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Tagblatt Online, 23. Juni 2009 11:29:13

SRG will jährlich 30 Millionen sparen

Fernsehgebäude in Zürich Zoom

Fernsehgebäude in Zürich (Bild: Keystone)

BERN. Die SRG SSR idée suisse muss sparen. Für 2010 hat der Verwaltungsrat ein Sparpaket beschlossen, das die Jahresrechnungen bis 2014 um durchschnittlich 30 Mio. Franken entlasten soll.

Die Löhne sollen auf dem Stand von Ende 2009 eingefroren werden. Dies wollen die Gewerkschaften aber nicht einfach so hinnehmen. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) werde sich gegen die vorgestellten Massnahmen zur Wehr setzen, sagte SSM-Präsidentin Barbara Büttner.

Der geplante Lohnstopp bei der SRG sei "ziemlich demotivierend", sagte Büttner der Nachrichtenagentur SDA. Die Angestellten seien bereits durch das Projekt Medienkonvergenz und die darin enthaltenen Sparmassnahmen in der Höhe von 12 bis 20 Millionen Franken verunsichert.

Büttner hofft zudem auf ein "positives Signal des Bundesrats". Dieser müsse grünes Licht für eine Gebühren-Erhöhung nach 2010 oder Online-Werbung der SRG geben, damit sich auf der Einnahmenseite etwas ändere.

Das vom Verwaltungsrat beschlossene Sparpaket enthält weiter einen Investitionsstopp und Verkäufe von Liegenschaften. Arbeitsplätze seien grundsätzlich nicht betroffen und auch am Programmangebot wolle die SRG vorerst nicht rütteln. Eine Gebührenerhöhung ist für 2010 nicht vorgesehen.

Das Sparpaket genügt aber nicht, um die Finanzen der SRG ins Lot zu bringen. Nötig sind weitere Massnahmen im Umfang von durchschnittlich 40 Millionen Franken pro Jahr. Für die SRG sind neben Kürzungen am Programm auch neue Einnahmen denkbar. 

Eine Gebührenerhöhung sei nicht die einzige Möglichkeit, schrieb die SRG. Ebenso könnten - entsprechende Entscheide des Bundesrates vorausgesetzt - mehr Werbeeinnahmen generiert werden. Als Beispiele nannte die SRG Liberalisierungen bei der Online-Werbung oder bei der Unterbrecherwerbung.

Ohne Gegenmassnahmen würde die Verschuldung der SRG SSR idée suisse bis 2014 auf 790 Millionen Franken steigen. 2008 lag die Verschuldung bei 200 Millionen Franken. (sda)





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