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Not hat viele Gesichter – «OhO» hilft in der Ostschweiz

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Kathrin Hilber im Gespräch mit dem neuen Beirat Norbert Näf. (Bild: Bild: Reto Martin)

Fast 2,8 Millionen Franken haben die Leserinnen und Leser des St. Galler Tagblatts und seiner Partnerzeitungen bis heute für die Weihnachtsaktion «Ostschweizer helfen Ostschweizern» gespendet. Heute ist dieser Zeitung der Einzahlungsschein für «OhO 2010» beigelegt.

silvan lüchinger

st. gallen. «OhO» ist eine Erfolgsgeschichte. Seit fünf Jahren gibt es die Aktion, und in jedem dieser Jahre lag das Sammelergebnis höher als im vorhergehenden. In konkreten Zahlen: die Weihnachtsaktion 2005 verbuchte Eingänge von Fr. 291 900.–, im vergangenen Jahr kamen Fr. 680 600.– zusammen.

Ehrenamtlicher Beirat

Wem kommen die Spenden zugute? Im Zweckartikel des Vereins «Ostschweizer helfen Ostschweizern» ist festgehalten:

Aus den Spendengeldern der Sammelaktion werden in der Regel unterstützt:

a) Einzelpersonen und Familien, die in der Ostschweiz wohnen und durch die Maschen des sozialen Netzes gefallen sind.

b) Personen aus der Ostschweiz, die irgendwo auf der Welt für Notleidende und Bedürftige tätig sind.

Beitragsgesuche einreichen können Sozialämter, sozial tätige Institutionen und Privatpersonen. Über die Gesuche entscheidet ein Beirat mit derzeit elf Mitgliedern. Präsidentin des Beirates ist die St.

Galler Regierungsrätin Kathrin Hilber. Der Beirat ist ehrenamtlich tätig; der Aufwand für Administration, Sekretariat etc. geht zulasten der St. Galler Tagblatt AG.

Not gibt es auch bei uns

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt und verfügt über ein soziales Netz mit feinen Maschen. Dennoch gibt es auch bei uns immer wieder Menschen, die in eine Notlage geraten, aus der sie allein kaum herausfinden. Ihnen hilft «OhO» mit meist kleineren, ab und zu auch namhaften Beträgen.

Die inhaltliche Palette der Gesuche ist so breit, wie Bedürftigkeit unterschiedlich sein kann. Der Zustupf an den Musikunterricht für mehrere Geschwister gehört ebenso dazu wie der Beitrag an eine Zahnsanierung oder die Kostenübernahme für eine neue Brille.

Vor Weihnachten auszahlen

Im vergangenen Jahr gingen Unterstützungsgesuche für 800 Personen und Familien ein. 660 Gesuche wurden gutgeheissen und Beträge zwischen 100 und 10 000 Franken ausbezahlt. Für die Aktion «OhO 2010» ist die Einreichefrist noch nicht abgelaufen.

Dennoch liegen bereits gut 300 Gesuche zur Behandlung bei den Mitgliedern des Beirates. Dessen Ziel ist es, möglichst viele Gesuche so rasch zu entscheiden, dass das gesprochene Geld noch vor Weihnachten ausbezahlt werden kann – eben im Sinne eines ausserordentlichen Weihnachtsgeschenks.

Aktionen melden

Erstmals direkt angesprochen sind dieses Jahr die Leserinnen und Leser der «Thurgauer Zeitung», die ab dem Jahreswechsel zur Tagblatt-Zeitungsgruppe gehören wird.

Auch in ihr Leibblatt ist heute der «OhO»-Einzahlungsschein eingesteckt.

Für Thurgauer wie für St. Galler und appenzellische Leserinnen und Leser gilt: Wenn Sie zugunsten von «OhO» eine spezielle Aktion planen oder von solchen Aktionen wissen, melden Sie sich. Wir machen an dieser Stelle gern darauf aufmerksam.

s.luechinger@tagblatt.ch

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