Salzkorn

27. November 2017, 05:19

Auszeichnungen für beson­dere Verdienste bedeuten nicht nur Ruhm und Ehre für die jeweils Ausgezeichneten. Auch die auszeichnenden Institutionen haben etwas davon: Sie geniessen Aufmerksamkeit, stehen in gutem Licht da, können sich mit den Aus­gezeichneten quasi schmücken.

Einer, der das früh gemerkt hat, war der schwedische Chemiker Alfred Nobel. Dank der von ihm gestifteten Nobelpreise wird die Erinnerung an ihn – als Wohltäter und weniger als Erfinder des Dynamits – Jahr für Jahr aufgefrischt. Geschickt macht es auch der Schweizer Heimatschutz. Mit der Verleihung des Wakkerpreises bringt er sich und sein Grundanliegen eines respektvollen Umgangs mit alter wie neuer Bausubstanz regelmässig ins Gespräch – ­ und dies trotz der relativ bescheidenen Preissumme von 20000 Franken.

Sogar Gratis-Publizität bringt das Ehrendoktorat für eine bekannte Persönlichkeit. Gratulation also. An Dr. h. c. Roger Federer? An die Univer­sität Basel!stb.


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