SULGEN. «Eigentlich wollten wir am Informationsabend Eltern darüber aufklären, was die Jugendlichen in der Schützengesellschaft erwartet», erklärt Hanspeter Kernen, Präsident der SG Sulgen. Dass keine Eltern gekommen waren, sei für ihn nicht ganz unerwartet. Jene Jungschützen, die erschienen, waren aber aufmerksame Zuhörer. Sie bekamen von Jungschützenleiter Andreas Altwegg insbesondere deutliche Worte über die Sicherheitsbestimmungen zu hören: «Wir haben es im Jungschützen- und Nachwuchskurs lustig miteinander, doch bei der Sicherheit hört der Spass auf.» Jeder habe immer die Sicherheitsbestimmungen zu befolgen und niemand nehme Munition mit nach Hause.
«Wir sind alle per du miteinander», wechselte Altwegg auf die kameradschaftliche Seite. Doch er und der Präsident machten deutlich, dass auch Mithilfe bei den diversen Vereinsanlässen erwartet werde. «Der Verein bezahlt einige Franken an das Jungschützenwesen; darum erwarten wir von euch auch eine gewisse Gegenleistung», betonte der Präsident. Nach der theoretischen Einführung vom vergangenen Montag folgen sieben Schiesstage. Je nachdem, wie gut die jungen Schützen dabei abschneiden, werden sie an weiteren Schiesswettbewerben teilnehmen können. An Kosten haben die Nachwuchsschützen (12 bis 16 Jahre) im Jahr 50 Franken beizusteuern. Die Jungschützen (17 bis 20 Jahre) sind davon befreit, weil für sie die Munition vom Bund subventioniert wird.
Bei der Suche nach ambitioniertem Nachwuchs würden andere Schützenvereine einen weit grösseren Aufwand betreiben als die SG Sulgen, sagt Kernen. Es sei für den Verein überlebenswichtig, dass Junge nachrückten, «denn uns fehlt der Mittelbau der 30- bis 40-Jährigen». Vom rauhen Wind, der Schützen anderswo entgegenweht, spüre man in Sulgen kaum etwas. Diejenigen, die gegen das Schiessen sind, würden ohnehin nicht in der Anlage erscheinen, mutmasst Kernen. «Zudem trachten wird danach, mit den Anwohnern ein gutes Einvernehmen zu haben. Probleme wegen des Schiesslärms hatten wir noch keine», versichert der Präsident.
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