Tagblatt Online, 07. August 2012 14:17:00
Waldbrände auf Kanaren teilweise eingedämmt
Rauchschwaden über den Wäldern von La Gomera erinnern an die heftigen Waldbrände (6. August 2012). (Bild: Keystone / AP)
Vier Tage nach dem Ausbruch von Waldbränden auf den kanarischen Inseln La Gomera und La Palma haben die Löschteams die Flammen teilweise eingedämmt. Wie die spanischen Behörden mitteilen, konnte eine Ausbreitung des Feuers auf La Gomera weitgehend verhindert werden.
(sda/dpa)
Vier Tage nach dem Ausbruch von Waldbränden auf den kanarischen Inseln La Gomera und La Palma haben die Löschteams die Flammen teilweise eingedämmt. Wie die spanischen Behörden mitteilen, konnte eine Ausbreitung des Feuers auf La Gomera weitgehend verhindert werden.
Die Flammen hatten auch auf den Nationalpark Garajonay übergegriffen und dort fast ein Zehntel der Waldfläche vernichtet. Insgesamt brannten auf der Insel 31 Quadratkilometer Wald- und Buschland nieder.
Mutmasslicher Brandstifter festgenommen
Nach Informationen der Online-Zeitung «canarias7.es» wurde ein mutmasslicher Brandstifter festgenommen, der das Feuer gelegt haben soll. Der Waldbrand hatte auch dazu geführt, dass die Stromversorgung und der Mobilfunk in Teilen der Insel zeitweise unterbrochen wurden.
Auf der Nachbarinsel La Palma stoppten die Löschmannschaften ebenfalls den Vormarsch der Flammen. Die wegen des Feuers gesperrten Landstrassen wurden nach Angaben der Behörden wieder für den Verkehr freigegeben.
In ganz Spanien brannten in den ersten sieben Monaten dieses Jahres insgesamt 1310 Quadratkilometer Wald nieder, mehr als im gesamten Jahr 2011. Dies entspricht fast der Fläche des Kantons Aargau.
Experten führen die grosse Zahl von Waldbränden auf den extrem trockenen Winter – mit den geringsten Niederschlägen seit Beginn der Aufzeichnungen – und auf den relativ heissen Sommer zurück.
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