Obertoggenburg: 10. September 2009, 01:03

Schichtwechsel hinter der Bühne

Das Kraftwerk Krummenau startet am Wochenende in eine neue Saison. Für den bisherigen Präsidenten Jeremias Meier bedeutet dies das Ende einer Ära, für seinen Nachfolger Edgar Sterzing geht sie erst los. Vorerst wird das keine Auswirkungen aufs Programm haben.

OLIVIA HUG

Krummenau. Frischen Wind will er einbringen, aber nicht gleich das Rad neu erfinden. Edgar Sterzing (Edi) wird ab der kommenden Saison Präsident des Kraftwerk-Vereins sein. «Weil er die Idealbesetzung ist», findet sein Vorgänger, Jeremias Meier (Jerry), der den Club die letzten drei Jahre geführt hat. Viel falsch machen könne Edi eigentlich nicht, sagt er überzeugt.

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Der neue Präsident ist dennoch froh, dass Jerry weiterhin Vereinsmitglied bleibt und ihm hier und da unter die Arme greifen kann.

Neue Leute, neuer Antrieb

In der Belegschaft des Kraftwerk Clubs hat sich einiges verändert. Aktuar und Vizepräsident sind im zwölfköpfigen Team ebenfalls neu bestimmt worden. «Solche Wechsel bringen auch immer neuen Schwung ins Getriebe», erklärt Jerry. Für ihn sei die Augenblick des Kürzertretens gekommen. Er verfüge nicht mehr über die nötige Zeit, um den ganzen Betrieb in Schuss zu halten. Mit Edi als Präsident sei die beste Entscheidung getroffen, da er auch schon seit vier Jahren im Team ist und einen Eindruck dessen hat, was auf ihn zukommen wird. So ganz allein will er sich aber noch nicht ans Booking machen. Seit diesem Sommer weiht Jerry ihn ins Metier ein. «Er überwacht jeden Schritt», schildert Edi. Wertvolle Tips habe er schon zuhauf erhalten. Dazu meint der ehemalige Präsident lachend: «Ich sage ihm schon, wo ich mal auf die Nase gefallen bin.»

Schritt für Schritt weither sehen

Edi war zu Beginn nicht gleich begeistert von der Idee, die Leitung zu übernehmen. Mittlerweile fühlt er sich bereit, die nächsten drei Jahre Präsident zu sein. Mit diversen Künstleragenturen habe er schon positiven Kontakt gehabt. An bewährten Fixpunkten im Programm wird er weiterhin festhalten. Gleich alles müsse man ja nicht über den Haufen werfen, wo die traditionellen Acts, wie das Ostertanzfest oder die Weihnachtsparty jedes Jahr stets auf grosse Begeisterung der Clubbesucher stossen. Eine Innovation hat es in der letzten Saison gegeben. Mit dem dreitägigen Event «Rockbrett» hat man eine Co-Produktion im grösseren Rahmen gewagt. Der Aufwand sei zwar immens gewesen, doch hat er sich gelohnt, erinnern sich die beiden. Sie können sich für die Zukunft weitere Zusammenarbeiten vorstellen, wobei sie sich aber nicht krampfhaft darum bemühen wollen. Dass ihre Arbeit geschätzt wird, kriegen sie vom Amt für Kultur bestätigt. Mit dem Geld aus dem Kulturfonds können sie ins «Kraftwerk» investieren. So arbeiten sie an der Steigerung der Tonqualität, eine bessere Lösung für die Lichttechnik haben sie bereits gefunden. «Die war vorher so wild und verläuft jetzt zentral. » Das würde der Besucher wahrscheinlich nicht merken, fügt Jerry hinzu.



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