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Tagblatt Online, 16. Juni 2012 00:00:00

Berner Unternehmer wollen Kanton stärken

Start mit drei Projekten in den Bereichen Steuern, Gesundheits- und Sozialwesen

Der Standort Bern soll für Unternehmer attraktiver werden. Zoom

Der Standort Bern soll für Unternehmer attraktiver werden. (Bild: Thomas Lehmann/Keystone)

Bern steht nicht so schlecht da, wie es oft geschildert wird – aber man könnte vieles noch besser machen: So lautet kurz zusammengefasst die Analyse von 16 Berner Unternehmern.

dgy.

Bern steht nicht so schlecht da, wie es oft geschildert wird – aber man könnte vieles noch besser machen: So lautet kurz zusammengefasst die Analyse von 16 Berner Unternehmern, die sich in einer Gruppe unter dem Namen Fokus Bern zusammengeschlossen haben, um die Attraktivität des Kantons zu erhöhen. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, der vor seinem Wechsel in die Politik selber ein Unternehmen im Kanton Bern geführt hatte.

Glas ist halbvoll

Neu sind solche Anläufe zur Verbesserung der Standortattraktivität nicht – ungewohnt ist indessen der positive Grundtenor, mit welchem Wirtschaftsvertreter nun die Sache angehen. So steht nicht die Klage über zu hohe Steuern (die Fokus Bern selbstredend ebenfalls senken will) oder die benötigte Finanzhilfe im Rahmen des Finanzausgleichs im Vordergrund, sondern hervorgehoben werden die für Bern positiven Parameter wie die Verkehrsinfrastruktur oder der Bildungsstandard. Angestrebt werden nicht nur bessere Rahmenbedingungen, sondern auch eine «objektive Wahrnehmung des Kantons Bern».

Initiiert wurde Fokus Bern von Peter Stämpfli vom Verlag Stämpfli AG, der die Gruppe auch präsidiert. Zu den Wirtschaftsleuten, die sich angeschlossen und zu finanzieller Mitträgerschaft verpflichtet haben, gehören Daniel Bloch (Chocolats Camille Bloch), Etienne Jornod (Galenica), Nicole Loeb (Loeb) oder Thomas Frutiger (Frutiger AG). Engagiert ist aber auch Hans-Ulrich Müller von der Credit Suisse, der nach der Schliessung der Kartonfabrik Deisswil 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz verschaffte, das Fabrikareal übernahm und zu einem KMU-Zentrum umfunktionierte.

Konkrete Projekte bis 2015

Vorerst nimmt die Gruppe drei Projekte in den Bereichen Steuern, Gesundheits- und Sozialwesen in Angriff. So soll die Steuerstrategie des Kantons so ausgerichtet werden, dass die Steuern gesenkt werden können, ohne dass die Einnahmen als Folge davon einbrechen. Ausserdem müssten die Rahmenbedingungen für Medtech, Pharma- und Biotechunternehmen verbessert werden, um den Cluster in diesem Bereich zu stärken. Mit konkreten Lösungsvorschlägen zuhanden der Berner Politik sei bis 2015 zu rechnen, sagte Fokus-Präsident Peter Stämpfli.




Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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unangan (16. Juni 2012, 16:43)
"So soll die Steuerstrategie des Kantons so ausgerichtet werden, dass die Steuern gesenkt werden...

Richtig ist.. auch meine Buchhaltung ist mit den Einnahmen, beziehungsweise Ausgaben schlecht in "Einklang" zu bringen.
Doch als AHVler erstrebe ich immer, dass meine Einnahmen den Ausgaben "gerecht" werden.
Nach buchhalterischen Einsichten kann es nicht sein, dass weniger Steuereinnahmen die vermehrten Ausgaben ausgleichen. z.B. Infrastukturausgaben.

In welcher Welt leben die Politiker..???..
In der Welt der demokratischen Wahlversprechen ..???.
Oder in der Realtiät der Ausgaben des Staates..???..
Diese Aufzeichnung der Realtiät von Ausgaben zu den Einnahmen, beziehungsweise zu Wahlversprechen, ist der Demokratie "Hasenfuss".
Wer gewählt werden will.. sollte nach gängigen "Wahlmustern" dem Volke Steuererleichterungen versprechen.
Wohl weislich, dass der Staatshaushalt dies nicht verträgt.
Nicht nur in der Schweiz:,
wäre ein Umdenken, und somit dem Vermitteln zum Wahlvolk, unabdingbar, dass Steuergeschenke der Vergangenheit angehören

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