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Tagblatt Online, 30. Juli 2012 14:50:14

Zeit für Farbe

Farbige Textilarmbänder für Uhren. Zoom

Farbige Textilarmbänder für Uhren. (Bild: natostrap.blogspot.com)

Andrea Hohendahl Wer eine feine Uhr trägt, weiss: Nichts ist lästiger als ein verschwitztes Lederarmband. So bleibt manch wertvolles «Zeitstück» an diesen heissen Tagen auf der Kommode liegen.

Andrea Hohendahl Wer eine feine Uhr trägt, weiss: Nichts ist lästiger als ein verschwitztes Lederarmband. So bleibt manch wertvolles «Zeitstück» an diesen heissen Tagen auf der Kommode liegen. Überhaupt setzen Schweiss und Sonne jedem Lederarmband zu, selbst wenn es vom zähesten Krokodilleder stammt und mit einer dicken Steppnaht verstärkt ist. Sind erst einmal speckige Stellen und Rillen erkennbar, ist es schon zu spät, und das Band muss ersetzt werden.

Ursprung im Militär

Vorbeugen kann man dieser kostspieligen Lösung des Problems, indem man als Alternative zum teuren Echsenband ein Textilband in Erwägung zieht. Die Stoffbänder aus strapazierfähigem Nylon sind inzwischen in allen erdenklichen Farben und Mustern erhältlich. Sie widerstehen Wetter und Wasser und entwickeln auch im Dauereinsatz keinen unangenehmen Geruch.

Ursprünglich war das Armband aus Nylon Militäruhren vorbehalten. Von daher rührt auch die Bezeichnung «Nato-Band». Das Gewebe verursachte keine Allergien und passte gut ans Handgelenk, liess sich aber auch bequem über dem Camouflage-Anzug tragen. So trugen auch Astronauten ihre legendären Speedmaster-Uhren gar über dem Raumanzug.

Heute kommen Textilbänder aber wie gesagt nicht nur in Raumfähren oder Düsenjägern zum Einsatz. Die grossen Uhrenhersteller haben die Reize dieses synthetischen Bandmaterials erkannt. Bei der Schaffhauser Uhrenmanufaktur IWC hat man die Reihe «Miramar» aus der Kollektion der Fliegerchronografen konsequent mit khakifarbenen Stoffbändern ausgestattet. Und auch der Florentiner Taucheruhren-Spezialist Officine Panerai setzt neben dem bewährten Naturprodukt Leder auf die Kunststofffaser.

Sommerlicher Anstrich

Eine gute Wahl für bunte Textilbändchen ist das Zürcher Guerilla-Label Maurice de Mauriac. «Sehen Sie nur all diese Farben!», schwärmt Daniel Dreifuss. In seinem Atelier an der Tödistrasse im Engequartier stapeln sich kistenweise Nato-Bänder in allen erdenklichen Variationen. 50 Franken legt man bei ihm auf die Theke, bei mehreren Exemplaren gewährt Dreifuss Rabatt.

Auch das Uhrengeschäft Zeit Zone am Kreuzplatz führt die robusten und trendigen Stoffbänder im Sortiment. Hier kostet der sommerliche Anstrich fürs Handgelenk gerade einmal 45 Franken. Noch günstiger geht's im Internet: Das schwarze klassische Nato-Bändchen ist auf Ricardo bereits ab 15 Franken zu haben.





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