Bad-hair day: Wie schaffe ich «der Widerspenstigen Zähmung»?

(Symbolbild: Roger Grütter)
STIL ⋅ Es gibt Tage, an welchen ich (w, 31) mit meinen Haaren nichts anfangen kann. Sie laden sich elektrisch auf, sind strähnig und widerspenstig. Meine Freundinnen berichten mir ebenfalls von solchen Tagen. Was sind die Gründe dafür, und gibt es irgendwelche Tricks, die wir in solchen Situationen anwenden können?
07. August 2017, 05:00

Die gute Nachricht gleich vorweg: Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden Sie sich nicht Ihr ganzes Leben lang mit solchen «bad-hair days» herumschlagen müssen. Die Hormonveränderungen im Laufe eines Frauenlebens erledigen dieses Thema oft von alleine.

Schlecht frisierbares Haar kann unterschiedliche Gründe haben. Seelisch instabile Lebensphasen und Krankheiten wirken sich leider oft negativ auf die Haarpracht aus. Auch setzen Umwelteinflüsse wie Chlor- oder Salzwasser in Verbindung mit Sonne dem Haar zu. Es wirkt dann stumpf, spröde und kraftlos.

Natürlich gibt es zahlreiche Pflegeprodukte, die in solchen Situationen helfen können. Es lohnt sich, dies mit einer Fachperson anzuschauen und zu besprechen. Allerdings ist in einem solchen Fall Geduld gefragt und ein gewisser Aufwand nötig. Strapaziertes Haar erholt sich nicht über Nacht.

Bei Ihnen liegt das Problem etwas anders. Sie sagen, dass Ihnen Ihre Haare nur ab und zu Schwierigkeiten bereiten. Tageweise schlecht frisierbares, strähniges Haar steht meist in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Hormonhaushalt einer Frau. Einige Tage vor Einsetzen der Regelblutung steigt der Testosteronspiegel, und die Ölproduktion der Hautdrüsen nimmt zu. Somit fettet das Haar schneller nach und hängt in der Folge müde herunter. Das Bedürfnis, die Haare an solchen Tagen jeden Morgen zu waschen, ist nachvollziehbar. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, wenn frau ein sehr mildes, qualitativ gutes Shampoo verwendet.

Unzählige Styling-Produkte auf dem Markt versprechen, Volumen in müdes Haar zu bringen. Gerade an den schwierigen Tagen funktionieren diese seltsamerweise nicht wie gewünscht. Kein Grund zum Verzweifeln. Das Trockenshampoo wurde neu entdeckt!

Bereits in den Zwanzigerjahren feierte es einen grossen Erfolg. Brigitte Bardot soll für ihre weltberühmte «Sauerkrautfrisur» – nebst Haarspray – reichlich Trockenshampoo verwendet haben. Irgendwann verschwand dann das Produkt wieder vom Markt. Es wurde ihm nachgesagt, dass es vor allem auf dunklem Haar weisslich schimmernde Rückstände hinterlasse.

Neue Formeln – neues Image

Inzwischen ist das Image des Trockenshampoos entstaubt. Nun stehen feinste Texturen zur Verfügung, die leicht in der Anwendung sind und tolle Effekte schaffen. Hairstylisten sprechen von einem Wundermittel. Selbst sehr feinem Haar verleihe Trockenshampoo Volumen, mache das Haar griffiger – und dies wiederum sei eine tolle Basis, auch für Aufsteckfrisuren. Ich empfehle Ihnen, es auszuprobieren.

Apropos Aufstecken der Haare: Flechtfrisuren sind zurzeit sehr angesagt. Sollten Sie langes Haar tragen, lassen Sie sich von Ihrer Coiffeuse oder Ihrem Coiffeur einmal zeigen, wie einfach und schnell eine schöne Aufsteckfrisur gemacht werden kann. Der nächste «bad-hair day» kommt bestimmt.

Doris Pfyl

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