Tannenbodenalp – Seebenalp – Zigerfurgglen – Maschgenkamm

Auf dem Maschgenkamm den Churfirsten gegenüberstehen

Nisinüel, Quarten, mit Blick auf den Sächsmoor. (Marcel Steiner)
22. Juni 2011, 18:30
Einmal den sieben Churfirsten auf Augenhöhe gegenüberstehen: Die Wanderung von der Tannenbodenalp zum Maschgenkamm hinauf macht‘s möglich. Imposant sind sie, die sieben Gipfel, die steil und schroff auf ihrer Südseite zum Walensee abfallen. Imposant ist aber auch die übrige Aussicht, die nicht nur von Berggipfeln, sondern ebenso von Seen geprägt ist. Über dem Walensee gleissen die drei kleinen Seebenseen und im Westen glänzen die Wasserflächen von Obersee und Zürichsee. Doch auch der Blick vor die Füsse lohnt sich: Auffallend sind der rote Verrucano, ein schieferähnliches Quarzkonglomerat, und die farbenfrohen Polster der Alpenflora.




















Die Wanderung im Überblick

Start: Tannebodenalp

Ziel: Maschgenkamm

Wanderzeit: 2 ¾ Stunden

Weglänge: 7,1 km

Gesamtaufstieg: 740 m m

Gesamtabstieg: 110 m m

Ausrüstung: Wanderschuhe

Gaststätten: In Flumserberg-Tannenbodenalp, Restaurant Seebenalp, 081 738 12 23; Panoramarestaurant Maschgenkamm, 081 733 19 39

Parkplätze: In Flumserberg-Tannenbodenalp

Öffentlicher Verkehr: Mit dem Postauto bis Haltestelle «Flumserberg Kabinenbahn».
Mit den Bergbahnen Flumserberg vom Maschgenkamm nach Tannenbodenalp, 081 720 15 10 (autom. Auskunft)

Kartenmaterial: Wanderkarte Flumserberg-Walensee 1:25 000; Landeskarte 1:25 000 Blatt 1154 Spitzmeilen
 


1. Tannenbodenalp, 1380. Beim grossen Parkplatz der Bergbahnen Flumserberg bergwärts halten. Nach dem Restaurant Molseralp steht der Hauptwegweiser. Hier die Richtung Winkelzan/Seebenalp wählen. Linkerhand weiden die Kühe im untersten Kreisel der zwei Kilometer langen Rodelbahn Floomzer, auf der die Schlitten von der Bergstation Chrüz zur Tannenbodenalp hinuntersausen.

2. Rotenberg, 1493. Rechterhand Richtung Winkelzan/Seebenalp weiterwandern.

3. Winkelzan, 1559. Es geht geradeaus Richtung Seeben weiter. Der Wanderweg kürzt die weiten Kurven der Alpstrasse ab.

4. Chatzenberg, 1651. Beim wuchtigen Holzwegweiser geht‘s rechts Richtung Hotel Seebenalp zum Grosssee hinunter.

5. Seebenalp, 1622. Der Weg führt links am See entlang Richtung Grueb. Bei der Talstation der Sesselbahn «Seeben-Sechser» zweigt der Bergweg links ab und führt über die Weide bergwärts. Nach 300 m trifft er auf die sich verzweigende Alpstrasse. Hier rechts bergwärts halten und auf die rotweissen Bergwegmarkierungen der Route achten, die nach wenigen Metern von der Alpstrasse abzweigt und durch krautige Geröllfelder steil ansteigt. Der Weg ist gut markiert und nicht zu verfehlen. Je höher man steigt, umso mehr lohnt sich ab und zu ein Blick zurück. Dieser schweift über die Seen der Seebenalp, den darunter liegenden Walensee und die das Panorama begrenzenden Churfirsten. Zwischen Zuestoll und Schibenstoll ist der Säntis mit seiner charakteristischen Mehrzweckanlage zu erspähen.

6. Grueb, 1842. Die Richtung Zigerfurgglen einschlagen und weiterhin bergan steigen.

7. Zigerfurgglen, 1997. Beim Erreichen der Passhöhe öffnet sich eine neue Geländekammer, die vom Spitzmeilen dominiert wird, der auf der Grenze zwischen den Kantonen St. Gallen und Glarus als steiler Felszahn aus den darunterliegenden Geröllhängen ragt. Von hier aus führen zwei Wege zu dem knapp einen Kilometer entfernten Ziel bei der Bergstation der Bergbahn Tannenbodenalp– Maschgenkamm. Höhenparallel geht‘s um den «Ziger» herum. Auf der Nordseite mit Blick auf Walensee und Churfirsten, südseitig mit Aussicht ins Spitzmeilengebiet. Beide Wege sind gesäumt von einer vielfältigen alpinen Flora. Aber bitte nur mit den Augen schauen, es gilt hier ein totales Pflanzenpflückverbot.

8. Maschgenkamm, 2008. Das Ziel auf über 2000 Meter über Meer ist erreicht. Im Panoramarestaurant lässt sich die Rundsicht – und natürlich auch Speis und Trank – geniessen. Das Wirten hat hier oben Tradition: Das Bergrestaurant wurde bereits 1952 eröffnet, und seit 1966 ist es mit der 4er-Kabinenbahn erreichbar. Die Bahn bringt uns gelenkschonend zum Ausgangspunkt der Wanderung auf der gut 600 Höhenmeter tiefer liegenden Tannenbodenalp zurück.


 
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