Gar nichts mit Rheineck zu tun

24. Dezember 2002, 00:30

Rheineck. Im «Ostschweizer Tagblatt» vom 12. Dezember berichteten wir, dass Rheinecks Gemeindepräsident Hans Pfäffli nicht schlecht staunte, als er erfuhr, dass es in Neuseeland ein Rheineck Lager Beer gibt. Wieso das Bier aus dem fernen Ozeanien den Namen «Rheineck» trägt ging aus dem Artikel allerdings nicht hervor. Nun hat sich das «Geheimnis» um das neuseeländische Gebräu dank eines Lesers gelüftet. Karl Lang aus Rheineck schreibt:

«Dass es ein Bier namens Rheineck gibt, ist seit mindestens 20 Jahren bekannt und im Rathaus Rheineck auch aktenmässig belegt. Der Name des Produkts geht darauf zurück, dass der Brauereibesitzer seinem damaligen deutschen Braumeister den Auftrag erteilte, ein Bier zu kreieren, in welchem der Name ‹Rhein› vorkommt. Die neuseeländische Bier-Marke hat also mit der Ortschaft Rheineck in der fernen Schweiz in keiner Weise etwas zu tun, sondern die Wahl des Namens war rein zufällig. Es wurde auch ein Karton mit etwa 20 Dosen des Rheineck Lager Beers an die Gemeinde Rheineck geschickt. Das Bier wurde teilweise getrunken und die Dosen auch zum Teil im Archiv eingelagert, wo sie eigentlich noch immer sein sollten. Der Gemeinderat Rheineck hat die Tatsache, dass ein Bier mit dem gleichen Namen existiert, damals in etwas bescheidener Form publiziert, weil sich kein direkter Bezug zu Rheineck ergab.»Die Büchse des Rheineck Lager Beers ziert eine Burg, die laut Gemeindepräsident Hans Pfäffli Ähnlichkeiten mit jener, die über dem «Städtli» thront, aufweist. Tatsächlich ist auf der Dose die deutsche Burg Rheineck, in der Nähe von Bonn, abgebildet. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, seitdem mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.


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