Wandern zwischen zwei Kantonen

(Christian Regg)
WANDERPARADIES ⋅ Auf der Wanderung von Degersheim nach Schwellbrunn wechselt man mehrmals vom St. Gallischen nach Ausserrhoden und zurück.
11. April 2018, 16:47
Anina Rütsche

Die Wanderung im Überblick

Start: Degersheim
Ziel: Schwellbrunn
Strecke: 8,9 Kilometer
Wanderzeit: 2,5 Stunden
Aufstieg: 457 Höhemeter
Abstieg: 292 Höhenmeter
Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, für Kinderwagen nicht geeignet.
Gaststätten: Bergrestaurant Fuchsacker, Degersheim, Mi–So; Restaurant Landscheide, Schwellbrunn, Mo+Di/Fr-So; Restaurant Sitz, Schwellbrunn, Mi–So.
Parkplätze: Bahnhof Degersheim
Öffentlicher Verkehr: Degersheim ist gut per Bahn erschlossen, in Schwellbrunn verkehrt ein Bus.
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25'000, Blatt 1094 Degersheim. (aru)


1 Degersheim Diese Route, die auch in der kälteren Jahreszeit gut begangen werden kann, beginnt im ehemaligen Stickerdorf Degersheim im Kanton St. Gallen. Vom Bahnhof aus führt der Weg südwärts. Beim Aufstieg durch ein Einfamilienhausquartier kann man sich optimal aufwärmen. Weiter geht es auf einem Feldweg, zunächst durch eine Wiese, dann durch den Wald. Diese Höhenmeter bis zum Restaurant Fuchsacker im Kanton Appenzell Ausserrhoden sind übrigens die anstrengendsten dieser Wanderung.

2 Fuchsacker Auf fast 1000 Metern über Meer befinden sich der Fuchsacker und das gleichnamige Bergrestaurant, das man nach rund einer Dreiviertelstunde Fussmarsch erreicht. Von Mittwoch bis Sonntag ist es jeweils ab 9 Uhr geöffnet. Zum Angebot gehört unter anderem ein Fondue-Raclette-Hüttli, in dem bis zu zwölf Personen Platz finden. Sofern es warm genug ist, kann man auf der Panoramaterrasse Platz nehmen. Erst kürzlich, im Februar 2018, wurde auf SRF eine Folge von «Mini Beiz – dini Beiz» ausgestrahlt, in welcher der «Fuchsacker» im Zentrum steht. Nach der Rast führt die Route am Fondue-Raclette-Hüttli vorbei in den Wald hinein.

3 Gägelhof Bald gelangt man wieder in den Kanton St. Gallen. Mit etwas Wetterglück präsentiert sich unterwegs die Aussicht auf den Alpstein sowie die Hügel und Streusiedlungen des Appenzellerlands. Wenig später wechselt man den Kanton erneut. Die entsprechende Stelle am Rande einer Wiese ist mit einem Grenzstein aus dem 19. Jahrhundert markiert. Von dort aus führt der Weg in ein Wäldchen hinein und bergab. Der Untergrund ist mehrheitlich naturbelassen. Erst kurz vor dem nächsten Fixpunkt der Tour, dem Gägelhof, betritt man ein befestigtes Strässchen. Beim Gägelhof angelangt, zweigt der Wanderweg unvermittelt nach links ab. Wer den gelben Markierungen folgt, die meist übersichtlich angebracht sind, vermeidet das Gehen auf Betonplatten und Asphalt.

4 Landscheidi Kurz vor dem Restaurant Landscheide führt die Route einige Dutzend Meter einer viel befahrenen Strasse entlang. Ein Trampelpfad bietet den Fussgängerinnen und Fussgängern Schutz, doch wartet er auch mit einigen Stolperfallen auf. Wer möchte, kann kurz darauf im Restaurant Landscheide eine Pause einlegen. Diese Möglichkeit besteht allerdings auch wenig später am höchsten Punkt dieser Wanderung. Zuvor muss man allerdings einige Höhenmeter erklimmen. Im Winter befindet sich auf dieser Wiese eine Skipiste. Hiervon zeugt die Liftanlage mit den baumelnden Bügeln.

5 Sitz Das Restaurant Sitz ist klein, aber fein. Wer es bei idealen Witterungsbedingungen hierher schafft, kann die Rundumsicht vom Alpstein bis auf den Bodensee geniessen. Anschliessend führt die Route bergab.

Risi Risi, so heisst der Ort, wo man im Notfall auf den Bus ausweichen könnte, der nach Schwellbrunn und von dort nach Herisau fährt. Wer zu Fuss gehen möchte, hat zum Abschluss nochmals einen kleinen Aufstieg vor sich. Wichtig: Beim Wegweiser dem Pfeil «Schwellbrunn Post» folgen, der nach links zeigt. Der Weg, der durch die Wiese führt, ist erst auf den zweiten Blick erkennbar. Es folgt eine Passage im Wald.

7 Schwellbrunn Das Ziel der Wanderung ist die höchstgelegene Gemeinde Appenzell Ausserrhodens, Schwellbrunn, auf 972 Metern über Meer. 2017 wurde Schwellbrunn als «schönstes Dorf der Schweiz» ausgezeichnet, dies im nationalen Wettbewerb von «Schweizer Illustrierte», «L’illustré» und «il Caffè» in Zusammenarbeit mit SRF, RTS, RSI und RTR.


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