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Tagblatt Online, 09. August 2012 13:43:00

Anreize zu Ausreise und Integration

Mit einer Verordnungsrevision möchte der Bundesrat die Bereitschaft abgewiesener Asylbewerber zur Ausreise mit grösseren finanziellen Anreizen erhöhen.

(sda) Das Echo auf diesen Vorschlag ist in der Vernehmlassung mehrheitlich positiv. Nur die SVP lehnt eine Ausweitung der Rückkehrhilfen vehement ab, da dadurch eine Sogwirkung entstehe. Die SP kann die Bedenken nachvollziehen, hat jedoch «Vertrauen in das Augenmass der Behörden» und nimmt an, dass Missbrauch ausgeschlossen werden kann. Die Rückkehrhilfen dürften auf keinen Fall die Reisekosten übersteigen, fordert die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren. Die Kantone wünschen sich ferner eine höhere Beteiligung des Bundes an den Haftkosten der Kantone.

Bis zu 2000 Franken

Nach dem Vorschlag des Bundesrats sollen Personen in Administrativhaft in blockierten Situationen bis 2000 Franken erhalten, wenn sie bei der Beschaffung der Reisepapiere mithelfen und selbständig ausreisen. Das Geld würde erst in ihrer Heimat ausbezahlt.

Durch eine weitere Verordnungsrevision will der Bundesrat die Zahlungen an die Kantone im Asylbereich neu gestalten und Fehlanreize bei der wirtschaftlichen Integration beseitigen. Der Vernehmlassungsentwurf wird von Kantonen, Parteien und Interessengruppen grösstenteils positiv beurteilt. Heute verringern sich die Sozialhilfebeiträge des Bundes an die Kantone nämlich bei jeder zusätzlichen Person, die ins Erwerbsleben einsteigt. Neu sollen etwa die kantonale Arbeitsmarktsituation für ausländische Personen sowie die Anzahl der vorläufig Aufgenommenen und der Flüchtlinge in die Berechnung der Pauschalen einfliessen.

Bessere Chancen für Neustart

In ihren Stellungnahmen äussern sich die FDP und die SVP, die Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren sowie die Schweizerische Flüchtlingshilfe positiv. Die SP fordert darüber hinaus, dass auch Personen im Asylverfahren stärker in die Integrationsbemühungen einbezogen werden. Auch wer die Schweiz später wieder verlassen müsse, habe dann bessere Chancen für einen Neustart.




Leser-Kommentare:
4 Beiträge

Kommentare lesen

schwizer (11. August 2012, 09:30)
Mit...

...solch schmutziger Praxis werden falsche Zeichen gesetzt! Damit finanziert die Schweizer Regierung illegal Einreisende - man macht Quersubvention, man generiert noch mehr Asylstroeme in Richtung Europa! Einmal ausgereist und Geld kassiert, wird das Geld gleich anderen Fluechtlingen zugeschoben die dann weitere Schlepper bezahlen. Abgewiesene Asylsuchende sind generell in Ausschaffungshaft zu setzen, (dies ist gaengige Praxis in Australien und Malaysia) und schnellstens auszuschaffen - und zwar ohne harte Schweizer Franken! Wer solche Praxis unterstuetzt, der macht die Schweiz zu einem beliebten Ziel fuer Asylsuchende! Die Gesetze die uns Europa eingebrockt hat hindern uns daran das Asylwesen umzubauen! Die Politiker sind unfaehig das Asylchaos zu beheben - wiederum muss der Steuerzahler dafuer bluten!

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adolfk31 (09. August 2012, 17:40)
Aber...

Wir haben den Armen Menschen doch zuvor blühende Gärten erstellt und versucht diese zu bewahren um Reichtum und Bildung auch für all deren Nachkommen zu gewährleisten ....

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adolfk31 (09. August 2012, 17:30)
Und sich ....

im gleichen Umfang an der Auswanderung von gestandenen Eidgenossen beteiligen.....

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zombie1969 (09. August 2012, 16:00)
Unglaublich!

Haftkosten, Sozialhilfe, Rückkehrgelder, Nothilfe, Sonderflüge etc.
Viel was da auf den Steuerzahler zukommt, nach wie vor!

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