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Tagblatt Online, 06. Juli 2009 17:28:04

Wirtschaftskrise verstärkt Hunger und Elend - UNO benötigt Geld

Ban Ki Moon fordert Solidarität Zoom

Ban Ki Moon fordert Solidarität (Bild: Keystone)

Die Wirtschafts- und Finanzkrise wirft die Menschheit bei der Bekämpfung von Armut, Hunger und Krankheiten immer weiter zurück. Die UNO mit Generalsekretär Ban Ki Moon und internationale Institutionen lancierten in Genf einen Appell an die Weltöffentlichkeit.

Genf. "Die Krisen der vergangenen zwölf Monate - die Energiekrise, die Nahrungsmittelkrise und die gegenwärtige Wirtschaftskrise - haben weitreichendes Elend und Kummer ausgelöst", sagte Ban.

Die Weltwirtschaftskrise dringe mittlerweile in fast alle Bereiche ein und hinterlasse gefährliche Spuren. Deshalb dürften Arme, Kranke und besonders Menschen in Entwicklungsländern nicht vernachlässigt werden.

Die UNO benötige alleine 1 Mrd. Dollar für die Bekämpfung der Schweinegrippe, sagte Ban. Er forderte zur "weltweiten Solidarität" auf. Gerade die Menschen in ärmeren Ländern könnten sich kaum schützen, da Geld für Schutzimpfungen fehle.

Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, warnte, die Schweinegrippe könne in ärmeren Ländern "verheerend" wirken.

"Eine Milliarde Menschen lebt an ihrer Überlebensgrenze - es braucht nicht viel, um sie über die Kippe fallen zu lassen".

Nach UNO-Angaben wird die Zahl der Menschen, die in diesem Jahr in extremer Armut leben, bis zu 90 Millionen höher als vor Beginn der Krise im vergangenen Jahr sein. Das geht aus dem Jahresbericht 2009 für die UNO-Milleniumsziele hervor, der in Genf vorgelegt wurde.

Die UNO registriert, dass versprochene Gelder reicher Staaten für die Entwicklungsziele weitaus zurückhaltender eingehen als bisher. Bisher seien nur bei der Eindämmung von Malaria, Masern und Aids Erfolge erzielt worden. (sda/dpa)





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