Odd Fellows sammeln 9000 Franken für Notfonds der Frauenzentrale

Loge kocht für Schwangere

Die Odd Fellows der Stadt St. Gallen spenden der Frauenzentrale 9000 Franken. Das Geld soll dem Notfonds für Schwangere zugute kommen.

22. Dezember 2004, 00:30

Im vergangenen September kochten und verkauften Mitglieder der Odd Fellows Nasi-Goreng, Getränke, Kaffee und Kuchen in der Spisergasse. Dabei kamen 9000 Franken zusammen.

Das Geld konnte am vergangenen Donnerstagabend der Präsidentin der Frauenzentrale, Susann Mösle-Hüppi, und der Stellenleiterin der Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität, Beatrice Truniger Blaser, übergeben werden.

Finanzielle Hilfe

Die 9000 Franken werden dem Notfonds für Schwangere gespendet. Aus diesem Fonds werden Frauen und ihre Familien unterstützt, die wegen einer Schwangerschaft in finanzielle Not geraten sind. Durch die Verbesserung der finanziellen Situation der Frau und der Familie soll gemäss Mitteilung der Frauenzentrale «das soziale, psychische und physische Umfeld der Neugeborenen» günstig beeinflusst werden. Die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität ist eine Institution der Frauenzentrale, die im Auftrag der beiden Kantone St. Gallen und Appenzell ihre Beratungstätigkeit ausübt. Neben der finanziellen Hilfe ist die Beratung bei ungeplanter Schwangerschaft eine Hauptaufgabe der Institution.

Internationale Gesellschaft

Die Odd Fellows sind Teil einer internationalen Gemeinschaft, die konfessionell und politisch neutral ist. Entstanden ist die Organisation im 17. Jahrhundert in England. Die Gemeinschaft unterteilt sich in verschiedene Logen, Männer- und Frauenlogen. Die erste Loge in der Schweiz wurde 1871 in Zürich gegründet, heute sind es 35 Männer- und sieben Frauenlogen. Die St. Galler Loge, genannt Alpsteinloge Nr. 21, besteht seit 1935. «Wir haben ungefähr vierzig Mitglieder», sagt Fred Eichenberger von den St. Galler Odd Fellows. Sie treffen sich zwei- bis dreimal pro Monat, «um zu diskutieren, philosophieren oder auch Gastvorträge anzuhören.»

Humanitär wirken

«Wir orientieren uns an den Grundsätzen der Nächstenliebe und der Wahrhaftigkeit», sagt Eichenberger. Sie würden sich häufig an humanitären Aktionen beteiligen. Sie seien ein weltlicher Orden, der einen Beitrag in der Gesellschaft leisten wolle. (km)


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