Alt St.Johann–Alp Sellamatt–Lämboden–Mittelstofel–Hinterlücheren– Zinggen–Alp Sellamatt–Alt St.Johann

Abenteuer auf Schneeschuhen

Wanderung vom 28.02.2013
Eine märchenhafte Winterlandschaft und meterhohe Schneedecken können unterhalb der Churfirsten entdeckt werden. Die Sesselbahn fährt hoch zur Alp Sellamatt, wo die Schneeschuhe angeschnallt werden und ein Trampelpfad durch die Natur führt.
28. Februar 2013, 08:44
Eine märchenhafte Winterlandschaft und meterhohe Schneedecken können unterhalb der Churfirsten entdeckt werden. Die Sesselbahn fährt hoch zur Alp Sellamatt, wo die Schneeschuhe angeschnallt werden und ein Trampelpfad durch die Natur führt. Auf dem markierten Weg erreicht man über eine leichte Steigung den Lämboden und steigt dann hoch zum Mittelstofel. Es folgt eine grosszügige Schlaufe über Hinterlücheren, wobei man eine atemberaubende und unberührte Landschaft passiert. Nach drei Stunden Marsch holt man sich im Zinggen-Pub, auf der Alp Sellamatt oder bei beiden die verdiente Stärkung. (kar)
 









 


Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Alt St.Johann
Wanderzeit: 3 Stunden
Weglänge: 4,8 km
Gesamtaufstieg: 238 m
Gesamtabstieg:  238 m
Ausrüstung: Schneeschuhe, warme Kleidung, Proviant
Gaststätten: Zinggen-Pub, Alt St. Johann, geöffnet Dezember bis April / Berggasthaus Sellamatt, Alt St. Johann, geöffnet ganzes Jahr (November nur auf Anfrage), 071 999 13 30
Parkplätze: Parkplätze bei der Talstation in Alt St.Johann
Öffentlicher Verkehr: Nesslau über Wattwil mit Bahn, Nesslau bis Alt St. Johann mit Postauto
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000, Blatt 1134, Walensee
 
1 Mit dem Zug fährt man über Wattwil nach Nesslau. Von dort bringt einen das Postauto nach Alt St. Johann. Bei der Station Post steigt man aus und geht 300 Meter bis zur Talstation der Sellamatt-Bahn. Wer keine Schneeschuhe besitzt, kann unterwegs in einem Sportgeschäft ein Paar mieten.
 
2 Mit der Sesselbahn, die auch Kabinen für Wetterempfindliche anbietet, fährt man hoch zur Alp Sellamatt. Kaum ausgestiegen, geht es los. Nur die Schuhe müssen noch angeschnallt werden. Danach folgt man den pinkfarbenen Stangen, an denen die blauen Global-Trail-Markierungen angebracht sind. Wieso sich die Schneeschuhwanderstrecke den Namen Global-Trail und nicht Lokal-Trail gegeben hat, erschliesst sich zwar nicht, die Wanderung ist dennoch sehr schön.
 
3 Je weiter man sich von der Bergstation und den Schneesportlern entfernt, umso ruhiger und unberührter präsentiert sich die Landschaft. Die Aussicht auf die Churfirsten ist traumhaft. Der meterhohe Schnee glitzert in der Sonne, von den dick eingeschneiten Tannen fällt ab und zu Schneegestöber hinunter und weit und breit ist kaum eine Menschenseele zu sehen. Nur ab und zu passiert man andere Schneeschuhbegeisterte oder sieht Langläufer auf der teilweise parallel, teilweise gemeinsam verlaufenden Loipe passieren. Immer noch der Markierung folgend, erreicht man über eine leichte Steigung den Lämboden.
 
4 Von dort geht es weiter bergauf zum Mittelstofel. Unterwegs kann man tief eingeschneite Häuser und Wanderwegtafeln bestaunen. Teilweise kann man sich bei einer Pause auch eine Sage aus dem Toggenburg gönnen, denn der Schneeschuhpfad verläuft an manchen Stellen über den Sagenweg. Diese verschiedenen Wege können aber auch Verwirrung stiften; so kann es passieren, dass man sich für den falschen Weg entscheidet, die Global-Trail-Markierung übersieht und sich plötzlich nicht mehr auf dem Schneeschuhweg befindet. Das ist aber mit den Schneeschuhen kein Problem: Mit diesen kommt man überall durch und ein abenteuerlicher Gang durch den Tiefschnee ist mit ihnen besonders spassig. Dies sollte man aber nur im Notfall machen, damit die Tierwelt nicht aufgescheucht wird.
 
5 Findet man auf den Global-Trail zurück, geht man an der Lochhütte vorbei und hat dabei stets die Churfirsten im Blick. In einem steten Auf und Ab geht man eine grosszügige Schlaufe über Hinterlücheren, wobei man eine atemberaubende und unberührte Naturlandschaft bestaunen kann.
 
6 Sobald die Sonne nicht mehr scheint, verwandelt sich die zauberhafte Toggenburger Schneelandschaft in ein kaltes und rauhes Gebiet mit eisiger Bise. Wer vergessen hat, Proviant einzupacken, dürfte mittlerweile auch schon ein ziemliches Hungergefühl verspüren. Doch lange ausharren muss man nicht: Der Zinggen rückt näher und somit die Aussicht auf Stärkung im Zinggen-Pub. In der «modernen Alphütte» gibt es Getränke und Snacks. Hier kann man sich beispielsweise einen Ap´ero genehmigen, ehe man sich auf das letzte Stück der Wanderung begibt.

7 Nur wenige Meter ist man jetzt von der Alp Sellamatt entfernt. Das Berghotel vereint mehrere Restaurants unter seinem Dach. Im Selbstbedienungsrestaurant gibt es mehrere Menus oder Suppen, mit denen man sich von innen her aufwärmen kann. Gestärkt kann man sich nun ins Bähnli setzen und sich unangestrengt nach Alt St.Johann bringen lassen.

8 Unten angekommen, empfiehlt es sich, der alten Klosterkirche einen Besuch abzustatten. Während fast fünfhundert Jahren lebten im Kloster Benediktiner hinter verschlossenen Pforten. Heute sind die Kirche wie auch der Klostergarten frei zugänglich. (kar)
 
 

Dateigröße : 198.83 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

Leserkommentare

Anzeige: