Tagblatt Online, 03. Juli 2012 20:36:00
Lage im Osten Spaniens normalisiert sich
Zerstörtes Land in der Nähe von Moratalla, im Osten Spaniens. (Bild: Keystone / EPA)
Die Lage nach den verheerenden Waldbränden im Osten Spaniens hat sich stabilisiert. Die Leiche des mit einem Löschhelikopter abgestürzten Piloten wurde zudem gefunden. Der Pilot war am Montag bei einem Einsatz gegen die Flammen in der Region von Valencia abgestürzt. Die Besatzung eines weiteren abgestürzten Helikopters hatte überlebt.
(sda/afp)
Die Lage nach den verheerenden Waldbränden im Osten Spaniens hat sich nach Angaben von Innenminister Jorge Fernández Díaz stabilisiert. Zudem sei die Leiche des mit einem Löschhelikopter abgestürzten Piloten gefunden worden.
Der Pilot sei sehr erfahren gewesen und habe mehr als 4000 Flugstunden absolviert, sagte Fernández Díaz. Den Angehörigen sprach er bei einem persönlichen Besuch sein Beileid aus. Der Pilot war am Montag bei einem Einsatz gegen die Flammen in der Region von Valencia mit seinem Helikopter abgestürzt. Die Besatzung eines weiteren abgestürzten Helikopters hatte das Unglück überlebt.
50'000 Hektar Land vernichtet
Nach Angaben des Innenministers wurden durch die Brände knapp 50'000 Hektar Land vernichtet. Damit entspreche die in wenigen Tagen verwüstete Fläche der Grösse der Gebiete, die seit Januar durch Brände zerstört worden seien.
Beim ersten Feuer, das am Donnerstag in der Gegend von Cortes da Palla ausgebrochen war, wurden den Angaben zufolge mehr als 28'000 Hektar Land aus Wald und Büschen zerstört. Dem zweiten Feuer nahe der Ortschaft Andilla fielen knapp 20'000 Hektar Land zum Opfer.
Extreme Wetterbedingungen
«Die klimatischen Bedingungen waren extrem», sagte der Präsident der Region Valencia, Carlos Fabra. Temperaturen von bis zu 40 Grad, Winde mit mehr als 40 Stundenkilometern und eine geringe Luftfeuchtigkeit hätten zu der schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen. Jetzt, da die Brände stabilisiert seien, müssten die betroffenen Gebiete einige Tage abkühlen, sagte Fabra.
Spanien kämpft derzeit mit der schlimmsten Dürre seit sieben Jahrzehnten. Am Wochenende waren rund 2000 Feuerwehrleute im Einsatz gegen die Waldbrände. 4000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, einige konnten inzwischen zurückkehren.
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