Salzkorn

30. November 2017, 05:18

Für exzessive Kaffeetrinker ist es ein magischer Moment. Wenn frühmorgens das braune Getränk aus dem Kolben fliesst, wissen sie: Der Tag kann beginnen, und das Koffein wird viele gute Dienste leisten. Als Antreiber, als Munter- und Glücklichmacher, als Substanz, die klares Denken fördert. Nur manchmal kommt die bange Frage auf, ob eine Tagesdosis mit neun Tassen gesund sei. Nun wissen wir: Ja! Kardiologen forderten diese Woche in Barcelona, der Kaffee müsse in der Ernährung noch viel wichtiger werden. Denn er reduziere das Risiko, früh zu sterben. Im Sommer war eine schottische Studie zum gleichen Schluss gekommen.

Bevor wir uns nun auf den nächsten Espresso freuen, steht einzig noch die Frage im Raum: Warum kommen die Forscher erst jetzt zu dieser Erkenntnis? Sie hätten einfach die Ursprungslegende des Kaffees besser studieren müssen. Die äthiopischen Hirten entdeckten die belebenden Bohnen damals ja nur, weil ihre Schafe diese frassen und danach munter und lebensfroh umhertollten. J. A.


Leserkommentare

Anzeige: