Tagblatt Online, 20. Juli 2012 14:16:59
Schweiz und VAE klären Handgranaten-Vorfall ab
Die Schweiz will gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) herausfinden, ob und wie Handgranaten aus Schweizer Produktion in die Hände syrischer Rebellen gelangten. Die beiden Staaten haben dazu eine gemeinsame Untersuchungskommission eingesetzt, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.
Die Schweiz will gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) herausfinden, ob und wie Handgranaten aus Schweizer Produktion in die Hände syrischer Rebellen gelangten. Die beiden Staaten haben dazu eine gemeinsame Untersuchungskommission eingesetzt, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt.
Es ist noch nicht sicher, ob die vor ein paar Wochen in den Medien veröffentlichten Bilder tatsächlich in Syrien aufgenommen worden waren. Die gezeigten Handgranaten stammen nach bisherigen Erkenntnissen aus einer Lieferung der Schweiz an die Armee der VAE aus dem Jahr 2003. Für die damals gelieferten 225 162 Handgranaten hatte das Land eine Nichtwiederausfuhr-Erklärung unterzeichnet.
Nach der Veröffentlichung der Bilder erliess die Schweiz Anfang Monat ein Exportverbot für Kriegsmaterial an die VAE. Als Sofortmassnahme wurde nun die provisorische Blockierung bereits erteilter Bewilligungen wieder aufgehoben. Hängige Gesuche bleiben indes bis auf weiteres blockiert.
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