Urnäsch findet keinen neuen Kanton

28. Januar 2018, 05:16
Silvan Lüchinger

Die Fastnachtsgesellschaft Wil setzt sich für die Erhaltung der Fasnachtstradition ein. Darum tritt sie konsequent in deutschen Narrenuniformen auf.

Die im Appenzellerland geplanten Windräder verschandeln das Landschaftsbild. Das stimmt. Importierten Atomstrom sieht man nicht.

Im Toggenburg hat einer Lamm als Wild verkauft. Dafür gibt’s neben der Busse eine bedingte Strafe. Weil die Qualität einwandfrei, aber die Deklaration falsch war. Darum nächstes Mal sauber anschreiben: Bedingt Rehpfeffer.

Swisscom und Post wollen in die unterirdische Güterbahn investieren. Politiker stört das. Eine chinesische Firma will ebenfalls mitmachen. Das stört die vorausschauenden Politiker nicht. Irgendwann gehört die Bahn eh den Chinesen.

«So nicht», sagt die finanzschwache Gemeinde Urnäsch zum neuen Ausserrhoder Finanzausgleich. Ein Wechsel zu Innerrhoden ist keine Option. «Ihr nicht», heisst es dort.

Die Gemeinde Davos hat eine Anti-WEF-Demo in Davos un­tersagt. Die Bündner SP ruft daher zur Kundgebung in Zürich auf. Richtig so. Eine Demo gehört in die grösste Stadt des Kantons.

Die Liechtensteiner Fortschrittliche Bürgerpartei leidet unter den Attacken ihres Abgeordneten Johannes Kaiser auf ihren Regierungschef Adrian Hasler. Manche raten, in diesem Fall sei das neue Liechtensteiner Bibermanagement anzuwenden: Wer am falschen Ort nagt, muss gehen.

Zum dritten Mal in Folge sind in der Stadt St. Gallen mehr Personen weg- als zugezogen. Das Duo Hüppi/Sutter zeigt Wirkung.

Am Gerücht, dass auch Nachwuchshoffnung Tranquillo Barnetta den Säuberungen beim FC St. Gallen zum Opfer gefallen sei, ist nichts dran. Barnetta hat sich dem Komitee gegen «No Billag» freiwillig angeschlossen.

5100 Franken Ertrag brachte letztes Jahr die Radaranlage an der Uznacherstrasse in Jona. Für den Unterhalt hat das knapp gereicht. Weitere Radaranlagen an Wanderwegen sind nicht geplant.

Vielenorts geben Glockengeläut und nächtlicher Stundenschlag Anlass zu Streit. Mosnang macht daraus ein Geschäft. Die Glocken im Turm der Georgskirche werden durch vier Handyantennen ersetzt.

An der Hochschule Luzern kann man ab kommendem Herbst Jodel studieren. Die HSG hält dagegen und richtet einen Lehrstuhl für Talerschwingen ein. Das will am Rosenberg fast jeder können.

Im luzernischen Emmen werden Lehrerausfälle bis zu einer Woche nicht mehr ersetzt. Aus Spargründen. Das ist nur konsequent: Kranke Schüler werden auch nicht ersetzt.

Für 38 Millionen will Herisau seinen Bahnhofplatz neu gestalten. Der Bund soll einen Drittel daran zahlen. Nur weiss dort niemand, dass Herisau per Bahn erreichbar ist.

«Precops» heisst eine Polizei-Software, mit der sich Einbrüche vorhersagen lassen. Die CVP prüft, ob sie sich auch für Wählereinbrüche eignet.

Statt in Rorschach findet der Vampirball heuer in St. Gallen statt. Das städtische Steueramt fühlt sich betroffen.

Silvan Lüchinger

silvan.luechinger@tagblatt.ch


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