Salzkorn

24. November 2017, 05:20

Welche Partei wehrt sich wohl mit Händen und Füssen dagegen, Einkommensobergrenzen für Bewohner städtischer Wohnungen einzuführen? Klar doch: die politische Rechte, die schon immer auf Vorteile für ihre reiche Klientel bedacht ist.

Denkste: Im rot-grün regierten Zürich war es die Linke, welche sich dafür wehrte, dass Spitzenbeamte und Akademiker in den ebenso schönen wie günstigen Altstadtwohnungen bleiben sollten. Wenn Roger Federer in eine städtische Wohnung an der Schipfe zöge, so fördere das doch die soziale Durchmischung, argumentierte die SP-Fraktionschefin scheinheilig. So viel Klientelpolitik war sogar dem Zürcher Gemeinderat zu viel. Gab aber schon mal einen Vorgeschmack, wie es herauskommt, wenn der Staat über den Wohnraum verfügt. Angaben über das Gemauschel um die Gunst der zuständigen Ämter sind bei Leuten erhältlich, die einst eine Wohnung in Moskau oder auch nur schon in Wien zu ergattern versuchten. G. F. H.


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