«Beyond the Fields» live im Hotel Le Lion

Ritt auf wildem Truthahn

BISCHOFSZELL. Auch beim dritten Konzert innert vier Jahren gelang der Rock-Folk-Formation «Beyond the Fields» im Lion-Keller ein überzeugender Auftritt.
17. Januar 2007, 00:30
RUDOLF STEINER

Nach ihrem ersten Auftritt 2003 und dem zweiten vor fast genau zwei Jahren im Januar 2005 begeisterten die fünf Musiker mit ihrer Spielfreude und Professionalität auch beim dritten Auftritt im Hotel Le Lion.

Nur selten live zu hören

Aber nicht nur die Songs, die mit wenigen Ausnahmen ausschliesslich aus der Feder des Bischofszeller Gitarristen und Sängers André Bollier stammen, sind beim Publikum bereits legendär. Der charismatische Bandleader und Antreiber seiner Kollegen – Marcel Bollier (Bass), Martin Flüge (Schlagzeug, Cajon, Djembe), Jörg Walesch (Fiddle oder E-Geige) und Günther Hahn (Mandoline) – versteht es ausgezeichnet, die Zuhörer mit seinen spannenden Canterbury Tales oder Storys bei Laune zu halten. Und André Bollier, der während seiner Ausbildung selbst einige Monate in Canterbury gelebt hat, weiss, wovon er spricht. Allerdings sind die Konzerte der Band seltene Ereignisse. Sie ist in den vergangenen zwei Jahren ganze vier Mal aufgetreten. Das liegt einerseits an der starken beruflichen Beanspruchung der einzelnen Bandmitglieder, andererseits an den teils doch ziemlich weit auseinander liegenden Wohn- bzw. Arbeitsorten. Und ausserdem nimmt die Produktion der neuen CD, ihrer ersten grossen mit 15 bis 20 Songs, viel Zeit in Anspruch.

Geschmack getroffen

Wie «Beyond the Fields» auch am Konzert vom Samstagabend bewiesen, wollen sie ihrem Stil aus einem Mix aus irischem und amerikanischem Folk und Rock mit eigenen Einflüssen treu bleiben und noch weiterentwickeln.

Ob die Musiker nun Stücke wie «Ride the wild Turkey» oder «The last Dance» spielten – es war genau jene Mischung, die das Publikum gerne hören wollte. Es liess sich im Lion-Keller denn auch immer wieder zu spontanen Beifallskundgebungen hinreissen. Und so hofften am Schluss alle Konzertbesucher, dass bis zum nächsten Auftritt der überzeugenden fünf Musiker nicht wieder zwei Jahre vergehen werden.


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