Tagblatt Online, 06. Januar 2011 21:28:00
Auf dem höchsten Punkt des Kantons Thurgau
Fischingen - Ottenegg - Grat - Allenwinden - Rotbühl - Fischingen
Allenwinden, Fischingen (Bild: Marcel Steiner)
Charakteristisch für das Tannzapfenland ganz im Süden des Thurgaus sind die ausgedehnten Nadelwälder. Hier am Fusse des Hörnlis breiten sich diese allerdings nicht einfach flach aus: Die Murg sowie der Aubach und der Floobach sorgen für Gräben und Schluchten zwischen den Hügelzügen. Unterwegs zum höchsten Punkt des Kantons Thurgau auf dem Grat überraschen Weitblicke zum Alpstein und zum Bodensee. Der höchste Thurgauer Punkt wurde 2003 neu vermessen. Er liegt genau 991,1 Meter über Meer und ist mit einem behauenen Gneis-Grenzstein markiert.

Die Wanderung im Überblick
Start und Ziel: Kloster Fischingen
Wanderzeit: 3 ¾ Stunden
Weglänge: 11,4 km
Gesamtaufstieg: 590 m
Gesamtabstieg: 590 m
Ausrüstung: Wanderschuhe
Gaststätten: In Fischingen; Restaurant Kreutz, Allenwinden, Ruhetage Do/Fr
Parkplätze: Beim Kloster Fischingen
Öffentlicher Verkehr: Mit dem Bus von WilMobil nach Fischingen
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25 000 Blatt 1093 Hörnli
1. Kloster Fischingen, 625. Beim Hauptwegweiser vor dem Kloster die Richtung Ottenegg/Grat wählen und auf dem Trottoir zur Brücke gehen, wo der Aubach in die Murg mündet.
2. Mettle, 620. Im Weiler Mettle die Strasse nehmen, die links den Hügel hinaufführt. Ein Blick zurück eröffnet einen Überblick über die Klosteranlage.
3. Neuschüür, 683. Nach der Scheune links in das Strässchen einbiegen Richtung Waldkapelle Ottenegg/Grat. Der Weg führt an auf dieser Höhe aussergewöhnlichen Himbeer und Erdbeerplantagen entlang. Am Waldrand links halten Richtung Ottenegg (Waldkapelle)/Grat Pt. 996 m. Der Weg führt durch das Waldreservat Höllwald zur Waldkapelle Ottenegg, die 1890 vom Bischof von Basel der Heiligen Idda geweiht wurde. Nach der Kapelle den Wald verlassen und zur Mariensäule hinaufsteigen.
4. Ottenegg, Punkt 847.3. Die Marien statue erinnert an die Gründung der Waisenanstalt St. Iddazell im Kloster gebäude im Jahr 1879, aus dem das heutige Sonderschulheim Chilberg hervorging. Der Platz bietet einen Rundblick vom Säntis und den Churfirsten über die Kantone Thurgau und St. Gallen. Über den Hügelrücken an der Liegenschaft Ottenegg vorbei Richtung Grat/Allenwinden weiterwandern bis zum Gehöft Höll.
5. Höll, 809. Beim Wegkreuz links auf dem Strässchen 100 Meter bis zum Waldrand gehen und der Wanderwegmarkierung folgen. Die Route führt in einigen Spitzkehren auf einem schmalen Waldpfad auf den höchsten Punkt des Kantons Thurgau.
6. Grat, 991. Der höchste Punkt des Hügels Grat, auf der Landeskarte mit Groot bezeichnet, liegt auf der Grenze zwischen den Kantonen Thurgau und St. Gallen. Er ist mit 991,1 m der höchste Punkt des Kantons Thurgau und bietet Aussicht auf die unmittelbar gegenüberliegende Iddaburg, am Horizont zeigen sich Alpstein, Churfirsten und Speer. Gegen Norden reicht der Blick bis zur Hegauer Vulkanlandschaft. Durch den Wald Richtung Holenstein/Allenwinden absteigen.
7. Holenstein, 890. Geradeaus durch den Hof weitergehen Richtung Allenwinden. Vor dem Restaurant Kreutz auf Allenwinden links halten Richtung Chaltenbrunnen zum Hauptwegweiser.
8. Allenwinden, 914. Beim Hauptweg weiser rechts Richtung Rotbühl weitergehen. Der Wanderweg verläuft nach der Feuerstelle zuerst dem Waldrand entlang und dann auf dem Bankett neben der Strasse in den Weiler Rotbühl, auf der Landeskarte Roopel genannt.
9. Rotbühl, 851. Rechts halten Richtung Fischingen. Beim Wegkreuz beim Chrüzhof leicht links der Wanderwegmarkierung folgen. Die Route führt auf der Geländerippe meist durch den Wald abwärts. Auf halber Strecke nach Fischingen lohnt sich der Abstecher zum Aussichtspunkt Klosterblick. Auf den Wanderweg, der durch den Wald hinunterführt, zurückkehren und zum Ausgangspunkt in Fischingen absteigen.
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