Region Flawil: 06. Juni 2009, 01:01

In der geistigen Welt zu Hause

Manuela Vogt-Ramseier arbeitet als Heilmedium in Degersheim. Sie hat ein gutes Gespür für die «feinstoffliche Ebene». Bild: mg.

Manuela Vogt-Ramseier aus Degersheim verfügt seit ihrer Geburt über sensitiv-mediale Wahrnehmungen. Sie hat sich ihre Fähigkeiten als Heilmedium zum Beruf gemacht und ein Buch über ihre aussergewöhnliche Arbeit geschrieben.

MELANIE GRAF

DEGERSHEIM. Manche Dinge sind unerklärlich und scheinen geheimnisvoll oder suspekt. Womit könnte man sonst erklären, dass es Menschen gibt, die Gefühle und körperliche Beschwerden seines Gegenübers spüren und übertragen können? «Das ist eine feinstoffliche Wahrnehmung. Unser Körper ist grobstofflich, also zum Anfassen. Gedanken und Gefühle sind feinstofflich, nicht sichtbar. Trotzdem sind sie real und fühlbar», erklärt Manuela Vogt-Ramseier. Die Degersheimerin bezeichnet sich selbst als Heilmedium.

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«Ich habe das gar nie gewollt»

«Stellen sie sich vor, sie betreten einen Raum. Sie spüren sofort, wenn dicke Luft herrscht», erklärt sie das Geheimnis ein wenig anschaulicher. Sie spüre, fühle solche Dinge, könne Informationen direkt aus einer «Datenbank» des Menschen wahrnehmen, auch über weite Entfernungen, da sie sich in die feinstoffliche Ebene «einloggen» könne. Eigentlich habe jeder Mensch solche Fähigkeiten ansatzweise in sich, doch der Verstand sei zu rationell, um diese umsetzen zu können. Sie könne sich heute noch nicht erklären, warum ausgerechnet bei ihr diese Fähigkeit so ausgeprägt sei. Sie könne nämlich gar aufbauende Energien auf Menschen, Tiere, Steine und Orte übertragen. Diese Fähigkeit habe sie gar nie gewollt. «Ich wollte immer normal sein, wie jeder andere auch», sagt sie und erzählt, wie sie als Kind unter ihren medialen Kräften gelitten hat.

Wunder geschehen doch

Manuela Vogt-Ramseier ist unter schwierigen Umständen in einer Messie-Wohnung in Basel aufgewachsen. Sie habe damals Seelenreisen auf der feinstofflichen Ebene unternommen, um der Situation entfliehen zu können, erzählt sie. Ihren Schulkameraden habe sie Angst eingeflösst, weil sie die Fragen ihrer Kameraden bereits beantwortet habe, bevor diese die Frage überhaupt gestellt hätten. Auch habe sie nie mit Verstorbenen reden wollen, aber diese hätten sie aufgesucht, um Botschaften an die Hinterbliebenen zu übermitteln. Ihre Fähigkeiten habe sie lange Zeit nicht einordnen können, habe den Beruf als Damenschneiderin ergriffen und später ein eigenes Atelier eröffnet. Erst Jahre später hat sich Manuela Vogt-Ramseier als Lebensberaterin und Mentaltrainerin ausbilden lassen und führt unter dem Namen «Heilmedium Kristall» seit 2003 eine Telefonpraxis in Degersheim. Sie betreut Kundschaft aus der ganzen Schweiz, Deutschland und Österreich.

Ein unbeschreibliches Gefühl

Ihre Arbeit und Erfahrung als Heilmedium hat sie in ihrem Buch «Wunder geschehen doch» festgehalten. Immer wieder wollte ihr Verstand ihre Fähigkeiten nicht wahrhaben. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen ihrer Kunden bestätigten ihre Arbeit, zeigten ihr, dass sie sich auf ihr eigenes Urvertrauen stützen könne, sagt die 50-jährige Mutter von drei Kindern. Heute habe sie den tollsten Beruf. «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, den Leuten zu helfen und sie motivieren zu können.»

Selbstheilungskräfte aktivieren

Dem Heilmedium ist bewusst, dass es in seiner Branche viele Scharlatane gibt. Sie sehe sich lediglich als Aktivator, der die Selbstheilungskräfte aktiviere, den Funken springen lasse. «Die Leute müssen den Schritt zur Besserung selbst tun», sagt sie. «Könnte ich einem, der an einem Burnout leidet, die körperlichen Probleme wegnehmen, würde er sich zu Tode schuften. Ich kann den Leuten nur den Weg zur eigenen Intuition zeigen.» Sie sei auch kein Auskunftsbüro und gebe nie irgendwelche Garantien ab. «Kein einziger seriöser Heiler würde jemals ein Heilversprechen abgeben», betont sie. Ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten sind ihr denn auch nie zu Kopf gestiegen. «Was ich mache, ist das, was ich kann, und das funktioniert. Auch wenn ich selbst nicht recht weiss, warum.» Es funktioniert eben einfach.



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