JSVP provoziert mit Hitlerbild auf ihrem Plakat

Gewalt an Schulen thematisiert

st. gallen. Die Junge SVP will «die heutigen Zustände an unseren Schulen» ändern. Sie startet dazu eine Bildungsoffensive. Unter anderem fordert sie einen begrenzten Ausländeranteil in Schulklassen.
19. Juli 2007, 00:30
Claudia Schmid

«Statt sich auf das Lehren zu konzentrieren, sind viele Schulen mit Problemen wie Gewalt, Drogen, Kriminalität oder Integrationsverweigerung beschäftigt», erklärte Lukas Reimann, Wiler Kantonsrat und Präsident der Jungen SVP, am Mittwoch an einer Medienorientierung. Seine Partei habe deshalb einen Massnahmenkatalog erarbeitet.

Volksinitiative lancieren

Zu diesen Massnahmen gehören laut Lukas Reimann «die politische Umsetzung von härteren Strafen, besserer Bildung und mehr Sicherheit». Die Vorstösse zielten unter anderem auf gesetzliche Massnahmen für sicherere Schulen, härtere Strafen für Problemschüler, die Einführung eines Maximal-Ausländeranteils für Schulklassen, die Schaffung von Anlaufstellen für Opfer, die Beschleunigung von Jugendstrafverfahren und die erleichterte Wegweisung von Straftätern.

«Wenn diese Parlamentsvorstösse keinen Erfolg haben sollten und die Behörden weiterhin zuschauen, wird die Junge SVP eine kantonale Volksinitiative mit dem Titel <mehr Sicherheit und bessere Schulen für unsere Zukunft> lancieren», sagte der Kantonalpräsident der Jungen SVP. Damit die Öffentlichkeit auf die Ideen der Jungen SVP aufmerksam wird, ist eine Plakataktion geplant (siehe Kasten).

«Ort von Angst und Schrecken»

Unter Titeln wie «Mein Alltag: Gewalt und Erpressung» oder «Meine Schule: Ort von Angst und Schrecken» erzählten vier Mitglieder der Jungen SVP aus ihrer Sicht von ihrem Schulalltag. «Was in meiner Schule läuft, ist ein Witz. Es kann nicht sein, dass in der Klasse mehr als die Hälfte Ausländer sind. Da gibt es immer Streit», erklärte Mike Egger aus Berneck in seinem Statement.

«Heute werden Schulen für allerhand missbraucht, so zum Beispiel, um Ausländer zu integrieren, Polizei zu spielen oder um Kinder zu erziehen», betonte Walter Grob aus Krinau. Während seiner Schulzeit habe es Zeiten gegeben, da die Lehrer und Lehrerinnen weinend das Klassenzimmer verlassen hätten, weil sie von Schülern eingeschüchtert und respektlos behandelt worden seien, vermerkte Lucian Oertle (Schänis). Nicht alle Jugendlichen seien gewalttätig, es handle sich hauptsächlich um ausländische Jugendliche und deren Mitläufer, sagte Reto Bischofberger (Marbach).

Sozialdienst für Schweizer

«Konsequente Ahndung von diesen Personen mit härteren Konsequenzen als bisher und Ausweisung von Tätern, die vom Ausland kommen, mitsamt ihrer Sippe», nannten die Jungen SVPler als mögliche Lösung. Erst dann würden «die Eltern dieser Jungs eine bessere Erziehung anstreben».

Als Massnahme für fehlbare Schweizer Schüler schlagen sie vor, sie zum Sozialdienst zu schicken, um ihnen die Freizeit besser zu gestalten.


Hitler als schlechter Lehrer

An der Pressekonferenz wurde das Plakat, auf dem ein Porträt Adolf Hitlers erscheint, kurz erklärt: Damit die Jugend nicht Zuflucht in Drogen, Gewaltausbrüchen, Rassismus und Sekten suche, müssten Verbesserungen im Bildungssektor her. Weiter wurde nicht auf die Bilder eingegangen. (red.)


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