Regionalsport Rheintal: 08. Februar 2010, 01:01

Zweitliga-Playoffs rücken näher

Gerangel vor dem Tor: Vor allem im zweiten Drittel setzte Rheintal die Gäste unter Druck. Bild: Hanspeter Köppel

EISHOCKEY. Mit einem 6:4 (1:2, 3:0, 2:2)-Sieg gegen den direkten Konkurrenten Wallisellen hat der SC Rheintal einen grossen Schritt in Richtung Playoff-Teilnahme gemacht. Entscheidend in einem strafenreichen Spiel war das Mitteldrittel.

Martin Köppel

Die Rheintaler revanchierten sich mit dem gleichen Ergebnis, mit dem sie in Wallisellen in der Vorrunde verloren hatten. Es war aber ein hartes Stück Arbeit, und zweimal musste Rheintal einen Rückstand aufholen. Nach dem Sieg über Wallisellen fehlt dem SC Rheintal noch ein Sieg für einen Playoffplatz, der im letzten Heimspiel gegen Bassersdorf möglich sein sollte.

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Am nächsten Samstag beim Auswärtsspiel gegen Engiadina wird sich weisen, ob Rheintal gar noch mit dem dritten Rang liebäugeln kann.

Zweimal Rückstand aufgeholt

Der SC Rheintal ging sofort in die Offensive, aber auch eine doppelte Überzahl reichte nicht für die Führung. Besser war vorerst das Powerplay der Gäste, denn ihnen reichte eine einfache Übermacht fürs erste Tor: Thalmann verwertete die Kombination Unterladstätter/Voigt. Danach konnte der SCR erneut ein Powerplay nicht nutzen.

Dann parierte Simon Ade Breitenmosers Solovorstoss – im Gegenzug konnte Sascha Moser losziehen. Diesmal fand der Puck das Netz zum 1:1-Ausgleich. Wegen eines fahrlässigen Puckverlusts an der blauen Linie ging Wallisellen aber nach 19 Minuten wieder in Führung.

Es war Sandro Bleiker, der nach vier Minuten im Mitteldrittel das Skore wieder ausglich.

Und nach 37 Minuten brachte Sascha Rauter seine Farben endlich in Führung; vorher unterliefen ihm für einen Spieler seiner Klasse aber zu viele Fehlpässe. Diese Führung sollte in der Folge nicht mehr preisgegeben werden, auch weil Mischa Broder kurz vor der Drittelspause das 4:2 für Rheintal erzielte. Das Resultat von 3:0 im Mitteldrittel war an den Spielanteilen gemessen aber gar zu knapp. Die Rheintaler hatten im Abschluss kein sehr glückliches Händchen. Lehmann, Rauter, Sutter, Holenstein und Ammann vergaben faustdicke Chancen.

Ebenfalls auffällig waren die vielen Strafen, welche die Schiedsrichter verteilten: Spielte man Eishockey oder Unihockey?

Nochmals vergab der sonst sichere Skorer Damian Holenstein die Siegsicherung allein vor dem Walliseller Keeper Lurati. Den Gegenstoss des Norwegers Hansson (ex Biel, Zug und Dübendorf) parierte Ade aber auch, doch gegen Koberts Schuss war er machtlos; 3:4 – das Zittern konnte von vorne beginnen. Es dauerte aber nur 28 Sekunden, dann traf Ammann im Powerplay zum 5:3.

Doch wieder nur 42 Sekunden später gelang Wallisellen wieder der Anschluss: Breitenmoser traf für die Gäste. Wieder kaum eine Zeigerumdrehung später liess Philipp Schlegel nach 47 Minuten seine Klasse aufblitzen; mit einem Solo erhöhte er auf 6:4. Danach fielen keine Treffer mehr, umso öfter wurden wieder Strafen ausgesprochen. In den letzten zehn Minuten kam es kaum mehr vor, dass beide Mannschaften komplett agieren konnten.

Noch Potenzial im Powerplay

Das erste Drittel resümierte SCR-Coach Oldrich Jindra danach kritisch: «Im zweiten Drittel konnten wir unsere Stärken dann aber aufs Eis bringen, in dieser Phase hatten wir das Spiel vollkommen unter Kontrolle.» Der Schlussabschnitt sei vor allem zu Beginn sehr hektisch gewesen: «Aber zweimal konnten wir mit unseren Toren rechtzeitig auf Gegentreffer antworten.» Jindra hob die gute Bilanz der letzten drei Spiele hervor: «Acht von möglichen neun Punkten geben uns Selbstvertrauen.

» Nun sei die Mannschaft bereits aufs Auswärtsspiel gegen Engiadina fokussiert. Am meisten Verbesserungspotenzial für diese Partie sieht der Trainer im Überzahlspiel seiner Mannen.



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