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Wie mache ich es, dass der erste Eindruck positiv ist?

THEMENBILD ZU FLIRTEN. AUFGENOMMEN AN DER REUSS IN LUZERN. NEUE LZ/PATRIK PAULI (Bild: Patrik Pauli)
STIL ⋅ Man hört oft vom ersten Eindruck, den man hinterlässt. Der soll besonders wichtig und kaum zu korrigieren sein: Stimmt das? Was genau ist damit gemeint? Wie kann man diesen ersten Eindruck möglichst positiv machen? Und gibt es auch so etwas wie einen «letzten Eindruck», der ebenfalls wichtig wäre?
04. Mai 2017, 05:00
Susanne Abplanalp

Bei einer ersten Begegnung entscheiden oft optische Faktoren, wie man beim anderen ankommt. Innerhalb von ein paar Sekunden entscheidet unser Unterbewusstsein: sympathisch oder unsympathisch.

Doch was braucht es, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen? In den ersten Sekunden wird Ihre Körperhaltung, Mimik, Gestik, Bekleidung und auch Ihr Duft wahrgenommen. Diese Merkmale gilt es zu optimieren, denn sie ermöglichen einen erfolgversprechenden Start in ein Gespräch. Natürlich muss später im Gespräch der erste Eindruck bestätigt werden. Das Gegenüber verzeiht dann jedoch eher einen kleinen Patzer, wenn der erste Eindruck positiv war.

Vor allem die Optik zählt

Die richtige Kleiderwahl ist ein entscheidender Faktor im sicheren Auftreten. Wer früh am Morgen das erstbeste T-Shirt aus dem Kleiderschrank zieht und in die zerknitterte Hose von letzter Woche steigt, hat es schwer, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Wer gepflegt, sauber und angemessen gekleidet erscheint, zeigt dem Gegenüber auf diese Art Wertschätzung. Im Zweifelsfall kleidet man sich für einen Erstkontakt also besser «overdressed» als «underdressed».

Lächeln und Augenkontakt

Ein Lächeln im Gesicht öffnet Türen. Zunächst nehmen Sie mit der Person Augenkontakt auf. Als Nächstes folgen eine freundliche Begrüssung, ein fester Händedruck und Ihre Vorstellung mit Vor- und Nachnamen. Dabei sollte die linke Hand nicht im Hosensack stecken. Grüssen Sie möglichst nicht über einen Tisch hinweg, denn dieser kann wie eine Barriere wirken. Das Gleiche gilt, wenn Sie eine Mappe vor den Körper halten.

Als angenehm wird eine Distanz von etwa einer Armlänge empfunden. Ebenfalls ist das Territorium des Gesprächspartners zu respektieren. Wenn Sie zu viel Raum für sich beanspruchen oder sich mit Ihren Utensilien zu stark ausbreiten, wird dies negativ aufgefasst.

Wenn Sie diese Merkmale verinnerlicht haben, können Sie sich getrost um den Inhalt Ihres Gesprächs kümmern. Denn Sie wollen den ersten Eindruck ja auch bestätigen. Beachten Sie auch, dass Sie sich ebenso stilvoll wieder verabschieden.

Wenn Sie sich am Schluss für das Gespräch bedanken und sich ohne Eile und freundlich verabschieden, haben Sie gewonnen. Ein hastiges oder gar zu frühes Davonschleichen, Unordnung oder vergessene Gegenstände hinterlassen einen schlechten Eindruck. Dieser macht Ihren guten ersten Eindruck zunichte.

Kann man andererseits einen ersten schlechten Eindruck korrigieren? Wenn Sie an einem Netzwerkanlass oder an einer Messe einen solchen hinterlassen, wendet sich Ihr Gesprächspartner vielleicht von Ihnen ab, und Sie erhalten keine zweite Chance mehr. Hingegen bleibt Ihnen in anderen Situationen noch Zeit, den ersten Eindruck zu ändern. Ihr Gesprächspartner wird jedoch wachsam weitere negative Punkte suchen, um seine erste Einschätzung zu bestätigen.

Susanne Abplanalp
 


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