Tagblatt Online, 12. Juni 2012 06:23:16
Jihadisten bekennen sich zu Anschlag
Racheakt für Tod von Abu Yahya al-Libi
Eine mutmassliche libysche Jihadistengruppe hat sich zu dem Anschlag auf das US-Konsulat in Benghasi in der vergangenen Woche bekannt.
(sda/afp)
Der Anschlag sei eine Racheaktion für den Tod der Nummer zwei des Terrornetzwerks Al-Kaida, Abu Yahya al-Libi, der bei einem Drohnenangriff in Pakistan gewesen, berichtete das auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE am Montag.
Bei der Jihadistengruppe handelt es sich demnach um die sogenannten Brigaden des inhaftierten Scheichs Omar Abdul Rahman. Die Gruppe erklärte laut SITE weiter, der Anschlag, bei dem ein Mensch verletzt worden war, sei eine Reaktion auf «US-Drohnen im libyschen Luftraum».
Video angekündigt
Die Gruppe wolle zudem in Kürze ein Video des Anschlags veröffentlichen. Die Brigaden hatten sich bereits zu einem Anschlag im Mai auf das Büro des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz im ostlibyschen Benghasi bekannt.
Die USA hatten zuvor erklärt, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Anschlag auf das Konsulat eine Reaktion auf die Tötung des Libyers al-Libi in Pakistan gewesen sei.
Der Ägypter Abdul Rahman, nach dem die Gruppe benannt ist, verbüsst in den USA eine lebenslange Haftstrafe wegen verschiedener Anschlagspläne und einer Verwicklung in den ersten Anschlag auf das New Yorker World Trade Center 1993.
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