Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii (merci für die Einleitung, Udo). NYC, da will ich unbedingt mal hin. Empire State Building, Freiheitsstatue, Times Square – das volle Programm. Und nach der Touri-Tour stelle ich mich auf eine stark befahrene Strasse, wedle mit dem Arm und schreie nach einem Taxi. Das ist für mich New York mit Glamour.
In St. Gallen-Winkeln hab ich die New-York-Sache schon mal ausprobiert. Nach einem Kurzbesuch in einem dort ansässigen Club wollte die Taxinummer einfach nicht durch den Bacardi-Nebel im Kopf dringen. Und die Idee, zu Fuss die paar Kilometer bis ins Stadtzentrum zurückzulegen, wurde erst nach zähen Verhandlungen zwischen den benebelten Hirnhälften verworfen. Zum Glück fuhr wie aus dem Nichts der rettende Transport auf mich zu.
Also stellte ich mich auf die kaum befahrene Strasse, wedelte mit dem Arm – und lallte nach einem Taxi. Das ist für mich Winkeln ohne Glamour.
Ohnehin gibt es wenig Taximomente, die mir in guter Erinnerung geblieben sind. In London wurde ich beim Fahrpreis übers Ohr gehauen, in Paris wartete ich eine Stunde im Regen auf das bestellte Auto, und in Freiburg tatschte mir der Fahrer beim Aussteigen auf den Hintern. Die schlimmste Fahrt aber erlebte – überlebte – ich diesen Winter in St.Gallen. Der Typ am Steuer schien ganz nett und quittierte die Sprüche von der Rückbank über seinen fehlenden 4×4 mit einem müden Lächeln. Doch schon nach ein paar Metern entpuppte er sich als Berserker im Taxifahrer-Kostüm. In den Kurven riss er an der Handbremse, liess das Heck auf dem Neuschnee ausbrechen und bretterte schliesslich mit 80 km/h die Teufener Strasse hoch. Das ist für mich ein Trottel ohne Trinkgeld. Sarah Gerteis
Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!Tief im Thurgau, versteckt zwischen Obsthainen und Stoppelfeldern taucht es auf: Langrickenbach. Hier wird der Fremde, die Augen am Navi klebend, zum Hindernis.... »
Fasnacht im Rheintal ist nicht Fasnacht wie in der übrigen Ostschweiz. Fasnacht im «Rinntl» ist etwas Besonderes. Man gibt sich freizügig, feiert ausgelassen. In der «Krone» in Widnau ist das nicht anders.... »
Vreni Giger ist seit letztem Herbst alleinige Chefin im St. Galler «Jägerhof». Der Wechsel vollzog sich fast unbemerkt, aber um doch noch ein Zeichen zu setzen, kocht Vreni Giger heute für Koch- und Winzer-Kolleginnen. Die Appenzellerin über Respekt vor dem Gast, militärische Disziplin und Winterfreuden. ... »
Der Morgenverkehr rauscht links und rechts an einem, hinter den grossen Fensterscheiben, vorbei. Auf dem kleinen Tischchen, um das man sitzt, findet nicht mal eine ausgefaltete Tageszeitung Platz.... »
Das Schweizer Militärbiscuit hat seine historischen Wurzeln im Zwieback der römischen Armee. Zwieback wurde den Soldaten als Proviant auf Feldzüge mitgegeben. Die Römer nannten den Zwieback «panis biscotum» – das zweifach gebackene Brot. Der Begriff Biscuits soll sich davon ableiten lassen.... »
Von den einen Soldaten geliebt, von den anderen wohlgelitten: Das Schweizer Militärbiscuit ist 50 Jahre alt. Für 2010 sind 70 Tonnen «Stück Sägemehl» bestellt. ... »
Am Anfang war's eine Degustationstheke. Acht Jahre später ist die Bar der Roggwiler «huus-braui Spezialitätenbrauerei» eine Feierabendbar. Das Einzigartige: Der Gast sitzt auf dem Bierfass.... »
Einfach nur «än Kafi» gibt es hier nicht. «Was für einer soll's den sein?», fragt die Bedienung mit wienerischem Schmäh.... »
Wem 15 Franken für eine Familienmahlzeit noch immer zu viel ist, der findet auch Billigeres.... »
Wer im Januarloch aufs Geld achten muss, sich aber trotzdem gesund ernähren möchte, liest am besten die «Sparflamme»: Das Kochbuch versammelt Rezepte von Gerichten, die weniger als 15 Franken kosten. ... »
Bars wie diese gibt es nicht viele. Schon der Name ist eine Prophezeiung: «Bye Bye Bar». Ein Ort zum Adieu-Sagen, vielleicht für immer, vielleicht nur für zwei Wochen.... »
LONDON. Die Briten sollen wissen, ob sie beispielsweise zu viel Fett essen: Das Land hat seit drei Jahren ein einfaches Deklarationssystem. Auch in der Schweiz wird darüber diskutiert. ... »
Sambuca ohne Kaffeebohne Manchmal leert sich eine Flasche pro Tag. «Ich behaupte, wir haben den höchsten Sambuca-Umsatz der ganzen Schweiz», sagt Andreas Schoch, Geschäftsführer der Treu Bar & Lounge in Tägerwilen.... »
Ein Jahr lang hat unsere Zeitung regelmässig Kebabläden in der Ostschweiz besucht. Zeit für eine Bilanz. Denn obwohl wir auf der Dürümtour das Immergleiche gegessen haben, zeigten sich nicht nur auf dem Teller Unterschiede. ... »
Gratisdeo auf dem Damenklo Wer sagt, Uznach liege in der Provinz, der muss beim Besuch der Vertigo Bar hurtig umdenken.... »
Im Schaufenster ranken sich Pflanzen um einen grossen Flachbildschirm. Von aussen ist er gut zu sehen; Fotos von leckeren Kebabgerichten sollen schliesslich hungrige Passanten anlocken.... »
Für Skifahrerinnen und Boarder ist der Apéro nach einem langen Tag im Schnee ein Ritual, dass sich jeweils ganz von selbst einstellt. Die Latten werden gebuckelt und zum Hotel oder ins Ferienhaus getragen.... »
Hauptsache orange Im ovalen Turm am Bahnhof sind ein paar Fenster hell erleuchtet. Das neue Wahrzeichen von Heerbrugg thront über dem ebenso neuen Dorfzentrum. Auch daneben an der Hauptstrasse fällt eine frisch gestrichene orange Fassade ins Auge.... »
«Kannst Du den Fernseher anmachen, Hampi?», fragt eine ältere, aber rüstige Frau den Chef des Hafen-Treffs in Rorschach. Sie komme seit 33 Jahren täglich hierher, zum Morgenkaffee oder manchmal auch zum Raclette, sagt sie.... »
Der Beste östlich von Zürich Autos wälzen sich auf der St. Galler Linsebühlstrasse hinauf ins Appenzellerland. Hinunter rumpelt das Trogener Bähnli, und alle Hautfarben spazieren vorbei, hinein ins Fussgängerzonen-Zentrum oder in das einst berüchtigte Rotlichtviertel.... »