheintalern beliebter Badeort. Das Restaurant neben dem Parkplatz beim «Krummboali» verrät uns, das sich die Wanderung dem Ende zuneigt. Gleichzeitig markiert es auch das Ende des Alten Rheins. Wir laufen noch ein paar Minuten weiter, gelangen zu einem Spielplatz und schliesslich zur Wiesenrainbrücke, die Lustenau und Widnau miteinander verbindet. Es ist jener Ort, an dem die Dreharbeiten zum aktuellen Grüninger-Film stattgefunden haben. Unter der Brücke fliesst der neue Rhein durch.
 
4 Der Widnauer Wiesenrain Zoll markiert das Ende der Wanderung. Durstige oder Hungrige können sich im Restaurant Habsburg mit einem Getränk und einem Happen stärken. Wer direkt nach Hause mag, steigt in den Bus (Linie 351) nach Heerbrugg.
 
 
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