Affäre Polanski: 03. Oktober 2009, 20:51

Polanski musste Vergewaltigungsopfer 500'000 Dollar zahlen

Regisseur Roman Polanski
Regisseur Roman Polanski. Bild: Keystone

LOS ANGELES. Der Filmemacher Roman Polanski hat sich laut der Zeitung "Los Angeles Times" in den 1990er Jahren zu einem Schadenersatz an sein Vergewaltigungsopfer bereit erklärt. Er sollte der Frau, die er als 13-Jährige sexuell missbraucht hatte, 500'000 Dollar zahlen.

Los Angeles. Die "Los Angeles Times" berichtete unter Berufung auf Gerichtsdokumente, dass Polanski der Verpflichtung aus dem Jahr 1993 zunächst nicht nachgekommen sei. Anwälte hätten noch im Jahr 1996 versucht, das Geld bei Filmstudios, Polanskis Agent sowie der US-Schauspielergewerkschaft einzutreiben.

Als Zeichen dafür, dass der Regisseur schliesslich doch zahlte, wertet die "Los Angeles Times", dass die Frau ihre juristischen Bemühungen einstellte und sich sogar gegen eine Gefängnisstrafe Polanskis aussprach.

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Polanski war vor einer Woche bei seiner Einreise in die Schweiz auf der Grundlage eines US-Haftbefehls festgenommen worden. Seither sitzt er in Auslieferungshaft.

Der polnisch-französische Doppelbürger hatte sich 1977, im Alter von damals 43 Jahren, in den USA an einer 13-Jährigen vergangen. Er bekannte sich schuldig und sass dafür zunächst 47 Tage im Gefängnis, floh aber vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte nicht mehr in die USA zurück. (sda/afd)





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