Leben: 31. Januar 2010, 08:03

Expansion ins Ausland?

In der Autogarage von Christian Niederhofer (37) ist nicht viel los. «Januarloch», meint er nur knapp. Der gebürtige Deutsche berät Kunden beim Kauf und Verkauf von Young- und Oldtimern; er hat im letzten Sommer in St. Margrethen seine eigene Firma «Classic Center» gegründet.

Krise zeigt sich beim Autokauf

Als Niederhofer seine Firma eröffnete, hatte er ehrgeizige Pläne: Er hoffte, sich nach einem halben Jahr erstmals Lohn ausbezahlen zu können. «Das hat nun nicht geklappt. Ich arbeite zwar kostendeckend, verdiene aber noch nichts», räumt er nach längerem Nachdenken ein.

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Für die Gründung der Firma hat der ehemalige Arbeitslose einen Teil seines privaten Vermögens investiert. Wann sich diese Investition ausbezahlen wird, weiss er noch nicht.

Ein möglicher Grund, weshalb bis jetzt noch nicht alles so läuft, wie es sollte, ist die Wirtschaftskrise: «Die Kunden überlegen es sich drei- oder viermal, bevor sie ein Auto kaufen.» Trotzdem bereut es Niederhofer nicht, sich selbständig gemacht zu haben. «Klar gibt es Dinge, die ich im Rückblick anders machen würde. » Gewisse Fehler habe er aber auch machen müssen, um weiterzukommen. Einige Male musste Niederhofer zum Beispiel eines seiner Autos unter dessen Wert verkaufen, weil er in der Schweiz keinen Käufer fand: «Das tat dann schon weh.»

Obwohl im Moment nicht alles so klappt, wie Niederhofer es ursprünglich geplant hatte, denkt er bereits jetzt über zukünftige Investitionen nach. «Ich überlege mir, ob ich im Ausland eine Filiale eröffnen soll.»

Grösserer Markt für Youngtimer

Im Ausland sieht er denn auch grössere Chancen, mit seiner Firma Erfolg zu haben, denn dort sei bereits ein Markt für Old- und Youngtimer vorhanden. «Wenn ich mein Vorhaben verwirkliche, werde ich mir aber wohl auch weiterhin keinen Lohn auszahlen können.»



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