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Tagblatt Online, 15. März 2010 13:24:18

Bergführer zerstört Gipfelkreuze im Kanton Freiburg

Bergführer hatte etwas gegen Gipfelkreuze (Symbolbild) Zoom

Der Bergführer ist gegen die Beschlagnahme der Gipfel durch die Religion. (Bild: Bild: Keystone)

FREIBURG. Ein 48-jähriger Bergführer hat gestanden, im Kanton Freiburg zwei Gipfelkreuze beschädigt zu haben. Der Mann störte sich daran, dass die Kirche die Berggipfel mit ihren religiösen Symbolen in Beschlag nehme.

Die Natur müsse ein freier Ort für alle bleiben. Er habe eine öffentliche Debatte lancieren wollen, erklärte der Mann laut Mitteilung der zuständigen Freiburger Untersuchungsbehörden.

Im Oktober 2009 beschädigte der Bergführer das Gipfelkreuz auf dem Vanil-Noir oberhalb von Grandvillard. Im Februar 2010 sägte er das Gipfelkreuz auf Les Merlas in der Gemeinde Bas-Intyamon um.

Im Zug der Ermittlungen stiess die Freiburger Polizei auf den 48-jährigen Bergführer aus dem Greyerzerland. Er ist nicht vorbestraft. Gegen ihn läuft nun ein Verfahren wegen des Verstosses gegen die Glaubensfreiheit und Sachbeschädigung. (sda)





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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Baptist (26. Oktober 2010, 22:55)
Gegen öffentliche Kreuze

argumentierte NS-Minister Julius Pauly am 4. November 1936, Zitat:

"Sämtliche öffentliche Gebäude des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände gehören dem ganzen deutschen Volk ohne Rücksicht auf das religiöse Glaubensbekenntnis der einzelnen Volksgenossen...Öffentliche Verwaltungsgebäude des Staates sind von alters her mit konfessionellen Zeichen - z.B. Kruzifix oder Lutherbild - nicht ausgestattet worden. Auch die Volksschulgebäude machen dabei keine Ausnahme, denn sie gehören der Gesamtheit und nicht einer bestimmten Glaubensrichtung. Demgemäss ordnen wir an, dass künftig in Gebäuden des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände kirchliche und andere religiöse Zeichen oben erwähnten und ähnlichen Charakters nicht mehr angebracht werden dürfen. Die bereits vorhandenen sind zu entfernen. Über das Veranlasste ist bis zum 15. Dezbr. d. Jrs. zu berichten."

Dokumentiert in: Joachim Kuropka "Zur Sache - Das Kreuz!"
Vechta 1987 ISBN 3-88441-037-7

Zum freien Nachdenken.

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