Funkloch, geheimnisvolles Bermudadreieck in Arbon oder gar Störsender-Attacke: Solche Begriffe machten für ein Phänomen die Runde in nationalen Medien. Das Rätsel, warum Wegfahrsperren lahmgelegt wurden, hatte bislang nicht entschlüsselt werden können. Bis eben gestern.
Immer wieder war es nämlich vorgekommen, dass elektronisch verschliessbare Autos im südlichen Altstadtbereich nicht mehr geöffnet werden konnten.
Die Wegfahrsperren waren in den aktenkundigen Fällen nicht defekt, aber blockiert durch störende Funkfrequenzen. Insbesondere galt dies für die Blaue-Zone-Parkplätze an der Promenadenstrasse.
Ein prominentes und also glaubwürdiges Opfer war Stadtammann Martin Klöti. Verdutzt musste er letzthin feststellen, dass der elektronische Autoschlüssel nicht funktionierte und sich seine Wagentüren nicht mehr öffnen liessen. Manchmal konnte durch akrobatischen Zustieg über die Kofferraumtüre das Problem «umrobbt» werden.
Oder dann musste man sich gedulden, bis sich das mit menschlichen Organen nicht wahrnehmbare Funkgewitter verzog. Wenn ein starkes Funksignal im Frequenzbereich den Empfänger übersteuert, kann es vorkommen, dass dies in einem lokal begrenzten Bereich von gegen hundert Meter zu einer Blockierung von elektronischen Systemen – wie eben auch Wegfahrsperren – führt.
Diese seien, erklären die Funküberwacher des Bakom (Bundesamt für Kommunikation), Walter Vismara und Guido Heusler, nicht selektiv genug, dass ihnen störende Frequenzen nichts anhaben können.
Bei der Meldestelle des Bakom ist der jüngste Arboner Fall rapportiert worden. Die landesweit in vier Regionen organisierte Abteilung Funküberwachung hat sich der Sache angenommen und ging mit speziellen Messgeräten auf Pirsch nach der Ursache.
Dazu wurden am Montag vor Ort die empfindliche mobile schwenkbare Antenne aus dem Dach des Bakom-Fahrzeuges ausgefahren und Funksignale eingefangen. Sofort rauschte es entsprechend, wie im Agenten-Thriller – und auf dem Bildschirm schlug die grüne Kurve aus. Die Richtung war klar.
Mit dem Handgerät schliesslich haben die Funkspezialisten Walter Vismara und Guido Heusler die Wohnung mit dem Störsender orten können.
Es handelt sich dabei um einen in einer Wohnung der Posthof-Überbauung installierten Funklautsprecher. «Die Anlage ist völlig legal in Betrieb», betont Vismara. «Es ist allerdings ein älteres Modell.» Die neueren Audiosysteme (ab 2006) liefen auf anderen Frequenzen und verursachten keine derartigen Probleme mehr.
Die weiteren in Arbon ausgemessenen Standorte Stadthaus und Novaseta waren negativ. Die gemessenen Impulse sind zu gering, als dass sie zu nachhaltigen Störungen führen würden.
Weitere Artikel zu diesem Thema :Die Bakom-Spezialisten gehen davon aus, dass die Wohnungsinhaber ihre Anlage ersetzen werden. Jedenfalls hat sich herausgestellt, dass sie selbst unwissentlich auch unter den «Opfern» waren und ihren Smart nicht aufschliessen konnten. ... »
Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!23:00
22:20
22:00
21:50
21:30
20:30
22:50
20:10
20:10
19:20
18:30
18:20
18:56
18:04
17:39
17:20
17:20
17:00
17:08
17:15
TOBEL. Am Montag ist es in Tobel zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine Person zog sich Beinverletzungen zu.... »
MÖRSCHWIL. Auf der Autostrasse A1, Zubringer Arbon, ist es am Montagmorgen zu einer Frontalkollision gekommen. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ins Spital gebracht werden.... »
HEIDEN. Rund 6000 Franken Sachschaden ist am Samstagabend bei einem Verkehrsunfall in Heiden entstanden. Ein Autofahrer geriet mit seinem Wagen ins Schleudern und prallte gegen einen Zaun. Der Mann blieb unverletzt.... »
BÜHLER. Ein Autofahrer, der durch eine Zigarette abgelenkt wurde, ist am Sonntagmorgen in einen Kandelaber gefahren und hat einen Schaden von rund 10'000 Franken verursacht. ... »
ST.GALLEN. In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte mindestens 13 parkierte Autos zerkratzt. Es entstand hoher Sachschaden.... »
BAD RAGAZ. Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Sarganserstrasse hat die Polizei fünf Autos mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Erlaubt sind 50 km/h.... »
KRIESSERN. Ein Anwohner hat am frühen Sonntagmorgen einen 23-jährigen Mann auf der Kirchdorfstrasse gefunden. Der Mann war verletzt.... »
GRABS. Am Samstag sind Unbekannte in Grabs in drei Häuser eingebrochen und haben Bargeld, Gold- und Silbermünzen gestohlen.... »
ST.GALLEN. Eine 25-jährige Deutsche hat am Freitagabend die Polizei gerufen, weil sie von ihrem 43-jährigen Freund aus der Türkei geschlagen worden ist.... »
ST. GALLEN. Ein Lastwagenfahrer ist beim Rückwärtsfahren auf der Stationsstrasse in ein Auto gefahren. Verletzt wurde niemand, es entstand Sachschaden.... »
ST. GALLEN. Am Donnerstagabend ist eine junge Frau mit einer Kopfverletzung ins Spital eingeliefert worden. Sie war von ihrem Lebenspartner mit einer Tischlampe angegriffen worden.... »
ST. GALLEN/TEUFEN. Eine betrunkene Frau ohne Führerschein ist mit ihrem Auto mit einem anderen Fahrzeug kollidiert. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, fuhr sie davon. Die Polizei hielt die Frau in Teufen an.... »
ST.GALLEN. Am Donnerstagabend sind der Polizei zwei Autofahrer aufgefallen, die mit Alkohol im Blut hinter dem Steuer sassen. Beide mussten ihre Führerscheine auf der Stelle der Polizei aushändigen.... »